DIE REISE INS LABYRINTH | Ein kultiger Fiebertraum zwischen Magie und Wahnsinn

Magie, Musik und unvergessliche Bilder – das Kult-Fantasy-Abenteuer DIE REISE INS LABYRINTH von MUPPETS-Schöpfer Jim Henson, produziert von George Lucas und mit David Bowie in einer seiner legendärsten Rollen. Ein zeitloses Märchen, das Generationen verzaubert – so schön wie nie zuvor!

.INHALT.

Kaum hat die 16-jährige Sarah (Oscar-Preisträgerin Jennifer Connelly) ihrem quengelnden, kleinen Bruder gewünscht, dass die Kobolde ihn holen sollen, da ist es schon passiert. Nur dreizehn Stunden bleiben ihr, um ihn aus den Klauen des Koboldkönigs (David Bowie) zu befreien. Der Weg zu dessen Schloss auf der anderen Seite der Träume führt durch ein unheimliches Labyrinth voller Gefahren, Wunder und seltsamer Wesen.

©️ PLAION Pictures

.KRITIK.

Jim Hensons Fantasy‑Trip DIE REISE INS LABYRINTH aus dem Jahr 1986 ist bis heute ein Unikat: ein wilder Mix aus Puppenmagie, Coming‑of‑Age‑Drama, Pop‑Oper und surrealem Märchen, der sich jeder Einordnung verweigert und gerade deshalb unsterblich wurde.

Im Zentrum steht Sarah, gespielt von einer jungen Jennifer Connelly, die mit einer Mischung aus Trotz, Verletzlichkeit und jugendlicher Sehnsucht durch ein Labyrinth stolpert, das weniger ein Ort als ein Spiegel ist. Jeder Gang, jede Kreatur, jede Abzweigung wirkt wie ein Stück ihrer eigenen Unsicherheit – und ihrer Fantasie. Dass Henson diese Welt komplett mit praktischen Effekten, Animatronics und Handwerk erschaffen hat, verleiht dem Film eine Haptik, die moderne CGI‑Welten bis heute kaum erreichen.

Und wäre in dieser Welt nicht schon genug Glanz und Glamour, besticht ein unvergleichlicher David Bowie als Jareth, der Koboldkönig. Eine Figur, die gleichzeitig Bedrohung, Versuchung, Mentor und Pop‑Ikone ist. Bowie spielt nicht – er ist der geborene König. Mit seinen Songs, seinem Blick, seiner Präsenz. Er ist das schimmernde Herz des Films, das ihn über das reine Fantasy‑Genre hinaushebt. Nicht nur als Sänger überzeugt die Ikone. Auch schauspielerisch bewegt sich David Bowie einmal mehr auf ganz hohem Niveau.

Erzählerisch ist Die Reise ins Labyrinth ein klassisches Coming‑of‑Age‑Märchen: Ein Mädchen muss Verantwortung übernehmen, Illusionen loswerden, Grenzen ziehen. Doch Henson erzählt das nicht mit moralischem Zeigefinger, sondern mit anarchischem Humor, schrägen Figuren und einer Fantasie, die alles andere als brav ist. Genau das macht den Film so zeitlos: Er ist verspielt, aber nie belanglos. Kindlich, aber nie kindisch.

Natürlich wirkt manches aus heutiger Sicht charmant altmodisch. Manche Songs sind pure 80s‑Extravaganz, manche Puppen wirken so offensichtlich handgemacht, dass das auch schon wieder als Albernheit verstanden werden kann. Aber gerade diese „Unperfektheit“ ist Teil des Zaubers. Die Reise ins Labyrinth ist kein glattpoliertes Märchen – er ist ein lebendiges, atmendes Kunstwerk, das sich traut, seltsam zu sein und dadurch alle verzaubert.

.FAZIT.

Ein Film, der nicht nur Kultstatus hat, sondern ihn mit jeder einzelnen Facette auch verdient. Ein Werk, das Generationen geprägt hat und immer noch neue Fans findet. Ein Labyrinth, in das man gern zurückkehrt – weil man jedes Mal etwas anderes darin entdeckt.



OriginaltitelLabyrinth
Produktionsland/-jahrUSA, Vereinigtes Königreich 1986
Laufzeit101 min
GenreFantasy, Abenteuer
RegieJim Henson
DrehbuchTerry Jones
KameraAlex Thomson
Kino11. Dezember 1986 (Westdeutschland)
Home Entertainment/Streaming29. November 2002 (DVD-Erstveröffentlichung)
25. Juni 2026 (4K-Veröffentlichung)
VerleihPLAION Pictures

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