GIRL LOST: A HOLLYWOOD STORY | Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten

GIRL LOST: A HOLLYWOOD STORY bietet einen schockierenden und unzensierten Einblick in die Sexindustrie, die sich hinter der Glitzerfassade Hollywoods befindet.

.INHALT.

Die Teenagerin Hope (Moxie Owens) wird von ihrer ehemaligen Babysitterin Paige (Cody Renee Cameron) überredet, von zu Hause auszureißen und eine Modelkarriere in L.A. zu starten. Doch die vermeintliche Modelagentur, die von Paige und ihrer Geschäftspartnerin geleitet wird, entpuppt sich als Falle, um junge Mädchen in die Sexarbeit zu locken. Was mit einem harmlosen Aktfotoshooting beginnt, führt schon bald in die Zwangsprostitution. Auch die junge alleinerziehende Mutter „Baby Girl“ (Psalms Salazar) sieht sich genötigt, ihren Körper zu verkaufen, da ihr wegen ausstehender Mieten die Obdachlosigkeit droht. In diesem Strudel aus Drogen, Gewalt und sexueller Ausbeutung kreuzen sich die Wege der beiden jungen Frauen. Gibt es ein Entkommen?

© Busch Media Group

.KRITIK.

Die Jagd nach Glanz und Gloria hat viele junge Frauen in den Abgrund gerissen. Auf dem Weg zum Erwachsenen stellt man sich viele Fragen, was man mit seinem Leben anfangen möchte. Welche Karriere man verfolgen möchte – ohne dabei die Konsequenzen zu bedenken. Sicherlich kann der Gang ins Modelbusiness auch gut gehen, ist aber dennoch mit einem hohen Preis verbunden. Doch die meisten Mädchen steuern geradewegs in die falschen Hände. Bestärkt durch zweifelhafte Befürworter. Es wird ausschließlich der Himmel beschrieben, dabei wachen die meisten in der Hölle auf. Modeln ist ein breitgefächerter Begriff und umfangreiches Tätigkeitsfeld. Die Catwalks dieser Welt sieht nur ein Bruchteil. Stattdessen wartet der Strich oder die Pornoindustrie.

Dieses Schicksal ereilt auch Hope. Die 17-Jährige wird ermutigt den fragwürdigen Schritt in die Modelbranche zu gehen. Völlig verblendet und willenlos gibt sich Hope ihrem Schicksal hin. Wie schnell also dieser Weg in den Schatten der Traumfabrik passieren kann, zeigt GIRL LOST: A HOLLYWOOD STORY. Mit Sicherheit kein unverfänglicher Film. Lasst Euch nicht vom Cover täuschen, denn hier steckt keine 0815-Erotik-Produktion hinter, auch wenn der erste Eindruck was anderes sagt. Schnell wird aber deutlich, hier steckt weitaus mehr drin. Kein komplett unzensierter Einblick und auch was Motivationen und Absichten der Darsteller angeht, lässt sich im Detail streiten. ABER: zeigt das Drama klar und deutlich die Probleme auf, die scheinbar keiner zu stoppen vermag.

Insgesamt ist Girl Lost: A Hollywood Story erschreckend und authentisch. Diese Geschichte ereignet sich wahrscheinlich jeden Tag. Wie die Hauptdarsteller damit umgehen, ist zudem sehr stark und bedrückend. Man weiß schnell, woran man ist und was für Gräben sich auftun. Den Film allein auf seine Erotik und Pornografie zu reduzieren, hat er nicht verdient. Das Gefühl, welches vermittelt wird, ist mehr wert. Wenig überraschend, aber dafür umso tiefgründiger und schockierender.

.FAZIT.

Die Schattenseiten der Traumfabrik schonungslos aufgearbeitet. Wahrscheinlich nicht der gänzlich unzensierter Blick, wie angekündigt, aber nicht minder glaubhaft und pikant. Girl Lost: A Hollywood Story zeigt wirklich viel und damit erfüllt er seine Aufgabe mehr als bravourös – nicht zuletzt auch wegen toller Darsteller.



OriginaltitelGirl Lost: A Hollywood Story
Produktionsland/-jahrUSA 2020
Laufzeit90 min
GenreDrama, Erotik
RegieRobin Bain
DrehbuchRobin Bain
KameraMichael Pizzoli, Riz Story
Kinostart
Home Entertainment21. Januar 2022
VerleihBusch Media Group

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