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GUNS AKIMBO | Battle Royale für den einstigen Zauberlehrling

Schauspielstar Daniel Radcliffe spielt in der wahnwitzig-abgedrehten Actionkomödie GUNS AKIMBO den Loser Miles, der den Fighter in sich erst noch entdecken muss.

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© LEONINE

Inhalt

Der erfolglose Videospielentwickler Miles (Daniel Radcliffe) landet zufällig auf der Seite von „Skizm“, einem im Darknet live übertragenen Actionspiel, bei dem die Teilnehmer zu tödlichen Deathmatches antreten. Miles wird zum unfreiwilligen Mitspieler von „Skizm“, bekommt eine automatische Waffe in jede Hand geschraubt und muss gegen die unbesiegbare Kampfmaschine Nix (Samara Weaving) antreten. Doch statt zu kämpfen, tritt Miles lieber die Flucht an. Erst als seine Ex-Freundin Nova (Natasha Liu Bordizzo) entführt wird, ist Miles gezwungen, sich dem Kampf auf Leben und Tod zu stellen.

Kritik

Nach seiner Zeit in Hogwarts hat Daniel Radcliffe, anders als andere Kinderstars sich durchaus im Geschäft halten können. Besonders gut fand ich ihn Die Frau in Schwarz oder bei seinem flockigen Intermezzo bei Die Unfassbaren 2. Und nicht zu vergessen sein Auftritt als Leiche in Swiss Army Man. Radcliffe ist in meinen Augen ein stark unterschätzter Schauspieler, der ein unglaubliches Repertoire besitzt. Er ist sich auch nicht zu schade, in die Scheiße zu greifen und Filme ohne Hirn zu machen. GUNS AKIMBO ist nun so richtig der erste größere Streifen nach dem Lockdown und er hat es in sich.

Radcliffe mimt den erfolglosen Videospielentwickler Miles, der über Nacht in ein sehr fragwürdiges Spiel namens „Skizm“ hineingezogen wird. Besonders ärgerlich an dieser Situation. Ein Haufen abgedrehter Freaks montieren an seinen Händen zwei Waffen. Tödlich: ja. Benutzerfreundlich im Alltag: nein. So muss sich Miles mit zwei nicht abnehmbaren Waffen gewöhnen und sich durch die Weltgeschichte ballern, um die Leute hinter diesem live übertragenen Actionspiel zu stellen und zur Strecke zu bringen. Ursprünglich sollte Miles Nix um die Ecke bringen, doch die machen dann irgendwie gemeinsame Sache. Ausgang ungewiss.

Guns Akimbo ist ein abgedrehter Trip, der in seinen Grundzügen sehr stark an Crank oder Nerve erinnert, aber bei Weitem nicht deren Klasse besitzt. Guns Akimbo verschenkt auf den entscheidenden Metern viel Potential. Immerhin holt Regisseur Jason Lei Howden mit viel Spiellaune, flotten Sprüchen und einem tollpatschig agierenden Daniel Radcliffe viel auf. Inhaltlich ist Guns Akimbo nichts für die nächste Gesprächsrunde im Kreise der Familie. Es bleibt ein spezieller Ausflug außerhalb des guten Geschmacks. Aber vielleicht genau das der Reiz an diesem bunten und brutalen Streifen. Es ist auch wirklich schwer, hier ein allgemein gültiges Rezept zu finden, was den Film entsprechend abbildet. Ich bin gerne mal für hirnloses Zeug zu haben, darüber hinaus besitzt Guns Akimbo auch sowas wie Kultpotential. Also was bekommt man hier serviert? Ein schräges Abenteuer, mit einem lustigen Radcliffe, einer abgefuckten Weaving und viel Sinn für bitterbösen Humor. Darüber hinaus sind die Choreos und Kamerafahrten schon sehr nett anzusehen.

Fazit: Er war mal so süß und klein, jetzt rennt er mit zwei Knarren rum. Daniel Radcliffe hat einen verdammt schlechten Tag erwischt. Aber genau das ist so witzig daran. Guns Akimbo hat nicht viel Inhalt, braucht es bei diesem hirnlosen Spektakel auch nicht, schließlich kommt es einfach auf Entertainment an. Und darin ist Guns Akimbo gut. Man muss es nur zulassen und akzeptieren, dass das alles andere als tiefgründig ist, was hier passiert. 

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Guns Akimbo
Produktionsland/-jahr:   UK/DE/NZ 2019
Laufzeit:                98 min
Genre:                   Action, Komödie

Regie:                   Jason Lei Howden
Drehbuch:                Jason Lei Howden
Kamera:                  Stefan Ciupek

Kinostart:               25. Juni 2020
Home Entertainment:      -

Verleih:                 LEONINE 

(Quelle: LEONINE Studios)

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