Schräges und blutiges Creature Feature mit drastischem Body-Horror: CREEPY CRAWLY geht buchstäblich unter die Haut. In einem Quarantäne-Hotel bricht die Hölle los, als eine Invasion von Hundertfüßern über die Bewohner herfällt.
.INHALT.
Die beiden Brüder Fame (Chanya McClory) und Phil (Benjamin Joseph Varney) werden in einem Hotel in Thailand unter Quarantäne gestellt, als sie bemerken, dass Gäste auf unerklärliche Weise verschwinden. Die Vorfälle lassen sie an eine lokale Sage denken, nach der ein Monster in der Region leben soll, das seine Gestalt verändern und das Aussehen jedes Gastes annehmen kann. Sie begeben sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Vorkommnissen.
.KRITIK.
CREEPY CRAWLY ist genau der Film, den man für einen trashigen Horrorfilmabend sucht: blutig, absurd und voller Kreaturen, die man sich nur im Albtraum wünscht. Die Story könnte kaum passender für eine B-Movie-Perle sein – ein Quarantäne-Hotel mitten in der COVID-19-Zeit, das von monströsen, besitzergreifenden Tausendfüßern heimgesucht wird, die Gäste in halb-menschliche, halb-insektenartige Bestien verwandeln.
Das Regie-Duo Chalit Krileadmongkon und Pakphum Wongjinda setzen auf eine klassische „Creature Feature“-Formel, kombiniert mit einer chaotischen Mischung aus Horror und schwarzem Humor. Während die Handlung wenig Überraschendes bietet, entfaltet sie ihren Charme in der übertriebenen Darstellung des Grauens und in unzähligen schrägen Momenten, die fast schon Kultcharakter haben. Die CGI-Effekte wirken zwar nicht immer fließend, aber gerade das verleiht dem Film seine kuriose Atmosphäre. Besonders das Design des „Main Monsters“, eine albtraumhafte Kreatur mit Venom-ähnlichen Eigenschaften, sorgt für reichlich Gänsehaut-Momente, auch wenn es bei genauerem Hinsehen manchmal etwas (zu) unecht wirkt.
Die Charaktere sind ein bunter Haufen, der sich durch eine Mischung aus oberflächlichen Dramen und bissigen Kommentaren auszeichnet – hier ist jeder für sich irgendwie nervig und doch unterhaltsam. Figuren wie der auf Meeresfrüchte allergische Leo und die blutgeschädigte Tevika sorgen für zusätzliche skurrile Elemente, und die blutigen Kämpfe mit den mutierten „Wesen“ sind herrlich überdreht. Mit seiner düsteren Farbgebung und einer engen, unbehaglichen Kulisse wirkt das Hotel wie der Ort für ein Kammerspiel, das Fans von Klassikern wie Alien oder Das Ding aus einer anderen Welt gefallen könnte.
.FAZIT.
Insgesamt ist Creepy Crawly ein unterhaltsamer Trashfilm, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt und ideal für einen lockeren Halloween-Abend ist – perfekt also für Fans von ausgefallenem Creature-Horror und B-Movie-Humor! Wenn man die CGI und klischeehaften Charaktere akzeptiert, wartet ein schräges, blutiges Vergnügen mit Lachgarantie auf Euch.
| Originaltitel | The One Hundred |
| Produktionsland/-jahr | Thailand 2022 |
| Laufzeit | 88 min |
| Genre | Horror, Thriller, Action, Komödie |
| Regie | Chalit Krileadmongkon, Pakphum Wongjinda |
| Drehbuch | Chalit Krileadmongkon, Pakphum Wongjinda |
| Kamera | Metee Thuentap |
| Kino | – |
| Home Entertainment | 31. Oktober 2024 |
| Verleih | Busch Media Group |

