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BACK FOR GOOD | Endstation Mutti

Kim Riedle zieht in BACK FOR GOOD nach ihrem kurzen Reality-TV-Ruhm und einem Entzug wieder bei ihrer Mutter ein und erkennt dabei den Ernst des Lebens.

© NFP marketing & distribution*

Inhalt

V-Sternchen Angie (Kim Riedle) kommt frisch aus dem Drogenentzug. Eigentlich ein PR-Gag, um ins Dschungelcamp zu kommen, doch plötzlich ist der Freund und Manager weg und keiner ihrer Freunde will was von ihr wissen. Also zieht sie zurück zu ihrer verhassten Mutter Monika (Juliane Köhler) in ihr Heimatkaff. Ähnlich schwer hat es Angies pubertierende Schwester Kiki (Leonie Wesselow): Wegen ihrer Epilepsieerkrankung besteht Monika darauf, dass sie einen Schutzhelm trägt. Dieser isoliert sie effektiv von allen anderen Teens. Da bleibt nur das Internet. Aber statt Zuspruch für ihr dilettantisches Tanzvideo, machen ihr fortan ein paar Cybermobber das Leben zur Hölle. Dabei will Kiki doch einfach nur dazugehören. Ein Gefühl, das Angie sehr gut kennt. Als sie die Luftmatratze neben Kikis Bett bezieht, ist sie für ihre kleine Schwester wie ein Engel mit Silikonbrüsten. Und auch Angie fühlt sich ihrer kleinen Schwester unerwartet verbunden. Bis Monika nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus kommt und Angie wirklich Verantwortung für Kiki übernehmen muss.

Kritik

Wie tief kann man sinken? Die Karriere will nicht mehr so recht zünden und ehe man sich versieht, befindet man sich wieder im Schoss der Mama. Ein unfreiwilliges zurück zu den Wurzeln in einem Pulverfass. Mia Spenglers Regiedebüt ist eine Skizze der vorherrschenden Reality-TV-Branche. Der kometenhafte Aufstieg an die Spitze und der noch viel schlimmere Fall auf den harten Boden der Realität. In den Grundzügen versteht sich BACK FOR GOOD als Aufarbeitung einer von Ruhm getriebenen Frau, die bald vor vollendeten Tatsachen steht. Keiner will sie mehr sehen und so wird ihre kranke Schwester zum Auffangbecken. Beide teilen – in unterschiedlicher Auslegung – das Schicksal der Ablehnung in der Basis einer zerrütteten Familie. Wirklich unecht wirkt diese Inszenierung nicht, die Vorstellung eines so brachialen Niedergangs eines TV-Sternchen legten schon einige bekannte Stars hin. Zwar sorgt Spengler oft für übertriebene Überspitzungen, schafft es aber im Kern dennoch eine unterhaltsame, wie rührende Geschichte zu erzählen. Schließlich geht es nicht um die Rettung einer Karriere, sondern um die Annährung. Erfrischend unkonventionell vorgetragen.

Fazit: Back for Good ist eine kurzweilige Medien- und Gesellschaftssatire mit einer gut aufgelegten Kim Riedle und dem Quäntchen authentischer und handfester Inszenierung.

FSK 12 (grün)Originaltitel:           Back for Good
Produktionsland/-jahr:   DE 2017
Laufzeit:                91 min
Genre:                   Komödie, Drama

Regie:                   Mia Spengler
Drehbuch:                Stefanie Schmitz, Mia Spengler
Kamera:                  Falko Lachmund

Kinostart:               31. Mai 2018
Home Entertainment:      1. November 2018

Verleih:                 NFP marketing & distribution*

(Quelle: NFP Kino)

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