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THE SILENCE | Hörst du die Stille?

Im apokalyptischen Survival-Thriller THE SILENCE wird die Welt von einer plötzlich auftretenden, tödlichen Plage heimgesucht: Blutrünstige, sich in Scharen vermehrende, mutierte Urzeit-Kreaturen greifen alles an, was auch nur das kleinste bisschen Lärm von sich gibt. Im Überlebenskampf gegen diese Bestien gibt es nur ein Mittel – absolute Stille!

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© Constantin Film

Inhalt

„Sie nennen sie ‚Avispa‘, wegen der Art und Weise wie sie ausschwärmen. ‚Avispa‘ heißt Wespe auf Spanisch. Die waren in einer Höhle eingeschlossen und haben sich in Millionen Jahren zu dem entwickelt, was sie jetzt sind… Die hätten da nicht rauskommen dürfen!“

Als eine archäologische Expedition in einem unzugänglichen Höhlensystem in Nordamerika eine bislang unbekannte Parasitenart entdeckt, ahnt noch niemand, wie gefährlich diese „Wespe“ genannte Spezies tatsächlich ist. Doch einmal freigesetzt, mutieren und vermehren sich diese Urzeitmonster nicht nur, sondern greifen bald auch Menschen an. Ihre Opfer finden sie dank ihres feinen Gehörs: Schon das kleinste Geräusch lockt eine Unzahl von ihnen an. Die einst so laute Welt verstummt. Die gehörlose Ally (Kiernan Shipka) und ihre Familie (u.a. Stanley Tucci) ziehen sich in die Wälder zurück, denn überleben lässt sich nur noch in völliger Stille. Gefahr geht aber auch von anderen Menschen aus, wie die Familie bald erfahren muss: Im rücksichtslosen Überlebenskampf ist jedes Geräusch ein potentielles Todesurteil. Und dann kreuzt eine bedrohliche Sekte ihren Weg, die es ausgerechnet auf Ally abgesehen hat…

Kritik

Ein Jahr nach dem sensationellen Leisetreter A Quiet Place von John Krasinski schickt der erfahrene Kameramann und Horror-Regisseur John R. Leonetti (Annabelle, Wish Upon) die Menschheit erneut in ein stilles Untergangsszenario. Diesmal schwebt die Gefahr nicht aus fernen Galaxien ein, sondern haust unbeachtet in einer Höhle in Nordamerika. Urzeitliche Monster, die jedem Ton nachgehen, um die Geräuschquelle konsequent auszulöschen. In einer lauten Welt wird somit Stille zum wichtigsten Bestandteil, den nächsten Tag zu über- und zu erleben. Die Rahmenbedingungen scheinen somit vertraut, nur der Gegner ist ein anderer und tritt in der Überzahl an.

Leonetti bringt seine ganze Erfahrung ein. Düster, dicht und mit dem Finger am Abzug durchlebt der Zuschauer eine auf den ersten Blick absurde Einführung ins Geschehen. Mutierte Urzeit-Monster klingen zunächst stark nach TELE5, dieser Eindruck wird vor allem in den Momenten bestätigt, in der die „Wespen“ angreifen beziehungsweise sich zeigen. Für mein Auge annehmbar, dürften Genrefans einiges zu bemängeln haben, denn optisch wirken die Viecher arg vernachlässigt. Aber ich verbiete mir dann am Ende doch den Ausdruck B-Movie oder Trash. Dafür ist sind Konstellation, Geschichte und Darsteller zu vielversprechend. Ein Manko in meinen Augen ist tatsächlich die Spannung, die überraschend zurückhaltend ausfällt. Leonetti würde ich da ein „stets bemüht“ attestieren, aber sie fehlt mancherorts. Für einen Horror-Thriller sicher nicht förderlich, aber auch nicht immer notwendig – siehe THE SILENCE. Diejenigen, die Blut, brutale Jumpscares oder atemlose Inszenierungen gar nicht vertragen, empfiehlt sich der Besuch von The Silence. Auch das vermeintlich ruhige Setting, die stille Suche nach Antworten auf die Bedrohung und die allgegenwärtige Beklemmung führen zu einer ganz eigenen Dynamik und gleichen bestehende Mängel aus.

Sei Übriges trägt Stanley Tucci bei. Eine charismatische Präsenz in für mich ungewohnten Gefilden. Zunächst scheint es fast so, als hätte sich Tucci am Set verlaufen. Orientierungslos und verloren irrt er durch eine ruhige, tödliche Welt. Aber dann geschieht etwas Wundervolles. Tucci blüht auf, reißt das Zepter an sich und wird zum Helden der Geschichte. Er strahlt Sicherheit, Professionalität und Können aus und leitet damit den Zuschauer durch die Handlung. Begleitet von einer aufstrebenden Kiernan Shipka (cooler Name).

Fazit: Sicherlich reicht The Silence dramaturgisch und inhaltlich nicht an A Quiet Place heran, dennoch hat er seine glanzvollen Momente, die sehenswert und intensiv sind. Es ist nicht der brachiale Horror den man sich erhofft, aber enttäuscht war ich zum Schluss auch nicht. Ohne Erwartungen in den Film zu gehen, war hier die beste Entscheidung. So kann man sich 90 Minuten geben.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           The Silence
Produktionsland/-jahr:   US 2019
Laufzeit:                90 min
Genre:                   Horror, Thriller

Regie:                   John R. Leonetti
Drehbuch:                Carey Van Dyke, Shane Van Dyke, Tim Lebbon (Buch)
Kamera:                  Michael Galbraith

Kinostart:               16. Mai 2019
Home Entertainment:      -
  
Verleih:                 Constantin Film

(Quelle: Constantin Film)

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