Jupiter Ascending

JUPITER ASCENDING | Channing Tatum als intergalaktischer Elf trifft auf die fleißige Putze Mila Kunis – klingt vielversprechend

Spektakuläre Science-Fiction-Action um eine Putzfrau, die eigentlich zur Herrscherin des Weltalls berufen ist – JUPITER ASCENDING von Andy Wachowski und Lana Wachowski, den Machern der Matrix-Trilogie.

Jupiter Ascending

© Warner Bros.

Inhalt

Die Bewohner der Erde ahnen nicht, dass das Leben auf ihrem und vielen anderen Planeten einst von außerirdischen Adelshäusern gepflanzt wurde. Sobald die kreierten Lebensformen einen bestimmten Entwicklungsgrad erreicht haben, werden sie „geerntet“, um aus ihnen ein Jugendserum zu gewinnen und so das eigene ewige Leben zu sichern. Als die Herrscherin der mächtigsten jener Alien-Dynastien stirbt, entbrennt zwischen ihren Kindern Balem (Eddie Redmayne), Kalique (Tuppence Middleton) und Titus (Douglas Booth) ein Krieg um das Erbe. Doch völlig unverhofft tritt auf der Erde noch ein weiterer möglicher Erbe auf den Plan: Die junge Jupiter Jones (Mila Kunis), die nichts von ihrem Schicksal ahnt und sich mehr schlecht als recht als Putzfrau über Wasser hält. Als jedoch der genetisch veränderte Ex-Söldner Caine (Channing Tatum) sie aufspürt, soll sich alles ändern. Er verschafft der jungen Frau einen Einblick in ihre wahre Natur, die das Gleichgewicht des gesamten Universums beeinflussen könnte. Jupiters Abstammung birgt allerdings auch große Gefahr, will der finstere Balem sie doch um jeden Preis tot sehen…

Kritik

Ich muss gestehen, als ich damals die ersten Bilder zu JUPITER ASCENDING gesehen habe, lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken. Pompös und visuell stark präsentierte sich der neue Film von Andy Wachowski und Lana Wachowski meinen verwöhnten Augen. Gepackt von so viel Kreativität und Effekt-Reichtum, blendete ich die Hauptdarsteller Channing Tatum und Mila kunis völlig aus, dabei sind Hauptdarsteller die Achsen des Erfolgs und bestimmen oftmals über Kassenschlager oder Bankdrücker. Lange versuchte ich mich an Channing Tatums äußerlicher Veränderung zu gewöhnen, aber dies wollte mir partout nicht gelingen. Es schlich sich immer mal wieder ein verhöhnendes Lachen unter meine Begeisterung. Aber nun gut, es ist Science-Fiction, hinterfragen wir nicht das Erscheinungsbild der Hauptdarsteller – Mila Kunis sieht super aus by the way. Konzentrieren wir uns auf die Gesamtheit, auf das zweistündige Kunstwerk. Ein Kunstwerk, welches durch seine Artenvielfalt und Komplexität unübertroffen ist. Müsste ich den Film rein nach visuellen Gesichtspunkten bewerten, so würde er klar einen Oscar dafür erhalten, begebe ich mich tiefer in die Materie und verfolge die eigentliche Problematik, warum überhaupt Krieg um das Erbe geführt wird, begebe ich mich gleichsam an einen Ort der Verwirrung und komplizierter Handlungen. Die recht charakterlose Darbietung von Tatum und Kunis wirkt unangebracht, unwürdig zum Teil. Sie schaffen es einfach nicht, ihre Rollen mit leben zu füllen, stattdessen stiefeln sie blass von Level zu Level, um der Bestimmung gerecht zu werden. Eine Weltraum-Oper, die attraktiv und hässlich zu gleich ist. Getragen von einer detailreichen Umgebung, verlieren sich die Charaktere wie in einem Labyrinth. Zu groß ist die Anforderung laut Drehbuch und zu groß damit vielleicht auch die Erwartungen des Zuschauers – dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass dieser Film seine Fans finden wird oder gar schon hat.

Fazit: Eine Weltraum-Oper mit atemberaubendem Bühnenbild, aber mit gesangsschwachen Darstellern.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Jupiter Ascending
Produktionsland/-jahr:   US 2015
Laufzeit:                127 min
Genre:                   Action, Science-Fiction, Fantasy

Regie:                   Andy Wachowski, Lana Wachowski
Drehbuch:                Andy Wachowski, Lana Wachowski
Kamera:                  John Toll     

Verleih:                 Warner Bros.

JUPITER ASCENDING | ab 05. Februar ’15 in den deutschen Kinos.

(Quelle Warner Bros. DE)

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