The Wolfpack - Mitten in Manhatten

[DoDo] THE WOLFPACK – MITTEN IN MANHATTEN | Ihr einziger Kontakt zur Außenwelt sind Filme

15 Jahre lang ist die Welt der Angulo-Brüder, die sich selbst THE WOLFPACK nennen, auf ihre New Yorker Wohnung beschränkt. Ihr einziger Kontakt zur Außenwelt sind Filme. Doch dann ändert sich alles…

The Wolfpack - Mitten in Manhatten

© Universum Film

Inhalt

Eine der Weisheiten über New York City besagt, dass man nicht einmal seine Nachbarn kennt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass unter den Bewohnern der Stadt sieben Geschwister jahrelang abgeschottet in einem Apartment auf der Lower East Side von Manhatten leben konnten. Oscar, der Vater der Angulo-Geschwister und früherer Krishna-Anhänger, empfand die Außenwelt schon immer als unsicher und gefährlich und entschied daher seinen eigenen „Stamm“ zu gründen. Das Schicksal der Kinder war somit noch vor ihrer Geburt vorherbestimmt und so verbrachten sie zum Zeitpunkt der Dokumentation bereits siebzehn Jahre in dieser vom Vater gewollten Isolation. Trotz ihrer Abgeschiedenheit von der Gesellschaft entwickelten die Brüder eine Leidenschaft dafür, jegliche Art von Filmen anzuschauen und diese in den eigenen vier Wänden mit selbstgebastelten Kostümen und Requisiten nachzuspielen. Doch als eines der sogenannten „Wolfpack“- Kinder aus der Wohnung entflieht, beginnt sich das Leben für alle Angehörigen dramatisch zu verändern…

Kritik

THE WOLFPACK ist eine zum größten Teil interessante Dokumentation, die jedoch zu einseitig gefilmt ist. Die Jungs sind von Crystal Moselle wirklich unterhaltsam visuell eingefangen worden. Ihre Geschichte ist zugleich tragisch, aber auch faszinierend und so hoffnungsvoll. Die Dokumentation ist in ihren biografischen Zügen so herrlich frisch und besticht durch flächendeckende Naivität. Dieser Film wird einen illustren Kreis aus Nerdisten um sich versammeln, da er überraschend viel zu bieten hat und mit einem hohen Entertainment-Faktor um die Ecke kommt. Für den Otto-Normalverbraucher wird der Film höchst wahrscheinlich eher ein bedrückendes Filmerlebnis werden – das liegt vor allem an dem Apartement, dass unausweichlich das zentrale Setting ist. Darin liegt auch bei The Wolfpack die größte Tücke verborgen, denn obwohl er mit 90 Minuten eine durchschnittliche Spieldauer aufweist, zieht sich – dank des tristen Apartements – der Film auf ein schmerzliches Maß in die Länge. Stets ist die Kamera der allgegenwärtige Beobachter und schafft damit eine Distanz und Nähe zu den Angulos, dass aus der zunächst gewöhnlichen Dokumentation, ein außergewöhnlicher Trip in das Leben einer seit 15 Jahren in Isolation lebenden familiären Vereinigung.

Fazit: Was im ersten Moment „Fiktion“ schreit, ist im Echo die brutale Realität. The Wolfpack ist eine Dokumentation, welche zu gleichen Teilen verstört, aufrüttelt und berührt. Eine ganz besondere Hommage an die Kraft der Filme.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           The Wolfpack
Produktionsland/-jahr:   US 2015
Laufzeit:                90 min
Genre:                   Dokumentation, Biografie

Regie:                   Crystal Moselle
Kamera:                  Crystal Moselle
Musik:                   Danny Bensi, Saunder Jurriaans, Aska Matsumiya 

Kinostart:               -
Home Entertainment:      12. Februar 2016

Verleih:                 Universum Film

(Quelle: VICE)

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