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LIGHTS OUT | Lass lieber das Licht an

Der Horrorthriller LIGHTS OUT erzählt nicht nur die Geschichte einer heimgesuchten Familie, sondern auch die eines Wesens, dass nur bei Dunkelheit sichtbar ist. Gute Absichten? Fehlanzeigen, denn sie ernährt sich von der Angst der Menschen. Also lass lieber das Licht an, außer du hast vor zu sterben.

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© Warner Bros.

Inhalt

Als kleines Kind litt Rebecca (Teresa Palmer) unter schlimmen Ängsten, vor allem, wenn abends das Licht ausgeschaltet wurde. Besonders traumatisch war für sie, nicht unterscheiden zu können, ob die Schreckgestalten in ihrem Zimmer real oder nur eingebildet waren. Als erwachsene Frau ist Rebecca diese Angstzustände nun endlich los, reagiert jedoch alarmiert, als ihr kleiner Halbbruder Martin (Gabriel Bateman) in seinem dunklen Kinderzimmer von ähnlichen Erscheinungen heimgesucht wird. Hängen diese Ereignisse etwa mit ihrem Elternhaus oder gar mit Martins und ihrer gemeinsamen Mutter Sophie (Maria Bello) zusammen? Mit ihrem Freund Bret (Alexander DiPersia) begibt sich Rebecca auf Spurensuche und entdeckt, dass ihre gesamte Familie in höchster Gefahr schwebt – und zwar immer dann, wenn das Licht ausgeht…

Kritik

Die Gelassenheit beim Schauen eines Horrorfilms schwindet bei mir von Jahr zu Jahr. Längst sind die Zeiten vorbei, wo ich mich ohne mit der Wimper zu zucken, der Angst im Film gestellt habe. Mittlerweile gehöre ich zu den Augen-Zudrückern oder den Ich-hab-was-im-Auge-Typen – Hauptsache dem Geschehen für den schlimmsten Augenblick kurz aus dem Weg zu gehen. Nichtsdestotrotz liebe ich das Horrorgenre und die damit einhergehende Faszination, die es auslöst. Es ist die Jagd nach Nervenkitzel und Adrenalin. Vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt, setzen wir uns auch beim Betrachten eines Horrorfilms mit den selben Stress aus. Entscheidend sind die im Nachgang einsetzenden Glücksgefühle. Ein Jackpot der uns nach einer wahren Tortur erwartet. SAWParanormal Activity oder jüngst Conjuring 2 liebe ich, daher musste ich mich als Fanatiker erneut meiner Angst stellen.

LIGHTS OUT ist nichts für Zartbesaitete! Also diejenigen, die ein schwaches Herz oder Blase besitzen, sollten diesen Film bewusst aus den Weg. Dabei ist Lights Out kein Meilenstein, kein innovatives Stückwerk – viel wird aus der Mottenkiste des Horrors gekramt. Doch das tut nicht weh, kostet kaum was und das Ergebnis spricht wirklich für sich. Mit einfachen, schlichten Effekten und dem (fast) Verzicht jeglichen Digital-Schnick-Schnack, inszeniert der schwedische Regisseur Sandberg, dessen Kurzfilm die Grundlage für den Spielfilm war, einen altmodischen und wirklich gruseligen Horror-Schocker. Lights Out spielt mit der Urangst des Menschen vor der Dunkelheit. Das schlechte Blickfeld, die Finsternis, die Ungewissheit was im Nichts auf einen wartet, bringt den Zuschauer an den Rand des Kollaps. Doch es wird auch jene Menschen geben, die dem Film ein müdes Gähn abgewinnen werden, denn nicht jeder Schreckensmoment, zündet gleichermaßen in den Gehirnen der Menschen. Es lässt sich teilweise der nächste Schritt erahnen. Aber das ist schon extravagantes Kritisieren. Das wollen wir nicht, daher konzentrieren wir uns zu guter letzt auf die Darsteller des Films. Der Cast kann sich sehen lassen: Teresa Palmer, Maria Bello oder der kleine Horror-Spezi Gabriel Bateman, der zuvor noch in Annabelle mitgewirkt hatte und sich im Horrorgenre breit macht, tragen mit ihrem Können spür- und sichtbar zur Handlung bei. Sie spielen wirklich gut und bringen allein durch ihr Auftreten, die Angst gut rüber. So ergibt sich in der Summer ein spannender und unterhaltsamer Schocker, der definitiv zu meinen „Most Shocking Moments“ gehört – bis in alle Ewigkeit.

Fazit: Gruselspaß für Horror-Fans. Dieser Film erhält das Prädikat „extrem hart an der Grenze des Herzinfarkts“.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Lights Out
Produktionsland/-jahr:   US 2016
Laufzeit:                81 min
Genre:                   Horror

Regie:                   David F. Sandberg
Drehbuch:                Eric Heisserer
Kamera:                  Marc Spicer 

Kinostart:               4. August 2016
Home Entertainment:      15. Dezember 2016

Verleih:                 Warner Bros.

(Quelle: Warner Bros. DE)

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