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COCONUT HERO | The STORY of MIKE TYSON – not the boxer, a different one

Der melancholische Teenager Mike Tyson kämpft in COCONUT HERO mit den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und versucht, sich einfallsreich ins Jenseits zu befördern. Als das gründlich schief geht, wird er auf einem skurril-komischen Trip zum Helden seines eigenen Lebens…

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© Majestic Filmverleih

Inhalt

Der 16-jährige Mike (Alex Ozerov) lebt mit seiner Mutter Cynthia (Krista Bridges), die ständig an irgendwas herumnörgelt, in einer kleinen und verschlafenen Holzfällerstadt, tief in den Wäldern Kanadas. Mike ist einsam und perspektivlos. Er hat keine Freunde, sein Vater ist weg und ihn treiben weder Ambitionen noch Interessen an – nicht mal ein Lieblingsessen kann er benennen. Eigentlich möchte Mike nur eines: nicht mehr da sein. Irgendwann entschließt er sich, seiner als trostlos empfundenen Existenz ein Ende zu bereiten. Der Teenager gibt eine Traueranzeige in der Zeitung auf und versucht, sich zu erschießen, woraufhin er im städtischen Krankenhaus wieder zu sich kommt. Dort hat man eine frohe Botschaft für ihn, denn die Ärzte finden bei ihren Untersuchungen einen tödlichen Tumor. Erleichtert lehnt Mike eine Operation ab und erwartet voller Freude seinen sicheren Tod. Doch als er die etwas ausgeflippte, bezaubernde Miranda (Bea Santos) kennenlernt, fängt sein Leben auf einmal an, Spaß zu machen…

Kritik

COCONUT HERO besitzt das Potential schnell missverstanden zu werden. Sicherlich ist die Perspektive auf eine psychische Krankheit immer etwas morbide und birgt einen faden Beigeschmack, dennoch muss es auch solche Filme geben, die sich mit diesem Thema auseinander setzen. Es ist ja nicht so, das Coconut Hero mit der Erkrankung seines Protagonisten Mike fahrlässig umgeht. Vielmehr gewährt uns Regisseur Florian Cossen einen bagatellfreien Einblick in Depressionen & Co. Humor- und taktvoll behandelt Coconut Hero die soziale und emotionale Isolation eines Teenagers mit viel Feingefühl und Liebe. Man besetzte mit Alex Ozerov einen Typ Mensch, der ein hohes Maß an Empathie beim Zuschauer erzeugt und es einem leicht macht, seine schwierige Situation nachvollziehen zu können. Optisch ist er eine Mischung aus Dylan O’Brian und Daniel Radcliffe, schauspielerisch erinnert er von seiner tollpatschigen Art an Michael Cera aus Juno oder Superbad. Man kauft ihm sein verschrobenes Gehabe zu 100% ab, dementsprechend ist er eine Bereicherung für den gesamten Film. Doch auch wenn es Passagen gibt, die zum Schmunzeln einladen, darf man nie vergessen, dass der 16-jährige Mike selbstmordgefährdet ist – aufgrund seiner schweren Erkrankung und nicht zuletzt auch seinem familiären Umstand. An für sich ist Coconut Hero rund, jedoch sind viele Charaktere – vor allem Mutter Cynthia – zu überzeichnet, dass die Glaubwürdigkeit etwas Schaden nimmt. Doch fokussiert man sich ausschließlich auf den Jungen Mike, blendet man alles andere aus. Tolles deutsches Kino, was eigentlich gar nicht so deutsch aussieht!

Fazit: Insgesamt eine ganz behutsame Tragödie über einen suizidalen Teenager, der uns gleichzeitig erheitert und betrübt

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Coconut Hero
Produktionsland/-jahr:   DE 2015
Laufzeit:                97 min
Genre:                   Komödie, Drama

Regie:                   Florian Cossen
Drehbuch:                Elena von Saucken, Daniel Schachter
Kamera:                  Brendan Steacy 

Kinostart:               13. August 2015
Home Entertainment:      11. Februar 2016

Verleih:                 Majestic Filmverleih

(Quelle: vipmagazin)

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