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SILENT STORM | Eine kleine Insel überschattet von Zorn, Gewalt und Eifersucht

Das Drama SILENT STORM erzählt die Geschichte des streng gläubigen, protestantischen Pfarrers Balor, der mit seiner Frau auf einer einsamen schottischen Insel lebt. Als sie einen jungen Straftäter zur Resozialisierung bei sich aufnehmen, gerät die kleine Welt auf der Insel völlig aus den Fugen.

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© Sony Pictures Home Entertainment

Inhalt

Auf einer rauhen, weit entfernten Schottischen Insel kämpft der angesehene Geistliche Balor (Damian Lewis) um den Zusammenhalt seiner Gemeinde. Seine schöne und rätselhafte Frau Aislin (Andrea Riseborough) ist mehr im Einklang mit der Natur, als mit ihrem Gatten und den Dorfbewohnern. Sie kommt nicht von der Insel und wird auch wie eine Außenstehende behandelt. Die Ehe der beiden ist nicht einfach und wird geprägt durch Balors Zorn, Gewalt und Eifersucht. Als sie einen jungen Straftäter aus Glasgow zur Resozialisierung bei sich aufnehmen, gerät die kleine Welt auf der Insel völlig aus den Fugen.

Kritik

Wieder einmal ist ein Film an den deutschen Kinos vorbeigeschlittert, der mit soviel Potential und schauspielerischer Raffinesse ausgestattet ist, dass man sich am liebsten vor Ärger die Haare ausreißen könnte. Sicherlich ist die kleine, idyllische Schottische Insel optisch ein Hingucker, doch ist die religiös angehauchte Thematik nicht jedermanns Sache. Doch buddelt man tiefer, so muss man gebührend anerkennen, dass dieser Film mit viel Herz und Spannung daherkommt. SILENT STORM ist das Regiedebüt von Corinna McFarlane und mit diesem Erstlingswerk beweist sie ihr besonderes Gespür für Emotionalität und menschliche Abgründe. Vor allem die Tatsache eine Geschichte mit tollen Darstellern zu erzählen ist beinah ein Geschenk. Damian Lewis geht jeder Film- und Serienfreund. Markant ist sein Auftritt egal in welcher Rolle. Er kann der charismatische Typ von nebenan sein oder dein schlimmster Feind. In Silent Storm beweist er einmal mehr, was für ein großartiger Schauspieler er ist. Er ist eine Bereicherung für jedes Projekt. Im steht förmlich der Zorn ins Gesicht geschrieben, wenn er von Eifersucht getrieben auf seine Frau und den zu Resozialisierungszwecke auf die Insel gebrachten Straftäter losgeht. Andrea Riseborough ist ebenfalls hervorzuheben, die in ihrer geheimnisvollen Darstellung der Pfarrersfrau eine Berufung gefunden hat. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass eine andere diese Rolle hätte besser spielen können. Weiterhin ist es der junge Ross Anderson als Wolf im Schafspelz, der einerseits Gefühle in Andrea Riseborough erzeugt, aber andererseits den eh schon angeschlagenen Frieden auf der Insel weiter strapaziert. Es ist einfach ein Vergnügen dieses Trio beim Spielen zuzusehen. Die Landschaft tut dann als Schauplatz ihr Übriges.

Fazit: Ein besonderer Film, der mit unvergleichlichen Darstellern und einer beispiellosen Idylle aufwartet. 

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           The Silent Storm
Produktionsland/-jahr:   UK 2014
Laufzeit:                102 min
Genre:                   Drama, Romanze

Regie:                   Corinna McFarlane
Drehbuch:                Corinna McFarlane
Kamera:                  Ed Rutherford

Kinostart:               -
Home Entertainment:      6. Oktober 2016

Verleih:                 Sony Pictures Home Entertainment 

(Quelle: Sony Pictures Releasing UK)

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