In diesem zügellosen und verdorbenen Musical – DICKS: DAS MUSICAL – von Comedy-Legende Larry Charles überzeugen neben Aaron Jackson und Josh Sharp Ikonen wie Megan Thee Stallion, Nathan Lane, Megan Mullally und Bowen Yang als Gott.
.INHALT.
Zwei selbstverliebte Top-Manager (Aaron Jackson & Josh Sharp) entdecken, dass sie lang getrennte, eineiige Zwillinge sind und planen, ihre exzentrischen, geschiedenen Eltern Evelyn (Megan Mullally) und Harris (Nathan Lane) wieder zusammen zu bringen. Beinahe um jeden Preis… und sicher um keine Provokation verlegen und immer eine passende Performance parat.
.KRITIK.
Es gibt Filme, die versuchen, die Grenzen des guten Geschmacks zu erweitern – und dann gibt es DICKS: DAS MUSICAL, der mit Anlauf über diese Grenzen hinweg springt, während er mit einem breiten Grinsen und einer absurden Musicalnummer nach der anderen auf den Lippen alle Regeln des Kinos schreddert.
In dieser vollkommen durchgeknallten Gesangsorgie treffen wir auf zwei selbstverliebte Top-Manager (verkörpert von Aaron Jackson und Josh Sharp), die nicht nur ihre Entdeckung als lang getrennte eineiige Zwillinge feiern, sondern auch sofort beschließen, ihre ebenso durchgeknallten Eltern wieder zusammenzubringen. Warum? Weil es absurd ist. Weil es provokant ist. Und weil sie es einfach können.
Unter der Regie von Comedy-Legende Larry Charles – ja, der Typ hinter Seinfeld und Borat – entfaltet sich ein Film, der so unverschämt und schamlos daherkommt, dass man sich unweigerlich fragt, ob man gerade einen Albtraum oder das beste Comedy-Musical in Filmformat aller Zeiten erlebt. Aber Moment, es gibt noch mehr: Megan Thee Stallion als eine musikalisch mordsmäßige Erscheinung, Nathan Lane als exzentrischer Vater, Megan Mullally als schräge Mutter und – als Sahnehäubchen – Bowen Yang als… GOTT. Ja, richtig gehört. Gott. Und das in einer Inszenierung, die irgendwo zwischen Musical-Delirium und Groteske angesiedelt ist.
Die Lieder sind so skurril und überzogen wie die Handlung selbst. Sie sind frech, unverschämt, manchmal ein bisschen eklig, und immer – wirklich immer – gnadenlos komisch (sofern man sich drauf einlässt). Sie verleihen dem Film eine durchgeknallte Dynamik, die man einfach nicht ignorieren kann. Aber Achtung: Dieser Film ist nichts für schwache Nerven oder Menschen mit einem empfindlichen Geschmackssinn. Hier wird geflucht, provoziert, sexualisiert und alles durch den Kakao gezogen, was irgendwie heilig oder profan ist.
Dicks: Das Musical ist ein Film, den man entweder lieben oder hassen wird – aber langweilen wird er niemanden. Er ist eine unverblümte, respektlose und überbordende Satire auf so ziemlich alles, was in der Welt des Musicals heilig ist. Ein Werk, das sich lustvoll im Chaos suhlt und dabei so viel Spaß hat, dass man einfach mitmachen muss.
.FAZIT.
Dicks: Das Musical ist DER Trip in eine abgedrehte Welt, der mit nichts anderem vergleichbar ist. Perfekt für diejenigen, die das absurde, das Groteske und das schlichtweg Wahnwitzige feiern. Also, Gürtelschnallen anlegen und bereit sein für ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird – egal, ob man will oder nicht.
| Originaltitel | Dicks: The Musical |
| Produktionsland/-jahr | USA 2023 |
| Laufzeit | 86 min |
| Genre | Musical, Komödie |
| Regie | Larry Charles |
| Drehbuch | Aaron Jackson, Josh Sharp |
| Kamera | Michelle Lawler |
| Kino | – |
| Home Entertainment | 13. September 2024 |
| Verleih | SquareOne Entertainment |

