Sie standen sich so nah wie Brüder und haben das Schicksal von Cybertron für immer verändert: TRANSFORMERS ONE erzählt die Geschichte von OPTIMUS PRIME und MEGATRON, die einst engste Vertraute und Freunde waren und die man heute nur noch als Todfeinde kennt.
.INHALT.
Einst waren sie beste Freunde: die Transformers Orion Pax (Optimus Prime) und D-16 (Megatron). Sie standen auf ihrem Heimatplaneten Cybertron bedingungslos füreinander ein. Als die beiden in einen Konflikt mit ihrem Anführer Sentinel Prime verwickelt werden, wendet sich das Blatt: Sie werden zu erbitterten Feinden, die in einem actiongeladenen Showdown das Schicksal der Transformers entscheiden …
.KRITIK.
Sonderlich viel hat Josh Cooley in seiner Karriere nicht auf die große Leinwand gebracht. Das wohl bekannteste Werk ist hier A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando. Ansonsten war Cooley vor allem als Synchronsprecher und Drehbuchautor bei Disney unterwegs. Nun setzt man den für Hollywood-Verhältnisse recht unerfahrenen Cooley als Regisseur auf ein Prestige-Projekt. Man hat ihn quasi damit beauftragt, eine unlösbare Aufgabe zu lösen: das Transformers-Franchise zu altem Glanz zu verhelfen. Und dieser mit viel Risiko behaftete Schritt zahlt sich tatsächlich aus.
Josh Cooleys TRANSFORMERS ONE ist wie der Moment, in dem man ein altes Spielzeug wiederfindet und plötzlich feststellt, dass es viel mehr kann, als man in Erinnerung hatte. Der Film katapultiert die Zuschauer zurück zu den Ursprüngen der Transformers-Saga – und das diesmal ganz ohne Menschen. Stattdessen bekommen wir das volle Paket Roboter-Bromance, direkt auf Cybertron.
Im Mittelpunkt steht die Freundschaft – oder besser gesagt die tragische Freundschaft – zwischen Orion Pax (bald bekannt als Optimus Prime) und D-16 (später Megatron). Diese beiden Blech-Bros starten als unzertrennliche Freunde, aber am Ende bekommt das Ganze mehr Game of Thrones-Vibes als erwartet. Man könnte fast sagen, dass man hier mitfühlt – mit Robotern! Cooley hat es geschafft, der Beziehung eine Schwere und emotionale Tiefe zu verleihen, die sich wie eine Geschichte von Kain und Abel anfühlt, aber eben ohne dass es übertrieben wirkt. Oft wirken Prequels oder „Back-to-the-Roots“-Filme zu einfarbig und gewollt. Meist dienen sie dazu, ein fast schon auserzähltes Franchise so auszufüllen, dass man daraus irgendwie noch Profit schlagen kann. Aber bei Transformers One hat das von Vorne bis Hinten Hand und Fuß. Man nimmt sich Zeit für die Anfänge eine Freundschaft und den Aufbau zu einer epischen Feindschaft. Gespickt wird dies mit viel Action und Drama, aber vor allem mit ganz viel gut platzierten Humor. So hält sich alles die Waage und es macht einfach nur Spaß.
Die Animation ist cool und die Actionszenen sind, wie zu erwarten, spektakulär – Metall auf Metall in perfektem Einklang. Doch was Transformers One wirklich von den bisherigen Filmen abhebt, ist sein Verständnis für die Charaktere und ihre Wesenszüge. Besonders Megatron, dessen langsamer moralischer Verfall fast schon Shakespeare-Qualitäten erreicht, stiehlt hier vielen die Show. Es ist mehr als nur ein weiteres Kapitel in der Transformers-Reihe: es ist ein echter Ursprungsmythos.
.FAZIT.
Transformers One ist die perfekte Balance zwischen Fanservice und Innovation. Es ist ein actiongeladener Blockbuster, ja, aber er enthält mehr Substanz und emotionale Tiefe, als man von einem Film über die außerirdischen Roboter erwarten würde. Cooley hat eine Cybertron-Geschichte geschaffen, die nicht nur die Augen, sondern auch das Herz anspricht.
| Originaltitel | Transformers One |
| Produktionsland/-jahr | USA 2024 |
| Laufzeit | 104 min |
| Genre | Animation, Komödie, Action, Science-Fiction |
| Regie | Josh Cooley |
| Drehbuch | Andrew Barrer, Gabriel Ferrari |
| Kamera | Christopher Batty |
| Kino | 10. Oktober 2024 |
| Home Entertainment | 12. Dezember 2024 |
| Verleih | Paramount Home Entertainment |

