Kick-Ass - Aaron Taylor-Johnson

Heute im TV: Kick-Ass – Ein mächtig brutaler „Arschtritt“ mitten ins Lachzentrum

„Ich will ehrlich zu dir sein. Ich bekämpfe in der Woche nur zwischen 21 Uhr und 2 Uhr Nachts Verbrechen.“ – KICK-ASS ist augenscheinlich ein Fehltritt, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine liebevolle, gleichsam brutale Hommage an die Superheldenfilme vergangener und aktueller Tage. Der Comic-Nerd Dave wird zum Held ohne entsprechende Fähigkeiten, aber das Herz für Gerechtigkeit siegt über die Boshaftigkeit und Kriminalität. Ein Film für die halbe Familie!

Kick-Ass

© Universal Pictures Home Entertainment

Inhalt

Dave (Aaron Taylor-Johnson) liebt Comics. So sehr, dass sich der Teenager selbst als Superheld versucht. Als Crimefighter „Kick-Ass“ stellt er sich dem Bösen und bezahlt teuer. Obwohl er verwundet, verprügelt und angefahren wird, kämpft er weiter – ohne Kräfte, nur mit Courage. Als er plötzlich populär wird, wird er von echten Helden kontaktiert. Big Daddy (Nicolas Cage) und seine elfjährige Tochter, die Killermaschine Hit Girl (Chloë Grace Moretz), wollen den Terror von Gangsterboss Frankie (Mark Strong) beenden. Als sich dann noch sein Freund, der unglücklicherweise der Sohn von Frankie ist, einschaltet und fortan als „Red Mist“ (Christopher Mintz-Plasse) dem Heldendasein gleich tun möchte, zeigt sich für „Kick-Ass“, wie brutal und blutig die Superhelden-Realität wirklich ist.

Kritik

KICK-ASS mit Dave als Protagonisten verkörpert nicht den klassischen Helden. Seine Stärke liegt nicht in den übermenschlichen Fähigkeiten verborgen, wie wir es z.B. aus Superman oder Spider-Man kennen, seine Stärke bezieht Dave einzig und allein aus seinem Herzen. Der Drang es seinen Comic-Helden gleich zu tun und den Sprung als Superheld ins kalte Wasser zu wagen, blendet die Bedenken völlig aus und eben dieser Schritt ist es, der Kick-Ass aus der Masse an Mainstream-Helden-Filmen abhebt. Er scheitert kläglich – fehlt buchstäblich auf die Fresse – und will nach wachsenden Bekanntheitsgrad als Witzfigur im Internet das Dasein als Superheld beenden. Der Versuch, das Scheitern und der Neustart sind dermaßen witzig, chaotisch und brutal inszeniert, dass man sich entscheiden muss, ob man das nun witzig finden oder eher aufs schärfsten verurteilen sollte. Ich für meinen Teil, vergöttere die Darstellung des Dave, als eine Form des Anti-Helden, der durch die Erfahrungen und neuen Verbündeten zum Helden wird. Betrachtet man den Film aus komödiantischer Sicht, ist er grandios und bahnbrechend, doch die andere Seite der Medaille ist blutig, eklig und fragwürdig – aber durch diesen Kontrast bezieht Kick-Ass seine Faszination. Kontrastprogramm als Erfolgsgarant!

Fazit: „Die[se] Show ist vorbei, ihr Motherf***er!“ Gut, dass es eine Fortsetzung gibt, denn dieser Scheiß macht süchtig.

UK/US 2010 // Spielzeit: 117 min // Freigegeben ab 16 Jahren

KICK-ASS, um 23:10 Uhr auf VOX.

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