Blinde Wut

BLINDE WUT | Der, der das Schwert schwingt, aber nichts sieht und dennoch trifft

Action, Tempo und ein Schwert, das nicht zur Ruhe kommt: BLINDE WUT – mit Rutger Hauer ist der brutal-elegante Spagat zwischen Rambo und „Heilsarmee“. Wohltätig, aber gnadenlos.

Blinde Wut

© 1989 TriStar Pictures, Inc. All Rights Reserved.

Inhalt

Er ist schnell wie der Blitz, stark wie ein Stier, doch leider blind wie ein Maulwurf. Nick Parker (Rutger Hauer) hat im Vietnam-Krieg sein Augenlicht verloren. Zähes Training im Dschungel hat aber aus dem unbeholfenen Blinden einen perfekten Schwertkämpfer gemacht. Als er Jahre später seinen ehemaligen Kriegskameraden, den jetzigen Chemiker Frank (Terrance O’Quinn) besucht, gerät Nick mitten in einen heiklen Entführungsfall. Frank nämlich befindet sich in den Händen von Gangstern, für die er synthetische Drogen herstellen soll. Mit Billy, Franks 9-jährigem Sohn als Faustpfand, wollen die Verbrecher den Widerstand Franks brechen. Nick Parker jedoch haben die Verbrecher nicht auf ihrer Rechnung…

Kritik

Gäbe es nicht Chuck Norris, so würden wir heute wohl über Rutger Hauer-Witze lachen. Hauer hatte gerade in den 80er-Jahren seine beispiellosen Höhepunkt als Actionstar und lieferte dabei eine Gänsehaut-Performance nach der anderen ab. Er bediente mit seinen Rollen stets die Klischees und füllte sie dennoch mit Leben aus. Der Niederländer zählte zu einer Ikone des Actionkinos und wuchs nie über wirklich über den Schatten von Sylvester Stallone oder Bruce Willis hinaus. Dennoch war er gut, in dem was er tat.

Mit BLINDE WUT kröhnter er ein fast abgelaufenes Jahrzehnt mit allem, was er bis dato gespielt hatte. So mimt er den knallharten Blinden mit heftigen Schwert-Skills und markierte damit einen fulminanten Auftritt. Doch so rigoros die Action auch vorgetragen und choreografiert ist, es bleibt in diesem Wust an Männerschweiß und Blut sogar Platz für den einen oder anderen amüsanten Moment. Gelacht wird in der Tat. Die Kampfszenen sind wirklich schön an zu sehen und erinnern in Ansätzen an Zeiten, in der Bruce Lee, ein junger Chuck und ein kleiner Disput zu einem filmgeschichtliches Highlight sorgte. Man merkt Blinde Wut auch seine inhaltliche Herkunft an. So beruht er auf der erfolgreichen japanischen Serie „Zatōichi – Der blinde Samurai“, die von einem blinden Schwertkämpfer handelt und durch Takeshi Kitanos 2003 ein Remake ein gleichnamiges Remake erhielt.

Fazit: Im Groben ist Blinde Wut sicherlich nicht mehr wirklich zeitgemäß, bietet aber viel und gerade unter dem Aspekt, endlich eine Version zu sehen, die nicht mehr auf dem Index steht und in neuer Aufmachung daherkommt. Gerade in so schwierigen Zeiten bietet es sich an, einen etwas überzogenen, aber kurzweiligen Actioner zu sehen. Go Rutger!!!

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Blind Fury
Produktionsland/-jahr:   US 1989
Laufzeit:                86 min
Genre:                   Action, Komödie, Krimi

Regie:                   Phillip Noyce
Drehbuch:                Charles Robert Carner
Kamera:                  Don Burgess

Kinostart:               17. August 1989 
Home Entertainment:      12. März 2020

Verleih:                 Sony Pictures Entertainment

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