Ein herzerwärmendes Fantasy-Abenteuer voller Humor, Charme und Emotionen produziert von Steven Spielberg. Mit den Oscar®-Preisträgern Jessica Tandy und Hume Cronyn in den Hauptrollen begeistert der Kultfilm DAS WUNDER IN DER 8. STRASSE seit den 80er-Jahren Jung und Alt gleichermaßen. Ein zeitloses Märchen über Freundschaft, Zusammenhalt – und kleine Wunder, die Großes bewirken können.
.INHALT.
Faye (Jessica Tandy) und Frank Riley (Hume Cronyn) leben in einem heruntergekommenen Viertel der Stadt. Dort betreiben sie ein Diner und ein Wohnhaus, in dem eine arme, aber freundliche Gruppe von Menschen lebt. Eines Tages erfahren Frank und Faye, dass ein Bauträger die Wohnung verkaufen will. Als sie sich weigern, wird ihr Diner verwüstet. Frank, Faye und ihre Mieter werden jedoch von mysteriösen fliegenden Untertassen unterstützt, die ihnen helfen, das Diner zu reparieren und sich zu wehren.
.KRITIK.
Es gibt Filme aus den 80ern, mit denen dürfte der eine oder andere von Euch aufgewachsen sein. 1987 ist generell ein starkes Filmjahr gewesen. Von Blockbustern wie Predator oder Full Metal Jacket bis zu vermeintlich kleinen Perlen wie eben DAS WUNDER IN DER 8. STRASSE. Dieser Film gehört genau zu diesen Geschichten, die man sieht, vergisst, aber sobald man über ein Szene oder Detail stolpert, erinnert man sich an alles. Ursprünglich als kleine Episode von Unglaubliche Geschichten gedacht, hatte Steven Spielberg jedoch andere Pläne. So wuchs das Projekt schnell über die Grenzen einer TV-Folge hinaus und bekam seinen eigenen Spielfilmrahmen. Matthew Robbins übernahm schließlich die Regie und machte aus Spielbergs Grundidee, zusammen mit einem ganzen Team kreativer Köpfe (darunter auch Brad Bird), ein märchenhaftes Sci-Fi-Drama über Gemeinschaft, Hoffnung und kleine Wunder, die buchstäblich aus dem Himmel fallen. Dass der Film so warm wirkt, ist kein Zufall – man spürt an allen Ecken die Handschrift einer Ära, die noch fest daran glaubte, dass Fantasie und Menschlichkeit Hand in Hand gehen können.
Der Film entfaltet seine Wirkung vor allem durch seine Figuren und seinen unvergleichbaren Charme. Das alte Mietshaus, mitten in einer Nachbarschaft, die abgerissen werden soll, wirkt wie ein kleiner Mikrokosmos: Menschen, die man sofort ins Herz schließt, die mit ihren Eigenarten, Sorgen und Hoffnungen sehr real wirken. Besonders das ältere Ehepaar Riley trägt den Film emotional — warm, verletzlich, liebevoll. Und in dieser kleinen Gemeinschaft landen plötzlich diese kleinen fliegenden Maschinen im Hinterhof. Keine bedrohlichen Aliens, sondern fast schon verspielte Miniroboter, die helfen, reparieren und im übertragenen Sinne ein wenig Hoffnung zurückbringen. Dieser Bruch zwischen harter Realität (Gentrifizierung und Verdrängung) und märchenhaftem Sci-Fi à la E.T. – Der Außerirdische funktioniert überraschend gut. Der Film bleibt dadurch stets positiv, ohne die ernsteren Untertöne zu vergessen. Doch in diesem ständigen Strudel aus positiven Energien und Zusammenhalt schleicht sich dann doch auch ein gewisses Problem ein.
Manche Konflikte lösen sich fast zu leicht und der Film wirkt gelegentlich etwas naiv. Die niedlichen Untertassen sind nicht nur Hoffnungsträger, sie sind in ihrer gesamten Erscheinung ein Problemlöser für alles. Die Bewohner müssen sich nur bedingt mit den Problemen auseinandersetzen, denn die kleinen Aliens regeln das schon. Ich hätte mir vielmehr gewünscht, wenn die kleinen Dinger eher nur die Steine ins Rollen bringen als diese gleich komplett aus dem Weg zu räumen. Ich glaube, der Film hätte vor allem auf menschlicher Ebene eine noch viel tiefsitzendere Botschaft vermitteln können. Es geht ja auch um die Auseinandersetzung mit den realen Problemen dieser Welt und so ehrlich muss man sein: ich kann nicht darauf bauen, das kleine fliegende Untertassen meine Steuererklärung machen oder das Beziehungsdrama meiner Schwester lösen. Auch die Tonlage springt zwischen Sozialdrama und Familienfilm hin und her, was nicht immer perfekt harmoniert.
Doch gerade diese Mischung macht den Charme aus — ein Film, der nicht zynisch sein will, sondern an das Gute glaubt, ohne komplett den Bezug zur Realität zu verlieren. Einzig die Balance fehlt ihm dabei ein wenig. Aber im Großen und Ganzen ist der Film ein Stück Filmgeschichte. Die Effekte, die kleinen Roboter, die Filmmusik — all das wirkt heute nostalgisch, aber erstaunlich zeitlos. Wer sich auf den Stil der 80er einlässt, bekommt ein warmes, märchenhaftes Erlebnis, das mit viel Liebe zum Detail gemacht wurde.



.FAZIT.
Das Wunder in der 8. Straße ist kein perfekter Film, aber ein aufrichtiges, herzenswarmes Stück 80er-Kino, das bis heute funktioniert. Er erinnert daran, dass Geschichten über Gemeinschaft und Zusammenhalt niemals aus der Mode kommen — und dass manchmal die kleinsten Figuren die größten Impulse setzen können. Für mich ein Film, der berührt, tröstet und ein bisschen kindliches Staunen zurückbringt.
| Originaltitel | *Batteries Not Included |
| Produktionsland/-jahr | USA 1987 |
| Laufzeit | 107 min |
| Genre | Fantasy, Science-Fiction, Komödie |
| Regie | Matthew Robbins |
| Drehbuch | Mick Garris, Brad Bird, Matthew Robbins |
| Kamera | John McPherson |
| Kino | 30. Juni 1988 (Westdeutschland) |
| Home Entertainment | 27. November 2025 |
| Verleih | PLAION Pictures |

