[REC] 4: Apocalypse

[REC] 4: APOCALYPSE | Eine Kreuzfahrt, die ist lustig… oder auch nicht

Ein nicht genauer zu definierender Virus mit religiösem Background: mit [REC] 4: APOCALYPSE endet eine Reihe, die einst Paranormal Activity das Wasser reichen konnte. Wieder mit dabei ist die spanische Reporterin Ángela – gespielt von Manuela Velasco, die mehr weiß, als sie glaubt oder vorzugeben scheint. 

[REC] 4: Apocalypse

© Universum Film

Inhalt

Die junge Reporterin Ángela Vidal (Manuela Velasco) kann sich nicht mehr an die jüngsten Geschehnisse erinnern. Ihr Reportage-Projekt „Während sie schlafen“ hat sie unbeabsichtigt in ein Wohnhaus geführt, das von einem mutierten Zombie-Virus befallen war. Mithilfe eines SWAT-Teams schaffte sie es zwar, dem Horror-Haus zu entkommen, jedoch ist die Gefahr damit noch nicht gebannt. Von Ärzten wird Vidal nach den Ereignissen im Zombiehaus auf einen Öl-Tanker gebracht, der mit speziellen Quarantäne-Maßnahmen, unter anderem schwer bewaffnete Soldaten, ausgerüstet ist. Dort wird sie dubiosen Untersuchungen von Dr. Ricarte (Héctor Colomé) ausgesetzt, die ergeben, dass sie die Zombie-Infektion in ihrem Körper hat. Ein erneuter Ausbruch des Virus‘ steht kurz bevor…

Kritik

Es wäre besonders überraschend gewesen, wenn das Niveau der Reihe – gemessen an einem herausragenden ersten Teil – konstant geblieben wäre, so wurde von Teil zu Teil ein Stück mehr abgebaut. Nachdem der [REC]³: Genesis ein nettes Zusammenspiel aus Found-Footage und klassischer Inszenierung mit witzigen Einlagen war, geht es mit [REC] 4: APOCALYPSE auf die gewohnte Bahn zurück. Irgendwie, eigentlich. Die Einstufung seitens der FSK mit einer 16er-Freigabe überrascht, denn der Blutverbrauch steht seinen Vorgängern in Nichts nach. Aber die FSK war höchstwahrscheinlich so gnädig, denn: Bevor was Gescheites passiert, gibt es einen gelungenen Schnitt oder das Bild ist so verwackelt, dass man als Zuschauer gar nichts mehr erkennt. Schade, denn die alte Schule der vergangenen Jahren ist das nicht mehr. Somit ist die Freude auf einen würdigen Abschluss, der alle Fragen beantwortet, massiv getrübt. Ganz klar muss man auch sagen, dass dieser Teil der Schwächste ist von allen. Aber zum Glück hat sich Jaume Balagueró die offenen Fragen, die die beiden ersten Teile aufgeworfen haben, zur Brust genommen. [REC] 4: Apocalypse spinnt die Geschichte relativ sinnvoll zu Ende und ist dadurch wesentlich interessanter als [REC]³: Genesis (gut, diesen Teil muss man auch für sich nehmen). Natürlich ist das vermeintliche Finale kein Ausreißer, darstellerisch bekommt man hier weder etwas Bewegendes, noch etwas sonderlich Gutes geboten, aber immerhin ergibt die Story einen Sinn. Die Action in der düsteren, klaustrophobisch-angehauchten Umgebung des Schiffes ist des öfteren wirklich schweißtreibend und die Splattereffekte, die man glücklicherweise zu Gesicht bekommt, entfalten auf dieser Enge durchaus ihre Wirkung. Das alles macht [REC] 4: Apocalypse grunsätzlich zu einem relativ runden und würdigen Abschluss der Reihe, trotz des fehlenden Found-Footage-Charmes.

Fazit: Da hat die berühmte spanische Horrorreihe aber so gerade noch die Kurve gekriegt. 

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           [REC] 4: Apocalipsis
Produktionsland/-jahr:   ES 2014
Laufzeit:                95 min
Genre:                   Horror

Regie:                   Jaume Balagueró
Drehbuch:                Jaume Balagueró, Manu Díez     
Kamera:                  Pablo Rosso     

Kinostart:               -
Home Entertainment:      19. Dezember 2014

Verleih:                 Universum Film

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