Ein Apartmentblock, unzählige Gangster, ein Haufen Elitecops und Shootingstar Iko Uwais als Mensch gewordene Waffe, welche die Grenzen von Physik und Schmerzempfindlichkeit aus den Angeln zu heben scheint: THE RAID – das kommt dabei heraus, wenn man das knüppelharte US-Actionkino der 80er-Jahre, die gefeierte Ballistikchoreografie eines John Woo und die Martial-Arts-Artistik eines Tony Jaa kombiniert.
.INHALT.
Es klingt alles ganz einfach: Als neues Mitglied eines verdeckt operierenden Sondereinsatzkommandos soll Rama (Iko Uwais) einen brutalen Drogenbaron in dessen heruntergekommenen fünfzehnstöckigen Apartmentblock stellen und dingfest machen. Aber nicht alles ist so, wie es scheint: Die Führung der Eliteeinheit verfolgt anscheinend ihre eigenen Ziele mit dem Einsatz, während der Kopf des Kartells offenbar längst auf die Angreifer gewartet hat. Als seine Wachen die Operation gleich zu Beginn auffliegen lassen, bricht in dem Gebäude die Hölle los.
.KRITIK.
In Gareth Evans‘ Meisterwerk THE RAID verschmelzen adrenalingeladene Kampfszenen mit atemberaubender Choreografie zu einem wahren Action-Feuerwerk. Der indonesische Actionfilm katapultiert die Zuschauer in die düsteren Tiefen eines heruntergekommenen Hochhauses, das von einem skrupellosen Drogenbaron kontrolliert wird. Doch was als routinemäßiger Polizeieinsatz beginnt, entwickelt sich schnell zu einem gnadenlosen Kampf ums Überleben.
Die Handlung ist knapp, aber präzise. Ein Spezialeinheit soll das Gebäude infiltriert, das bis unter das Dach mit allerhand kriminellen Abschaum gefüllt ist, um den gefürchteten Drogenlord zu verhaften. Doch schnell gelangt die Spezialeinheit um Mitglied Rama an ihre Grenzen. Die Mission scheitert und die Situation gerät außer Kontrolle. Nun muss Rama, gespielt von dem charismatischen Iko Uwais, all seinen Mut zusammennehmen und seine Fähigkeiten auf eine Weise einsetzen, die jenseits aller Vorstellungskraft liegt. Die Handlung ist dabei nur Mittel zum Zweck… der Rahmen für einer der besten Actionfilme, die ich je gesehen habe.
Jede Kampfszene ist ein wahrer Genuss. Die Choreografie ist makellos, die Bewegungen fließen nahtlos ineinander über und die Kameraarbeit fängt jede kraftvolle Bewegung in atemberaubenden Nahaufnahmen ein. Von Faustkämpfen über Messerduelle bis hin zu Schießereien – The Raid bietet eine Vielzahl von Kampfstilen und lässt keine Wünsche offen.
Doch was den Film wirklich von anderen Actionfilmen abhebt, ist seine Intensität. Die Spannung steigt von Anfang an unaufhaltsam an und lässt die Zuschauer bis zum Schluss nicht mehr los. Jeder Schlag, jeder Schuss, jeder Moment der Ruhe wird mit einer Intensität inszeniert, die einen förmlich an den Bildschirm fesselt. Man spürt förmlich die Anstrengung und den Schmerz der Charaktere und fiebert mit ihnen mit, während sie gegen alle Widrigkeiten kämpfen.
.FAZIT.
Dieser Film ist nichts für Weicheier: The Raid ist ein wahrer Triumph des indonesischen Actionkinos und ein Muss für alle Fans des Genres. Mit seiner brachialen Action, seiner packenden Spannung und seinem visuellen Spektakel setzt der Film neue Maßstäbe und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Wer auf der Suche nach einem Adrenalinkick der Extraklasse ist, sollte sich dieses Meisterwerk nicht entgehen lassen. Aber aufgepasst: Der Film spart nicht an Blut und Knochenbrüche!
| Originaltitel | Serbuan maut |
| Produktionsland/-jahr | Indonesien, Frankreich, USA 2011 |
| Laufzeit | 101 min |
| Genre | Action, Thriller, Krimi |
| Regie | Gareth Evans |
| Drehbuch | Gareth Evans |
| Kamera | Matt Flannery, Dimas Imam Subhono |
| Kino | 12. Juli 2012 |
| Home Entertainment | 25. Januar 2023 |
| Verleih | EuroVideo Medien |

