KNOCK KNOCK KNOCK | Der schmale Grat zwischen Realität und Wahnsinn

In seinem Kinodebüt KNOCK KNOCK KNOCK führt der französische Regisseur Samuel Bodin, bekannt durch die erfolgreiche Netflix-Serie „Marianne“, sein Publikum durch einen packenden Horrorthriller nach Motiven von Edgar Allan Poe.

.INHALT.

Es ist der ultimative Albtraum für jedes Kind: Der achtjährige Peter (Woody Norman) wird jede Nacht von einem unheimlichen Klopfen hinter den Wänden seines Zimmers aus dem Schlaf gerissen. Seine Eltern (Lizzy Caplan und Antony Starr) behaupten jedoch, er würde sich die seltsamen Geräusche nur einbilden. Einzig und allein seine Klassenlehrerin (Cleopatra Coleman) scheint Peter zu glauben und versucht ihm Mut zu machen. Als der verängstigte Junge beginnt, dem Ursprung des Klopfens auf den Grund zu gehen, entdeckt er, dass seine Eltern ein schreckliches Geheimnis vor ihm verbergen.

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.KRITIK.

KNOCK KNOCK KNOCK, zeigt Samuel Bodins Fähigkeit, mit atmosphärischem Horror und psychologischer Tiefe zu spielen. Die Handlung folgt Jessica und Mark (gespielt von Lizzy Caplan und Anthony Starr) sowie ihrem Sohn Peter (Woody Norman), die in einem heruntergekommenen Haus einen Neuanfang wagen. Schnell werden sie jedoch von unheimlichen Vorkommnissen und mysteriösen Klopfgeräuschen heimgesucht, die den schmalen Grat zwischen Realität und Wahn verschwimmen lassen.

Bodins Regie schafft eine dichte, düstere Atmosphäre, die weniger auf Schockeffekte setzt und stattdessen durch psychologische Spannung überzeugt. Die verstörenden Klopfgeräusche und der desolate Zustand des Hauses sind subtil, aber effektiv.

Der Film greift klassische Haunted-House-Elemente auf, verleiht ihnen aber durch clevere Wendungen und die ungewisse Natur der Bedrohung eine erfrischende neue Perspektive. Auch die Frage, ob das Grauen übernatürlicher oder psychologischer Natur ist, hält sich wacker und gibt dem Film eine zusätzliche Dimension.

Ein weiterer Pluspunkt ist die atmosphärische Kameraarbeit, die jede Szene durch gezielte Licht- und Schattenspiele intensiviert. Der Horror liegt nicht im Offensichtlichen, sondern in den ungesagten Momenten – eine Taktik, die Fans von subtilen, psychologischen Thrillern begeistern wird. Für mich das größte Problem bildet das Ende, was dem Film ein wenig seinen Reiz nimmt und wie ich gelesen habe, bei vielen Zuschauern sauer aufstoßen ließ. Ich gehöre zur Kategorie „Das Ende eines Films bestimmt, wie gut er schließlich ist“ und da muss ich hier doch einige Punkte abziehen – mehr möchte hier nicht verraten.

.FAZIT.

Knock Knock Knock ist ein feines Highlight des modernen Horror-Genres, das mit überzeugenden Schauspielern, intelligenten Wendungen und einer dichten, bedrohlichen Atmosphäre punktet. Aber leider mit seinem Ende viel kaputt macht. Aber man kann darauf aufbauen und gerade zu Halloween hier beherzt zugreifen.



OriginaltitelCobweb
Produktionsland/-jahrUSA, Bulgarien 2023
Laufzeit88 min
GenreMystery, Horror, Thriller
RegieSamuel Bodin
DrehbuchChris Thomas Devlin
KameraPhilip Lozano
Kino1. Mai 2024
Home Entertainment4. Oktober 2024
VerleihTOBIS

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