Was würdest du tun, wenn du plötzlich im Körper deiner Mutter wärst? Oder schlimmer: im Körper deiner Teenager-Stieftochter? Für Tess und Anna Coleman ist das kein Gedankenexperiment – es ist (schon wieder) Realität. Über 20 Jahre nach ihrem ersten magischen Identitätscrash kehrt das kultige Mutter-Tochter-Duo zurück. Aber diesmal bleibt es nicht bei zwei vertauschten Leben – jetzt trifft der Körpertausch die ganze Patchwork-Familie. Mit FREAKIER FRIDAY knüpft Disney an einen der charmantesten Filme der 2000er an – und treibt die Grundidee mit viel Herz, Witz und Wahnsinn auf die Spitze.
.ZWEI MAL ZWEI IST VIER – DER VIERFACHE KÖRPERTAUSCH.
Seit ihrem letzten Swap sind einige Jahre vergangen – und einiges hat sich verändert: Anna ist inzwischen selbst Mutter einer Tochter im Teenie-Alter und steht kurz davor, eine Stieftochter mit in die Patchwork-Familie aufzunehmen. Das allein würde schon reichen für reichlich Dramedy-Potenzial. Doch das Leben – beziehungsweise das Schicksal in Form eines neuen magischen Auslösers – hat andere Pläne: Wieder landen Tess und Anna im Körper der jeweils anderen. Doch damit nicht genug: Auch Annas Tochter und ihre baldige Stieftochter werden mit reingezogen. Vier Personen, zwei Generationen – und alle im falschen Körper.

.WENN SICH LEBENSLINIEN (SCHON WIEDER) KREUZEN – LOHAN UND CURTIS SIND CHAOS-ERPROBT.
Das eigentlich Spannende am Sequel ist nicht nur der größenwahnsinnige Plot, sondern wie clever der Film mit seinem Erbe umgeht. Lindsay Lohan, die früher die genervte Tochter spielte, wird zur kontrollierenden Mutter. Ihre Figur Anna hat viel von Tess übernommen – und das macht den erneuten Tausch so reizvoll: Denn sie erkennt plötzlich, wie schwierig es ist, die junge Generation zu verstehen.
Jamie Lee Curtis hingegen bringt ihren bewährten Mix aus Comedy-Timing und Selbstironie mit – und scheint sichtlich Spaß daran zu haben, wieder die durchgeknallte Tess zu spielen, die nun lernen muss, wie die sozialen Netzwerke funktionieren.
Die beiden Teenager bringen frischen Wind in den Körpertausch-Zirkus: Mit Social-Media-Stress, Patchwork-Problemen und pubertärem Trotz, der jetzt plötzlich von den Erwachsenen erlebt werden muss.

.MEHR ALS NOSTALGIE – „FREAKIER FRIDAY“ TRIFFT DEN ZEITGEIST.
Freakier Friday setzt nicht nur auf die beliebte Wiedervereinigung des Duos, sondern aktualisiert das Konzept für ein modernes Publikum: Die Rollenbilder sind komplexer, die Familienstrukturen diverser – aber die Grundfrage bleibt dieselbe: Warum ist es so schwer, einander wirklich zu verstehen?
Und das ist vielleicht das wahre Erfolgsgeheimnis dieser Reihe: Trotz Slapstick, Verwechslung und Tempo bleibt immer ein emotionaler Kern. Wenn Tess im Körper einer pubertierenden Stieftochter steckt und plötzlich erlebt, was es heißt, „die Neue“ in einer Familie zu sein, hat das echte Tiefe.

.FAZIT – EINE LEKTION FÜRS LEBEN.
Freakier Friday ist schriller, lauter und vielleicht auch ein bisschen überdrehter als sein Vorgänger – aber genau das macht den Reiz aus. Es ist ein Film, der sich nicht schämt, albern zu sein, und der trotzdem Themen wie Zugehörigkeit, Kontrolle und elterliche Erwartungen auf unterhaltsame Weise verpackt.
Wer den ersten Teil geliebt hat, bekommt hier ein liebevolles Update. Wer ihn nicht kennt, wird trotzdem abgeholt – denn das Gefühl, nicht verstanden zu werden, ist zeitlos.

| Originaltitel | Freakier Friday |
| Produktionsland/-jahr | USA 2025 |
| Laufzeit | 111 min |
| Genre | Komödie, Fantasy |
| Regie | Nisha Ganatra |
| Drehbuch | Jordan Weiss, Elyse Hollander, Mary Rodgers |
| Kamera | Matthew Clark |
| Kino | 7. August 2025 |
| Home Entertainment | – |
| Verleih | Walt Disney Studios Motion Pictures Germany |