Nicolas Cage und Joel Kinnaman in einer hoch explosiven Mischung aus Chaos und Nervenkitzel. SYMPATHY FOR THE DEVIL ist ein Katz-und-Maus-Spiel vor nächtlicher Neonlicht Kulisse, das euch mit genialen Dialogen und Hochspannung alles abverlangen wird.
.INHALT.
Auf dem Weg ins Krankenhaus zu seiner hochschwangeren Frau beginnt für einen werdenden Vater (Joel Kinnaman) eine wahrhaft diabolische Odyssee: Ein mysteriöser Fremder (Nicolas Cage) steigt ungebeten in sein Auto und bedroht ihn mit einer Waffe. Vor der schillernden Kulisse von Las Vegas zwingt der mysteriöse Fahrgast ihn in ein teuflisches Spiel, das niemand gewinnen kann, und bei dem nichts so ist, wie es scheint.
.KRITIK.
Nicolas Cage ist und bleibt der B-Movie-Meister. Kaum ein anderer Schauspieler hat in diesem Bereich so viele Filme gemacht wie er. Dabei war es stets eine Gratwanderung zwischen Gut und Böse. Aber eins muss man ihm lassen: er polarisiert mit seinem Schauspiel, was sich irgendwo zwischen extrem talentiert und komplett drüber präsentiert. Aber ist und bleibt ein Schauspieler von großer Beliebtheit und Strahlkraft. Und daher gehöre ich definitiv zur Fraktion, die gerne und viel seine Filme schaut. So führt folglich auch kein Weg an SYMPATHY FOR THE DEVIL vorbei.
Wie immer bin ich ohne große Erwartungen oder Hoffnungen in den Film gegangen. Ich dachte mir wie so oft, es würde nur ein weiterer typischer „Nicolas Cage spielt Nicolas Cage in einem Nicolas-Cage-Film“ sein. Dennoch muss ich sagen, dass Autor Luke Paradise ein recht interessantes Drehbuch auf die Beine gestellt, welches er kurzweilig und spannend ausgearbeitet hat. Regisseur Yuval Adler versteht es zudem, dieses Skript zu adaptieren und den spannenden Geist aus der Flasche zu lassen. Ich wurde über die gesamten 90 Minuten, angemessen unterhalten. Mit Sicherheit lässt sich über Cages Overacting streiten, aber es ist schon erstaunlich, wie er damit einen Film am Leben erhält. Es ist eben sein Ding und dafür lieben wir ihn auch.
Die Handlung lässt das Publikum im Dunkeln und der Zuschauer bekommt genügend Raum für Spekulationen. Es wird nicht gleich ersichtlich, wer oder was da gerade ins Auto gestiegen ist und was der Fremde vom Mann am Steuer will. So bleibt der Film lange undurchschaubar und ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel entfaltet sich. Es ist trotz vieler verwandter Motive als nicht sonderlich generisch. Er hat Spaß gemacht, ist nicht zu lang oder zu kurz, und bietet viel Platz für das eine oder andere „Wow“.
.FAZIT.
Einer dieser Film mit Nicolas Cage, der sich mal wieder als Wundertüte entpuppt. Einmal mehr zwischen langweilig und spannend, spielen hier Nicolas Cage und Joel Kinnaman alle anderen an die Wand. Auch wenn der Film nicht immer ganz logisch oder nachvollziehbar erscheint, so hat er seine Momente. Kurzweilig ja, aber absolut sehenswert? Eher was für wahre Cage-Fans, die hier voll auf seine Kosten kommen werden.
| Originaltitel | Sympathy for the Devil |
| Produktionsland/-jahr | USA 2023 |
| Laufzeit | 90 min |
| Genre | Action, Thriller |
| Regie | Yuval Adler |
| Drehbuch | Luke Paradise |
| Kamera | Steven Holleran |
| Kino | – |
| Home Entertainment | 24. November 2023 |
| Verleih | DCM |

