Stromberg - Der Film

STROMBERG – DER FILM | Dieser Mann ist bitterböse, direkt und kultig

STROMBERG – DER FILM konnte im Februar 2014 mit der Unterstützung von treuen Serienfans und einer findigen Crowdfunding-Aktion erfolgreich ins Kino gebracht werden. Über 1,3 Millionen Zuschauer sahen den Papa und seine Kollegen auf der großen Leinwand. Sie wurden Zeugen eines Jubiläums, das sie niemals vergessen werden. Herzlichen Glückwunsch „CAPITOL Versicherung“!

Stromberg - Der Film

© Sony Music Entertainment

Inhalt

Die CAPITOL Versicherung feiert ihr 50jähriges Jubiläum. Die Chefs haben sich dazu etwas Besonderes ausgedacht: sie laden kurzerhand die gesamte Belegschaft in ein Landhotel zur Feier ein. Mit dabei sind neben Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) natürlich Berthold „Ernie“ Heisterkamp (Bjarne Mädel), Jennifer Schirrmann (Milena Dreißig) und die mittlerweile verheirateten Ulf und Tanja (Oliver K. Wnuk, Diana Staehly) mitsamt ihrem Pflegesohn Marvin. Auf dieser Feier soll jedoch nicht nur Positives verkündet werden – es geht auch das Gerücht um, dass die Schließung der Filiale bevorsteht. Die einzige Möglichkeit für eine Weiterbeschäftigung besteht in einem Wechsel in die Firmenzentrale. Da jede Menge Vorstandspersonal auf der Feier anwesend ist, versucht Stromberg sich als Vorzeigeabteilungsleiter darzustellen, der von seinen Mitarbeitern geschätzt und geachtet wird. Auch Ernie verfolgt einen ähnlichen Plan und will den CAPITOL-Vorstand von sich überzeugen. Wie zu erwarten, läuft bei der Feier jedoch so einiges schief…

Kritik

Bernd Stromberg kann man nur als eine der kultigsten deutschen Serienfiguren aller Zeiten beschreiben. Wie kultig und beliebt die Serie ist, bewiesen die Fans, als sie innerhalb von nur einer Woche rund eine Millionen Euro via Crowdfunding gesammelt haben – ein bis dato noch nie dagewesenen Aktion. Natürlich bringt eine solche Beliebtheit auch große Erwartungen mit sich, doch die Macher hinter STROMBERG – DER FILM haben nahezu alles richtig gemacht und die Fans/Geldgeber mit einem tollen Jubiläum verabschiedet. Die Figur Stromberg steht für bitterbösen und trockenen Humor – Satire allererster Güte um es auf dem Punkt zu bringen. Eben das bekommt der Zuschauer mit der Ultra-Lang-Version der Serie mehr als unterhaltsam geboten. Stromberg frönt, wie schon in der Serie, dem absoluten Narzissmus und das Mobbing von Kollegen. Bei seinen derben Äußerungen bleibt kein Auge trocken und die ein oder andere Kinnlade wird so schnell auch nicht mehr nach oben wandern. Des Öfteren muss man sich als Zuschauer auch an den Kopf greifen, wenn auch in positivem Sinne (aber so und nicht anders kennen wir das bereits aus der Serie). So schön kann Fremdschämen sein. Die Rolle des Stromberg ist Christoph Maria Herbst einfach wie auf den Leib geschrieben. Auch wenn der Fokus ganz klar auf Stromberg liegt, bekommen auch seine Mitarbeiter einige wirklich gute Szenen zugesprochen. So sind die Szenen der frischverheirateten Kollegen, die einen zehnjährigen Pflegesohn aufgenommen haben, der auf alles Penisse malt, herrlich skurril. Sicherlich kann der Humor bei einer Laufzeit von 123 Minuten nicht durchweg konstant gehalten werden – hier müssen klare Unterschiede von Film und Serie geschaffen werden – aber das Zusammenspiel von Stromberg und dem restlichen Ensemble aus der Serie lässt die Fanherzen höher schlagen. Auch die Geschichte hinter der Langverfilmung der Serie macht sehr viel Spaß. Der Trip der kompletten Abteilung zu der Unternehmensfeier mit anschließender Eskalation, ist absolut unterhaltsam anzusehen und die große Krönung vieler Jahre im TV. So ist auch besonders positiv hervorzuheben, dass die Story nicht durchgehend in den Büroräumen der Versicherung spielt, ein bisschen Abwechslung tut durchaus gut und gibt Stromberg mehr Anlass sein Repertoire an Charme und Sex auszuspielen (mit einem Augenzwinkern versteht sich).

Fazit: Stromberg – Der Film ist eine absolut überzeugende Langfilmfassung der Kultserie. Der Humor wurde in guter alter Serienmanier umgesetzt und lässt hierbei auch nichts vermissen. Mit diesem Film kann man durchaus als nicht Serienfreund seinen Spaß haben.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Stromberg - Der Film
Produktionsland/-jahr:   DE 2014
Laufzeit:                123 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Arne Feldhusen
Drehbuch:                Ralf Husmann     
Kamera:                  Johannes Imdahl     

Kinostart:               20. Februar 2014
Home Entertainment:      5. September 2014

Verleih:                 Sony Music Entertainment

(Quelle: Movie Trailer)

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Ein Kommentar

  1. Schon beeindruckend zu sehen, dass sich dieser Film durch Crowdfunding hat finanzieren lassen. Mit der richtigen kann man tatsächlich so tolle Projekte auf die Beine stellen. Kein Wunder, dass mittlerweile immer mehr auf diese Finanzierungsalternative zurückgreifen.

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