Kiss Of The Damned

KISS OF THE DAMNED – Edward und Bella sind erwachsen geworden

KISS OF THE DAMNED grenzt beinah an Geheimtipp: ein Film, der sich stark an die erotischen Vampirfilme längst vergangener Tage orientiert, aber nicht unbedingt kopiert. Dabei offenbart sich der Film als bewegtes Gemälde, schön, fabelhaft und bezaubernd. Kern der Geschichte ist die leidenschaftliche Affäre zwischen der schönen Vampir-Dame Djuna und dem Drehbuchautor Pablo. Diese Liaison hat jedoch Konsequenzen, die Djuna vor lautet Durst nach Liebe, Lust und Leidenschaft nicht auf sich zukommen sieht.

Kiss Of The Damned

© Bersin Pictures

Inhalt

Die schöne Djuna (Joséphine de La Baume) ist ein Vampir, doch gleicht sie durch ihre Art keinem anderen Vampir. Einfühlsam und friedfertig fristet sie ihr grenzenloses Dasein. Doch als der Drehbuchautor Pablo (Milo Ventimiglia) in ihr Leben tritt, verändert sich alles. Anfangs versucht sie ihm zu widerstehen, doch sind Lust und Leidenschaft letztlich stärker. So geht die Affäre auch lange Zeit gut, bis Djunas Schwester Mimi (Roxane Mesquida) unerwartet vor der Tür steht. Mimi ist das Gegenstück ihrer Schwester, stets durstig verzehrt sie sich nach frischem Blut. Dies bedroht die Liebe zwischen Djuna und Pablo, jedoch bedroht dies auch die gesamte Vampir-Gemeinschaft.

Kritik

Wo kann man KISS OF THE DAMNED ansiedeln: es weist durchaus Horrorelemente auf, denn es geht blutig zu – aber eher auf Retnerniveau, Drama ist allenfalls in geringen Mengen vorhanden und wird in sehr verschwindenen Dosen verteilt, Humor ist gleich null und was anderes, sind wir ganz ehrlich, existiert nicht. Doch warum ist der Film dennoch so interessant für den Filmliebhaber? Die Geschichte entstammt keinem festen Konstrukt, ein roter Faden finden wir sporadisch vor und innovative Ideen sind im Regiedebüt von Xan Cassavetes selten, ABER die Bilder sind traumhaft. Darauf lässt sich dieser Film reduzieren, Darsteller und Geschichte sind nötiges Beiwerk. Harmonisch, liebevoll und in herrlichen Farben getränkt präsentieren sich die Protagonisten und die Landschaft. Dieses einzigartige Bild wird buchstäblich untermalt mit passender Musik, die ins träumerische abdriftet. So gleitet Kiss of the Damned in eine künstlerische Grauzone: nichts Halbes und nichts Ganzes.

Fazit: Ein Film für Bildfetischisten und Farbliebhaber, für die eine ausgearbeitete Geschiche eher eine sekundäre Rolle spielt.

US 2012 // Spielzeit: 97 min // Freigegeben ab 16 Jahren

KISS OF THE DAMNED erscheint am 25. April auf DVD und Blu-ray.

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