Hätte Samuel L. Jackson den Flug nicht verpasst, wäre es in MONSTER ON A PLANE niemals so eskaliert: Dort richtet nämlich ein geschmuggeltes Monster, ein Blutbad an und die letzte Hoffnung auf Überleben liegt in den Händen von Stewardess Nathalie und Lehrer Ben.
.INHALT.
Ein Forscher will eine mysteriöse Kreatur nach Deutschland schmuggeln. Als es zu unerwarteten Turbulenzen im Flugzeug kommt, erwacht das Monster und richtet ein Blutbad an. Stewardess Nathalie (Eva Habermann) und Professor Ben (Robin Czerny) müssen sich nicht nur gegen das tödliche Biest, sondern auch gegen einen skrupellosen Mörder unter den Passagieren behaupten!
.KRITIK.
Was haben Schlangen, Vampire und Leslie Nielsen gemeinsam? Sie sind alle schon – im Film – mit dem Flugzeug „komfortabel“ gereist. Doch nun sammeln auch kleine, gefräßige Monster Bonusmeilen und gönnen sich im Bordbistro statt Tomatensaft einen menschlichen Snack. Doch von was spricht der Kerl da eigentlich, ich sag’s Euch: MONSTER ON A PLANE.
Der neueste Streich des Berliner Regisseurs Ezra Tsegaye, der bereits mit Skin Creepers sein Faible für trashige Horror-Komödien unter Beweis gestellt hat. Diesmal entführt er uns in luftige Höhen, wo eine mysteriöse Kreatur an Bord eines Flugzeugs für blutige Turbulenzen sorgt. Die Handlung dreht sich um einen zwielichtigen Forscher, der ein „exotisches Tier“ nach Deutschland schmuggelt. Während des Flugs verwandelt sich das Wesen in ein blutrünstiges Monster und dezimiert wenig überraschend Crew und Passagiere.
Und ich sag es mal, wie es ist: das alles wirkt wie eine The Asylum-Produktion. Nur das hier eben kein 30-köpfiger Hai gegen einen Metaltintenfisch mit Laseraugen kämpft, sondern kleine Geschöpfer, die aber mal sowas von aus dem Kostümfundus des 80er-Jahre-Films Critters gesneakt wurden. Der Film ist Critters – auf Wish bestellt – und um inhaltlich da einen frischen, innovativen Akzent zu setzen, kurzerhand in 10.000 Meter Höhe verfrachtet. Man kann den Film von A bis Z zerreißen, aber Leute. Der Film ist ein Meisterwerk des schlechten Geschmacks. So schlecht, dass er unfassbar gut ist. Der Film versprüht den Charme klassischer B-Movies und nimmt sich an allen Ecken und Ende selbst nicht ernst. Ich bin nein riesiger Fan von Eva Habermann, die sich nicht zu schade ist, hier fleißig ihre Schauspielrunden im Trashfilmbereich zu drehen. Sie ist so charmant und macht ihre Aufgabe wirklich gut. Die Kreatureneffekte sind so drüber und die Splatter-Szenen lassen das Herz eines jeden Trashies höherschlagen. Zwar sind die Dialoge hohl wie die Schrippe beim Billigbäcker und die CGI-Effekte erinnern hart an Paint, doch genau das macht den Reiz dieses Films aus.
Monster on a Plane spielt mit keinen Erwartungen oder macht sich wichtiger als er ist. Er nimmt sich selbst nicht allzu ernst und punktet mit selbstironischem Humor. Die Charaktere sind klischeehaft überzeichnet, was für zahlreiche Lacher sorgt. Ich hatte meinen Spaß. Vielen Dank für diesen Filmerguss!



.FAZIT.
Für Fans von Trash-Filmen ist Monster on a Plane ein Muss. Er bietet genau das, was man erwartet: Null Handlung, Null Klasse und Null Anspruch. Davon gerne mehr: ich feier Trashfilme. Sie sind zwanglos, kurzweilig und fordern Dich nicht groß auf, irgendwas zu verstehen. Kopf aus, Film an. Nicht mehr und nicht weniger. Es fehlt eigentlich nur noch Samuel L. Jackson.
| Originaltitel | Monster on a Plane |
| Produktionsland/-jahr | Deutschland 2024 |
| Laufzeit | 88 min |
| Genre | Komödie, Horror |
| Regie | Ezra Tsegaye |
| Drehbuch | Ezra Tsegaye |
| Kamera | Kristina Schippling, Ezra Tsegaye |
| Kino/Streaming | 7. November 2024 (limitiert) |
| Home Entertainment | 30. Januar 2025 |
| Verleih | Busch Media Group |

