THE BRICKLAYER | Action-Spektakel mit Spachtel und Kelle

Mit THE BRICKLAYER – TÖDLICHE GEHEIMNISSE schuf Regisseur und Genre-Experte Renny Harlin eine nervenaufreibende Mischung aus „John Wick“ und „The Equalizer“, der leider nicht alle Erwartungen erfüllt.

.INHALT.

Ein abtrünniger Aufständischer erpresst die CIA, indem er ausländische Journalisten ermordet und es so aussehen lässt, als sei der Geheimdienst dafür verantwortlich. Als andere Nationen beginnen, sich gegen die USA zu wenden, muss die CIA ihren besten und eigensinnigsten Mitarbeiter aus dem Ruhestand reaktivieren. Steve Vail (Aaron Eckhart) soll mit seinen tödlichen Fähigkeiten den Namen der Agency wieder reinwaschen. Zusammen mit seiner neuen Partnerin Kate (Nina Dobrev) muss er sich seiner dunklen Vergangenheit stellen und eine internationale Verschwörung aufdecken.

©️ EuroVideo Medien

.KRITIK.

Jason Statham als The Beekeeper war schon wild. Völlig absurd und an den Haaren herbeigezogen, aber unfreiwillig komisch und mega unterhaltsam. Und wenn ihr glaubt, dass kann man nicht toppen… puh. Action-Fachmann Renny Harlin, der schon so einige Perlen auf die große Leinwand gezaubert hat (u.a. Stirb langsam 2 oder Cliffhanger) hat sich nun „kleineren“ Filmen verschrieben – ohne aber dabei auf brachiale Action verzichten zu müssen. Und was bietet sich für eine Hanebüchen Geschichte am besten an: Aaron Eckhart als Maurer mit CIA-Vergangenheit.

Um ehrlich zu sein, bei einem Actionfilm der als Direct-to-DVD erscheint, hätte ich Schlimmeres erwartet. THE BRICKLAYER hat seine Probleme (dazu gleich mehr), aber denkt man sich das alles mal ein bisschen weg, so sieht der Film professionell aus und wirkt im Großen und Ganzen auch sehr dynamisch.

Es war schön, Aaron Eckhart mal wieder in einem Film zu sehen. Man muss ja sagen, um ihn ist es arg ruhig geworden und die besten Zeiten liegen auch lange hinter ihm. Aber der Mann hat ein Talent, was einfach zu wenig gefördert wird. Wenn das Drehbuch schlecht ist, was soll dann ein Schauspieler mit anfangen? Und ebenso überrascht hat mich eine bezaubernde Nina Dobrev, die sich durchaus auch mal intensivere Charakterrollen zutrauen könnte. Sie besitzt alle Qualitäten dafür. So schwimmt sie eher im B-Movie-Bereich herum, taucht ab und an mal bei Netflix oder Amazon Prime in einer Eigenproduktion auf, aber mehr ist da auch nicht. Es darf aber da gerne mehr sein.

Also was haben wir: zwei sympathische Hauptdarsteller und ein gut gedrehter und halbwegs professionell aussehender Film. Dem gegenüber steht ein äußerst schwieriges Drehbuch, was den Gesamteindruck massiv trübt. Die Geschichte ist sehr klischeehaft, sehr nach Schema F und wo ist der Nervenkitzel? Das haben wir schon tausendmal gesehen. Zu vorhersehbar und ohne wirkliche Abwechslung – dies macht absolut kein Spaß… inhaltlich. Aber unterm Strich reißt das Optische hier auch nicht mehr viel raus, so schön wie der Film auch anzusehen ist. Maximal seine unfreiwillige Komik kann hier noch punkten. Aber dafür ist er eigentlich nicht gemacht worden.

.FAZIT.

Klischees am Fließband, eine dünne Story und wenig Neues: The Bricklayer hat Potential, aber Renny Harlin holt dieses kaum zum Vorschein. So wirkt alles nach Schema F. Immerhin können Aaron Eckhart und Nina Dobrev sowie der restliche Cast (hier tauchen große Namen auf: Clifton Collins Jr., Veronica Ferres oder Tim Blake Nelson auf) können Abhilfe leisten. Hinzu gesellt sich eine durchaus solide Inszenierung mit schönen Actionsequenzen. Aber leider hat mich das alles nicht wirklich vom Hocker gehauen.



OriginaltitelThe Bricklayer
Produktionsland/-jahrUSA 2023
Laufzeit110 min
GenreAction, Thriller
RegieRenny Harlin
DrehbuchHanna Weg, Matt Johnson
KameraMatti Eerikäinen
Kino
Home Entertainment18. April 2024
VerleihEuroVideo Medien

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