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OPERATION: OVERLORD | Wer den Krieg gewinnen will, muss abscheulich kreativ werden

OPERATION: OVERLORD ist ein bizarrer Action-Horrorfilm, der sich ins Gedächtnis brennt und alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.

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© Paramount Pictures

Inhalt

Am Vortag des D-Days landet eine amerikanische Soldatentruppe in einem von deutschen Truppen besetzten Dorf in Nordfrankreich. Während ihres Einsatzes stoßen sie auf ein geheimes, unterirdisches Labor, in dem die Besatzer völlig wahnsinnige Experimente an den Dorfbewohnern durchführen, um menschliche Kampfmaschinen zu züchten. Mit verheerenden Folgen …

Kritik

Nazis und Zombies… diese Kombination kommt uns erschreckend bekannt vor. Werke wie Dead SnowOutpost oder Frankenstein’s Army sind ein trashiger Mix – mehr oder weniger erfolgreich und im Detail nicht gerade gelungen. Umso erfreulicher war so die Meldung, dass sich der Erfolgsproduzent und Regisseur J.J. Abrams dazu hat verleiten lassen, sich dieser ebenfalls recht plumpen Kombination hinzugeben. Angesiedelt in den Schicksalstagen des Zweiten Weltkriegs stößt eine US-amerikanische Truppe auf zombieähnliche Kampfmaschinen, die nichts kennen außer töten. Im Setting eines erbitterten Gefecht zwischen Deutschland und den Alliierten brilliert der Film in der Tat durch die eigenwillige Geschichte und den recht unspannenden Figuren (sie sind einfach austauschbar und geben wenig von ihrer Persönlichkeit preis). Julius Avery ist schlichtweg darauf bedacht, den außergewöhnlichen Umstand eines Nazi-Experiments in den Fokus zurücken und dem Krieg eine noch düsterer Seite zu geben. Was zunächst nach Müll klingt, entwickelt sich im weiteren Verlauf als grandiose Unterhaltung. OPERATION: OVERLORD ist intensiv erzählt, schnörkellos, in dichter Atmosphäre eingewickelt und bis zum bitteren Schluss ein unglaublich guter Horrortrip. Ich benutze ja oft das Wort „erfrischend“, doch diesmal erwischte es mich wie eine kalte Brise.

Fazit: Wer weiß, was die Nazis tatsächlich so im stillen Kämmerlein getrieben haben. Eine mögliche Interpretation dieser Vorstellung bzw. Vermutung liefert Julius Avery. Ist der Krieg nicht schon grausam genug, ist Operation: Overlord noch wesentlich grausamer. Brutal, auf den Punkt erzählt, hetzen wir von Albtraum zu Albtraum und bekommen in diesen trashig anmutenden Blockbuster viele Schauwerte geliefert. Allein die abgef***te Story lohnt schon, etwas Geld für einen Kinobesuch in die Hand zu nehmen. 

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Overlord
Produktionsland/-jahr:   US 2018
Laufzeit:                109 min
Genre:                   Action, Horror

Regie:                   Julius Avery
Drehbuch:                Billy Ray, Mark L. Smith
Kamera:                  Laurie Rose, Fabian Wagner

Kinostart:               8. November 2018
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Paramount Pictures

(Quelle: ParamountPicturesGER)

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