DON’T BUY THE SELLER | Es fing ganz harmlos an…

DON’T BUY THE SELLER ist ein spannungsgeladener südkoreanischer Thriller, der mit einer einfachen Prämisse beginnt und sich schnell zu einem nervenaufreibenden Katz-und-Maus-Spiel entwickelt. Regisseur Park Hee-kon liefert eine atmosphärisch dichte und psychologisch vielschichtige Geschichte, die sich immer tiefer in die Abgründe eines psychopathischen Verstandes gräbt.

.INHALT.

Eine junge Frau gerät durch eine Kleinanzeige in tödliche Gefahr! Beim Kauf einer gebrauchten Waschmaschine erhält Soo-hyun (Shin Hae-sun) ein defektes Gerät. Weil der Verkäufer nicht reagiert, zeigt sie ihn verärgert bei der Polizei an. Sie ahnt nicht, dass sie sich mit einem psychopathischen Serienmörder angelegt hat und nun um ihr Leben fürchten muss.

©️ Busch Media Group

.KRITIK.

Wenn es um Filme aus Asien geht, dann für meist kein Weg an Südkorea vorbei. Aber nicht erst seit dem wahnsinnigen Erfolg der Netflix-Produktion Squid Game spielt das Land ganz weit vorne mit. Diverse Serien und Filme haben den Weg auf sich genommen, um weltweit für Begeisterung zu sorgen. Dabei sind es vor allem Horror und Thriller in denen südkoreanische Filmemacher für mächtig Furore sorgen. Darunter darf man gerne auch Park Hee-kons DON’T BUY THE SELLER zählen.

Der Film thematisiert die unheimlichen Folgen eines scheinbar harmlosen Online-Gebrauchtwarenkaufs. Die Protagonistin, Soo-hyun (gespielt von Shin Hye-sun), kauft eine gebrauchte Waschmaschine, die ihre besten Jahre schon lange hinter sich hat und dementsprechend nicht mehr funktioniert. Als sie versucht, den Verkäufer zur Rechenschaft zu ziehen, beginnt eine albtraumhafte Serie von Ereignissen: Sie wird von einem psychopathischen Serienmörder verfolgt, der sie ins Visier nimmt.

Die Handlung des Films eskaliert rasch, als Soo-hyun nach dem Kauf auf mysteriöse Weise bedroht wird. Ihr Alltag wird von unheimlichen Anrufen, falschen Lieferungen und bedrohlichen Fremden, die vor ihrer Tür auftauchen, zunehmend zerstört. Dabei spielt der Film gekonnt mit der Angst vor digitalen Identitätsdiebstahl und der Anonymität des Internets. Die Polizei, hier als weitgehend ineffektiv dargestellt, kann nur wenig tun, um Soo-hyun zu schützen, was die Spannung und Verzweiflung der Protagonistin verstärkt – und mit Sicherheit den einen oder anderen, der eine solche Situation vielleicht schon selbst erlebt hat, triggern.

Während Shin Hye-suns Darstellung einer Frau in Todesangst äußerst glaubhaft und löblich ist, offenbart die Handlung vielerorts eine gewisse Unlogik. Insbesondere die Passivität der Polizei und einige fragwürdige Entscheidungen der Charaktere kann man hier als Beispiel heranziehen. Dies mag durchaus vorkommen, hat mich aber dieses Vorgehen sehr wütend gemacht. Und ich werde da wohl nicht der einzige sein. Dennoch schafft der Film es, eine düstere und beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die Fans des Thrillers bis zum Ende fesselt.

.FAZIT.

Don’t Buy The Seller ist nicht nur klassische Spannung, sondern auch eine warnende Botschaft über die Gefahren des digitalen Handels und wie schnell das Alltägliche in tödlichen Schrecken umschlagen kann. Park Hee-kon schafft es hier durchaus glaubhaft ein Szenario zu kreieren, dass näher an der Realität ist, als man denkt.



OriginaltitelTarget
Produktionsland/-jahrSüdkorea 2023
Laufzeit101 min
GenreKrimi, Mystery, Thriller
RegiePark Hee-kon
DrehbuchPark Hee-kon, Dong-hoo Kim
KameraBaek Yoon-seok
Kino
Home Entertainment5. September 2024
VerleihBusch Media Group

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