LADY BUSINESS

LADY BUSINESS | Die Schönen und das Biest

Glitzer. Glamour. Abgezockt! Regisseur Miguel Arteta schickt in LADY BUSINESS die Comedystars Tiffany Haddish und Rose Byrne in die Höhle der Löwin. Dort wartet Salma Hayek darauf, ihre Beute zu verspeisen.

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© Paramount Pictures Germany

Inhalt

Mia und Mel (Tiffany Haddish und Rose Byrne) sind schon lange beste Freundinnen und leiten ihre eigene kleine Kosmetikfirma, die sie gemeinsam gegründet und aufgebaut haben. Eigentlich könnte alles bestens sein, doch finanziell steht den beiden Unternehmerinnen das Wasser bis zum Hals. Da erweist sich das lukrative Übernahmeangebot der berüchtigten Kosmetikmagnatin Claire Luna (Salma Hayek) als zu verlockend, um es auszuschlagen. Doch obwohl ihr Geschäft auf dem Verkauf von wohlriechenden Produkten basiert, müssen Mia und Mel bald feststellen, dass da etwas ganz gewaltig zum Himmel stinkt …

Kritik

Mein Einsatz ist gefragt, denn LADY BUSINESS (OT: Like a Boss) verdient Aufklärung. Vorweg kurz zu den Rahmenbedingungen: Zwei Frauen wollen das Geschäft ihres Lebens machen, werden aber von einer anderen, bereits mächtigen Frau verarscht. Nun zählt jedes Quäntchen Zusammenhalt und Einfallsreichtum, um auf den hart umkämpften Make-up-Markt zu bestehen. So nun wissen wir alles, was wir wissen müssen. Nun gut, wie so oft ist die Geschichte… gewöhnlich. Tausendfach erzählt und nie ein Meilenstein. Lady Business gewinnt auf den ersten Blick ebenfalls keinen Blumentopf. Alles wirkt überzogen, unlustig und dafür, das Frauen im Mittelpunkt des Films stehen, ist dieser ziemlich frauenunwürdig (frauenfeindlich ist etwas hochgestochen). Doch schafft man es tatsächlich über die überschaubare Distanz von 83 Minuten (das Minimum vom Minimum), so geht einem ein Licht auf – zumindest bei mir ging die „Thomy“-Leuchte auf. Der ganze Film wird aufgrund seiner Signale, die er sendet, missverständlich aufgefasst. Dabei lohnt sich genaueres hinsehen.

Allein die Figur Claire Luna – herrlich verschauspielert von Salma Hayek – ist der Inbegriff einer Führungspersönlichkeit, die an der Spitze eines Make-up-Konzerns sitzt. Hinterhältig, übergriffig und komplett deplatziert – eigentlich. Dabei ist es jene Figur, für die der Film steht: Parodie. Der ganze Film von A bis Z nimmt sich selbst nicht ernst. Auch wenn er phasenweise schmerzt, so könnte er in Ansätzen auch von den Kollegen von Saturday Night Live stammen. Eine Flut an Überspitzungen und Verfehlungen mit den freshen Esprit einer aufstrebenden Tiffany Haddish und dem britischen Einschlag einer Rose Byrne lebt der Film an der Grenze des guten Geschmacks, landet aber für die Zuschauer, die ohne Erwartungen eine Komödie ansehen, einen Gag-Hit nach dem anderen. Ich habe mich gekugelt und fühle mich in Anbetracht der Marschrichtung und des vermeintlichen Rückschritts der Emanzipation, dennoch gut und legal unterhalten. Es ist bei Lady Business ein für und wieder, und am Ende ist er doch besser als erwartet. Stumpf, aber liebevoll-lustig.

Fazit: Durchaus ein Kandidat für die „Goldene Himbeere“, aber auch die, ist ein Preis und kein Garant für eine Bruchlandung an den Kinokassen. Lady Business ist eine einfach gestrickte Parodie auf die Multi-Millionen-Konzerne, die uns weiß machen wollen, dass ihr Produkte weder an Tieren getestet wurden, noch irgendwelchen Krebs hervorrufen werden. Nicht immer glücklich in seiner Wortwahl, aber über weite Strecken humorvoll und auch ein bisschen böse.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Like a Boss
Produktionsland/-jahr:   US 2020
Laufzeit:                83 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Miguel Arteta
Drehbuch:                Sam Pitman, Adam Cole-Kelly
Kamera:                  Jas Shelton

Kinostart:               12. März 2020
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Paramount Pictures Germany

(Quelle: ParamountPicturesGER)

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