CAT SICK BLUES | Ein unvergessliches Miau

CAT SICK BLUES hat sich seit seinem Erscheinen einen berüchtigten Ruf bei Horrorfans und verrückten Katzenmenschen erarbeitet – mit seiner finsteren Atmosphäre, einem bitterbösen Humor, viel Kunstblut und nicht zuletzt der skurrilen Figur des „Catman“, die der Horrorfilmwelt eine neue Kultfigur hinzugefügt hat.

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© Busch Media Group

Inhalt

Als Teds geliebte Katze Patrick stirbt, erleidet der junge Mann einen Nervenzusammenbruch. In dem Irrglauben, durch den Tod von neun Menschenleben das Haustier wieder zum Leben erwecken zu können, begibt er sich auf einen blutigen Raubzug. Ausgestattet mit Katzenmaske, XXL Phallus und messerscharfen Krallen, metzelt sich Ted durch das nächtliche Melbourne. Eine Frau nach der anderen wird auf bestialischste Weise ermordet. Geht es Ted wirklich um die Wiedergeburt seiner Katze oder ist das Töten schon längst zu einer perversen Obsession geworden? Als auch noch die die junge Claire in Teds Leben tritt, die ebenfalls über den Verlust ihrer Katze trauert, spitzt sich die Situation dramatisch zu

Kritik

Was einst mit einer Kickstarter-Kampagne mit über 14.000 australischen Dollar begann und fast hoffnungslos erschien, hat rund sechs Jahre nach seiner Produktion den Weg nach Deutschland gefunden. Kein leichter Weg gewiss, so hat CAT SICK BLUES nicht mal ein rotes FSK-18-Siegel erhalten und ging durch ein gerichtliches Verfahren. Immerhin: keine Index-Bannung, stattdessen dürfen wir diesen faszinierenden und zugleich schockierenden Film in seiner ganzen Pracht bestaunen. Doch ihr müsst euch bewusst sein, was ihr hier knapp 90 Minuten schaut, wird seine Spuren hinterlassen. Dave Jackson greift eine unfassbar groteske Stimmung auf und bannt diese in einem Rahmen aus Gewalt, Scheiße und Hirntod. Aber das wirkt so überzeugend, dass die Kritik, die er enthält tatsächlich seine Kreise zieht. Komödiantische Inhalte, die manche ansprechen, habe ich hier nicht gesehen. Zu drastisch sind sie im tatsächlichem Sinne. Vergewaltigung, Mord, Gore – es ist kein Spaziergang wie man ihn sonst aus Horrorfilme kennt. Aber sonst muss man für das doch sehr kleine Budget dem Film generell viel Gutes zusprechen. Inszenatorisch und audiovisuell kann er mit großen seines Fachs absolut mithalten. Die ausschweifenden Blutsequenzen sind handgemacht und eine Hommage an alte Tage. Auch so versprüht der Film eine gewisse Aufbruchsstimmung und fängt damit sicherlich den einen oder anderen ein. Ob ich den Film empfehlen kann, schwierig zu sagen. Ich für meinen Teil habe viel Positives herausziehen können. Eine Erfahrung, die jeder mit sich selbst machen muss. 

Fazit: Handgemachter Torture-Porn total bizarr. Cat Sick Blues ist die Reise eines trauenden Katzenbesitzers, der das Ableben seines geliebten Tieres nicht sonderlich gut verkraften. Was komisch klingen mag, ist in der fiktiven Wirklichkeit ein ausuferndes Tötungskommando par excellence. 

Spio_jkOriginaltitel:           Cat Sick Blues
Produktionsland/-jahr: AU 2015 Laufzeit: 94 min Genre: Horror Regie: Dave Jackson Drehbuch: Dave Jackson, Andrew Gallacher Kamera: Daniel Cowan Kinostart: -
Home Entertainment: 20. August 2021

Verleih: Busch Media Group

 

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