SHANG-CHI AND THE LEGEND OF THE TEN RINGS | Marvel(lous) Martial-Arts-Action

Marvels erster Martial-Arts-Film markiert ein neues Kapitel: SHANG-CHI AND THE LEGEND OF THE TEN RINGS. Spektakuläre Kampfszenen und atemberaubende Action vor großartigen Bildern sowie eine gehörige, Marvel-typische Portion Humor.

SHANG-CHI_Payoff-Poster

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Inhalt

Shang-Chi (Simu Liu) wächst als Sohn eines chinesischen Geschäftsmannes und einer amerikanischen Mutter in einem abgelegenen Anwesen in China auf. Abgeschnitten von der Außenwelt, kann der Junge nicht behaupten, dass seine Kindheit nach normalen Regeln verlief. Von seinem Vater Wenwu (Tony Leung) erhält Shang-Chi jahrelang intensives Kampfsporttraining, bei dem er erstaunliche Martial-Arts-Fähigkeiten entwickelt. Erst Jahre später erfährt er den Grund, warum er der harten Ausbildung folgen musste: Im Glauben, einer guten Sache zu dienen, hat sein Vater ihn auf eine Mission vorbereitet, die alles andere als rechtschaffen ist. Shang-Chi sagt sich von seinem Vater los und beginnt ein neues Leben. Doch schon bald holt ihn seine Vergangenheit wieder ein und er muss gemeinsam mit seiner guten Freundin Katy (Awkwafina) versuchen, die kriminellen Machenschaften des Vaters zu stoppen…

Kritik

Einmal tief Luft holen, denn dieses Marvel-Abenteuer ist ein ganz besonderer Superhelden-Ausflug. Fantastische Welten, mystische Wesen und ein völlig anderer Held als Iron Man, Captain America & Co. SHANGI-CHI AND THE LEGEND OF TEN RINGS ist wow. Grundsätzlich war ich noch nie ein sonderlich großer Freund von Martial Arts-Filmen. Einzig Jackie Chan oder Jet Li haben mich in diesem Bereich hin und wieder abgeholt, der Rest schlummert noch immer in einer Kiste namens „muss nicht sein“. Doch im Rahmen von Marvel führt für mich kein Weg an diesem Film vorbei und zum ersten Mal bin ich ohne Worte, aber mit einem breiten Grinsen aus einen MCU-Streifen gekommen. Während Black Widow die schwere Bürde auferlegt wurde, die 4. Phase des Marvel Cinematic Universe einzuleiten und damit sichtlich überfordert war, bekommt das Filmuniversum nun sowas wie einen würdigen Einstieg in die neue Ära der Superhelden. Bunt, aufregend, fantastisch – Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings ist Kino aus einer anderen Welt und dennoch so vertraut. Allein der Spagat aus Märchen, Kampfkunst und Action gab es eigentlich bisher nur bei Black Panther und wir erinnern uns: mit Chadwick Boseman gab es zum ersten Mal einen schwarzen Superhelden. Und dieser Umstand schlug an den Kinokassen ein wie eine Bombe und auch die Academy würdigte den Film mit drei Oscars. Nun tritt der erste asiatische Superheld auf und die Erfolgsgeschichte wiederholt sich. Frisch, spritzig und doch klassisch Marvel kommen auf den Zuschauer zu. Bemerkenswert was Marvel und Disney aus einer an für sich gewöhnlichen Vater-Sohn-Erzählung bauen und diese in den Kontext der Avengers platziert ohne sie tatsächlich einzubinden. Doch das Shang-Chi in dieses Universum spielt und gehört wird an vielen Szenen und Verweisen deutlich. So sehen wir viele alte Bekannte aus über zehn Jahren MCU wieder. So bleibt der eine oder andere „oh“ nicht aus. 

Technisch ist Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings ein Bilderbuch in tausend Farben. Fast schon überfrachtet kämpft sich unser Held durch einen fahrenden Bus, durch majestätische Landschaften und dunkle Winkel der Erde. Gleichzeitig müssen wir uns mit zahlreichen Pointen rumschlagen und schauen, den Kern der Geschichte nicht zu verlieren, so gut sind sie und heben sich teilweise vom sonst üblichen Comedy-Aspekt der Filme ab. Simu Liu die Bestbesetzung kriegt zudem eine Entourage spendiert, die eine feste Handschrift bei Marvel trägt. Angeführt von einer sehr gut aufgelegten Awkwafina haben wir genau die richtige Prise an Humor dabei. Der Film macht in seiner gesamten Erscheinung Spaß und einen tatsächlichen Kritikpunkt habe ich auch nach Tagen nicht ausmachen können. Nach einem doch recht unzufriedenen Verlauf bei Black Widow und den anhaltenden Rechtsstreit zwischen Disney und Scarlett Johansson, eine willkommene Abwechslung und das gelungene Feuerwerk für die 4. Phase des MCUs.

Fazit: Die 4. Phase kann beginnen! Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings schwimmt auf einer Welle der Euphorie. Beinah alles scheint hier leicht von der Hand zu gehen und die eingefleischten Marvel-Fans bekommen einen erfrischend anders aufgebauten Charakter serviert, der irgendwie übermenschlich, aber gleichzeitig auch so bodenständig erscheint. Optisch ist das neuste MCU-Abenteuer eine Augenweide, überzeugt aber auch inhaltlich. Top choreografierte Kampfszenen gepaart mit famosen CGI-Effekten und wohl dosierten Humor. 

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings
Produktionsland/-jahr: US/AU 2021 Laufzeit: 132 min Genre: Action, Komödie, Fantasy Regie: Destin Daniel Cretton Drehbuch: Dave Callaham, Destin Daniel Cretton, Andrew Lanham Kamera: Bill Pope Kinostart: 2. September 2021
Home Entertainment: -

Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures

 

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