[REC]

[REC] | Die spanische Horrorsensation a la Found-Footage

Mit The Blair Witch Project und Paranormal Activity eroberten gleich zwei amerikanische Projekte den Found-Footage-Markt, der damit fest in amerikanischer Hand war. Doch fast zeitgleich zu Paranormal Activity erschien mit [REC] (2007) ein spanischer Found-Footage-Film in den Kinos, der in Sachen Angst und Schrecken durchaus mit den amerikanischen Pendants mithalten konnte. Auch nach sieben Jahren, hat er nicht an Reiz verloren…

[REC]

© 3L Filmverleih

Inhalt

Eigentlich kennt man das [REC]-Zeichen von der Kamera-Anzeige, die eine laufende Aufnahme verdeutlicht – aber besser kann man das Found-Footage-Prinzip mit einem solch gewählten Filmtitel gar nicht auf den Punkt bringen. Paco Plaza und Jaume Balaguerós‘ spanischer Indie-Horror [REC] ist kompromissloses Schocker-Kino mit viel Blut: TV-Reporterin Angela Vidal (Manuela Velasco) und ihr Kameramann Pablo (Pablo Rosso) haben sich für ihre Reportage über die Arbeit der Feuerwehrmänner in Barcelona, eine Nacht lang in einer örtlichen Feuerwehrwache einquartiert. Alles ist ruhig; Langeweile macht sich breit, bis ein Notruf die Feuerwehrmänner und das zweiköpfige Fernsehteam aus der nächtlichen Ruhe reißt. Sie machen sich gleich auf den Weg zu einem alten Mietshaus. Als sie eintreffen, werden sie von zwei Polizisten und einem der Mieter in Empfang genommen, der die Situation erklären will, doch dann plötzlich ertönen fürchterliche Schreie. Ein Schusswechsel, Panik und die Reportage entwickelt sich daraufhin zu einem wahrgewordenen Albtraum. Das Haus wird seitens der Behörden abgeriegelt. Gefangen in einem düsteren Gebäude, in dem das Böse lauert, nimmt das Grauen seinen Lauf. Es scheint, als ob ein mysteriöser Virus die Opfer zu blutgierigen Bestien mutieren lässt. Doch kommen Angela und Pablo auf dem Dachboden des Mietshauses hinter das wahre Geheimnis dieser Seuche.

Kritik

Balagueró und Plaza inszenieren ihren [REC] als klaustrophobischen Handkamera-Epos mit religiösem Hintergrund, welcher stark an das okkultistische Kino der 1970er Jahre erinnert (vgl. Der Exorzist, 1973). Ursprung der Seuche soll der Teufel höchst persönlich sein. Wer gebissen wird, wird zu einem dämonischen Handlanger des Teufels – fresswütig, aggressiv und hemmungslos, bereit Panik unter den Menschen zu verbreiten. Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt aufgrund von The Blair Witch Project und den kurz zuvor erschienenen Paranormal Activity, so vertraut mit dem pseudo-dokumentarischen Modus, dass bei [REC] gar nicht erst versucht wurde, mediale Selbstreflektion zu betreiben.

Fazit: Ein exzellenter Schocker aus Spanien, der individuell und außergewöhnlich sein Thema verkauft.

ES 2007 // Spielzeit: 83 min // Freigegeben ab 18 Jahren

[REC] erhältlich auf DVD und Blu-ray.

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