Stung

STUNG | Lass dich nicht stechen

Eine schicke Gartenparty gerät in Benni Diez‘ STUNG außer Kontrolle, als die High Society von mutierten Riesen-Killer-Wespen attackiert wird! Die deutsch-amerikanische Co-Produktion feierte auf dem Tribeca Film Festival seine Weltpremiere und gehörte offiziell zur Auswahl des Fantasy Filmfest. Die Masse war begeistert.

Stung_Poster

© Splendid Film

Inhalt

Mrs. Perch (Eve Slatner) mag zwar nicht mehr die Jüngste sein, achtet jedoch sowohl auf ihr Äußeres als auch auf die Etikette und umgibt sich nur mit Menschen elitärer gesellschaftlicher Kreise. Einen guten Anlass, diese Menschen um sich zu versammeln bietet die jährliche Gartenparty, die sie auf ihrem entlegenen Anwesen gibt und zu der sogar der Bürgermeister Caruthers (Lance Henriksen) erscheint. In diesem Jahr möchte sie ihren Gästen zum gewöhnlichen Pomp einen besonders opulenten Garten präsentieren. Dazu hat sie über illegale Kanäle einen Spezialdünger einfliegen lassen. Dieser versickert in der Erde, lässt jedoch einen in der Nähe ihrer Villa befindlichen Schwarm wilder Wespen zu zwei Meter großen Killern mutieren, die uneingeladen auf Mrs. Perchs Party erscheinen und Jagd auf die Gäste machen. Die einzigen, die sich den Biestern ernsthaft in den Weg stellen, sind ausgerechnet die beiden jungen Catering-Verantwortlichen Paul (Matt O’Leary) und Julia (Jessica Cook), sowie der sympathische Gärtner Sydney (Clifton Collins Jr.).

Kritik

Ein im brandenburgischen Bernau (bei Berlin) inszenierter Creature-Horror, der mit einigen Schauspielperlen und deutscher Beteiligung aufwartet? Ich rieb mir verwundert die Augen, als ich eben Bernau, Rat-Pack (Der Wixxer, Fack ju Göhte, Abschussfahrt) und Lance Henriksen (Aliens – Die RückkehrJennifer 8Schneller als der Tod) sowie Clifton Collins Jr. (CapotePacific RimTranscendence) las. Was für eine kuriose Mischung, die aber mich nicht davor zurückschreckte, den Film zu schauen. Im Gegenteil, diese Kette von Mitwirkenden zog mich wahrlich an und versprach viel Spaß. STUNG ist wirklich was für Genrefans, denn der beinah schon B-Movie, verzückt mit viel Blut und Ekel, sowie einer gesunden Portion Humor die Gemüter des Zuschauers. Erstaunlich ist hierbei, was mit wenig Budget umgesetzt wurde. Die handgemachten Effekte paaren sich mit recht ansehnlichen CGI – der perfekte Mix. Doch ein Film funktioniert auch nur dann, wenn die Schauspieler ebenfalls zur Handlung beitragen. Sicher wissen wir, dass der große Lance Henriksen gerne mal in trashigen Produktionen mitwirkt, aber durchaus auch an der Seite von Al Pacino, Sharon Stone, Sigourney Weaver, Gene Hackman, Andy Garcia, Uma Thurman oder Russell Crowe zu brillieren. Seine Erscheinung ist für Stung ein Stück Auszeichnung, denn in der Welt des phantastischen Films besitzt er eine große Fangemeinde. Als Bonus bekommen wir noch einen scheinbar zurückgebliebenen Gärtner, verkörpert von Clifton Collins Jr., aufgetischt. Er ist ebenfalls kein Unbekannter in der Traumfabrik Hollywood. Er spielte u.a an der Seite des mittlerweile verstorbenen Philip Seymour Hoffman im mehrfach ausgezeichneten Film Capote und  wirkte in zahlreichen Blockbuster-Produktionen, wie Star TrekPacific Rim und Transcendence mit. Aber im Focus stehen die beiden Caterer Paul und Julia, die vom Typ nicht hätten gegensätzlicher sein könnten. Haut man dann noch einen Schwarm blutrünstiger Wespen drauf, so erlebt man Trash in seiner vollen Blüte. So vergisst man schnell die sympathische Einführung, überlebt den langatmigen Mittelteil und erlebt einen fulminanten Schlussteil. Wie schnell doch 87 Minuten vorbei sind und was bleibt hängen? Super Cast, liebevoll verteilte Schauwerte und eine witzige Rahmenhandlung heben Stung aus der Tonne des Creature-Horrors und erzeugen einen Hauch von 2. Liga – Blockbuster.

Fazit: Stung wird sich wohl niemals in die Reihe der ganz großen Meisterwerke einreihen können aber in seinem Rahmen der Möglichkeiten ist es ein kunterbunter Film. Wer Angst vor Wespen hat oder einfach nur Bock auf richtig blutige Splatter-Einlagen mit süßem Humor, der sollte Stung eine Chance geben. 

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Stung
Produktionsland/-jahr:   DE/US 2015
Laufzeit:                87 min
Genre:                   Komödie, Horror

Regie:                   Benni Diez
Drehbuch:                Adam Aresty
Kamera:                  Stephan Burchardt   

Kinostart:               29. Oktober 2015
Home Entertainment:      26. Februar 2016 

Verleih:                 Splendid Film 

(Quelle: vipmagazin)

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