VENOM

VENOM | Die Welt hat genug Superhelden

Einer der spannendsten und komplexesten Marvel-Charaktere bekommt endlich seinen großen Auftritt, wenn Tom Hardy zum Wirt des Alien-Symbionten VENOM wird.

Venom

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Inhalt

Als Journalist versucht Eddie (Tom Hardy) schon seit Langem den zwielichtigen, aber genialen Gründer der Life Foundation, Carlton Drake (Riz Ahmed), zu überführen – eine Besessenheit, die ihn bereits seine Karriere und die Beziehung zu seiner Freundin Anne Weying (Michelle Williams) gekostet hat. Bei der aktuellen Recherche zu Drakes Experimenten verbindet sich das Alien Venom mit Eddies Körper und verleiht ihm nicht nur erstaunliche Superkräfte, sondern auch die Freiheit, zu tun, was immer er will. Durchtrieben, düster, unberechenbar und voller Zorn: Eddie muss lernen, die gefährlichen Kräfte, die von Venom ausgehen, zu kontrollieren. Und ist gleichzeitig berauscht von der neu gewonnen Macht, die er nun in sich spürt.

Kritik

VENOM, ein Superheldenfilm aus einer anderen Zeit. Technisch in die Jahre gekommen, überzeugt jedoch die Alien-Mensch-Beziehung durch viel Action und einem charismatischen Tom Hardy. Der erste Solofilm über den aus den Marvel-Comics bekannten Alien-Symbiont, der bekanntlich seinen ersten Auftritt in Sam Raimis Spider-Man 3 hatte, wirkt nun elf Jahre später deutlich düsterer und brutaler. Dies sei auch ein Wunsch von Regisseur Ruben Fleischer gewesen, diesem Anti-Helden eine deutlich dunkleren Anstrich zu verpassen. Und trotz aller Widerstände und schlechter Kritiken im Vorfeld, klingelte die Kasse. Bei einem geschätzten Produktionsbudget von 100 Millionen US-Dollar, spielte der Streifen fast 900 Millionen ein und steht damit seinen Brüdern und Schwestern aus dem MCU in nichts nach. Venom tut sich aber über die gesamte Laufzeit ziemlich schwer eine Anti-Helden-Geschichte zu etablieren. Eddie Brocks Motivation wirkt zu oft egoistisch, wenngleich sein Handeln dem Allgemeinwohl dient. Allerdings wirkt dies zuweilen wenig rund und mit Blick auf andere Marvel-Filme oft zu plump und lieblos. Dennoch schafft es Tom Hardy als Eddie Brock die Zuschauer in die Handlung zu reißen und dank seines neuen Freundes Venom eine gewisse Faszination auszulösen, schließlich sieht man eine Marvel-Figur nicht jeden Tag Köpfe abbeißen. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären: FSK 12! Natürlich ist ein Verleih darauf bedacht, möglichst viele Kinozuschauer in die Säle zu locken und so ist eine niedrigere Altersfreigabe oft besser. Doch immer häufiger bekommen vermeintlich brutale und gewaltverherrlichende Filmchen zu milde Freigaben. Sicherlich sollte man die Kirche im Dorf lassen und nicht alles auf die Goldwaage legen, aber Venom hätte durchaus auch eine 16er-Freigabe erhalten dürfen. Ich seh‘ es ebenfalls gerne mal locker, aber bei großen Blockbustern wirkt das schon arg willkürlich. Doch betrachtet man den Film von Anfang bis Ende, macht er viel Spaß und geht erstaunlich leicht von der Hand. Zwar inszeniert Ruben Fleischer Venom nicht gänzlich klassisch nach typisch dramaturgischen Vorgaben, was zum Teil unrund wirkt, aber irgendwie passt es dann doch ins Gesamtkonzept, was große Werbung für eine Fortsetzung macht. Ob wir allerdings den Alien-Symbiont irgendwann einmal im MCU sehen werden, steht noch in den Sternen.

Fazit: Optisch etwas in die Jahre gekommen, erweist sich Ruben Fleischers Interpretation eines der ungewöhnlichsten Figuren aus dem Marvel-Universum als kurzweilig, überraschend witzig und ebenso brutal. Der Mix macht es eben zum besonderen Erlebnis. 

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Venom
Produktionsland/-jahr:   US/CN 2018
Laufzeit:                112 min
Genre:                   Action, Sci-Fi

Regie:                   Ruben Fleischer
Drehbuch:                Jeff Pinkner, Scott Rosenberg, Kelly Marcel
Kamera:                  Matthew Libatique

Kinostart:               2. Oktober 2018
Home Entertainment:      14. Februar 2019

Verleih:                 Sony Pictures Entertainment

(Quelle: SonyPicturesHomeGSA)

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