Cherry Falls - Sex oder stirb

CHERRY FALLS – SEX ODER STIRB | Kann Sex dein Leben retten?

Mit CHERRY FALLS – SEX ODER STIRB lieferte Regisseur Geoffrey Wright („Romper Stomper“) zu Beginn des Jahrtausends einen effektvollen, aber vor allem augenzwinkernden Teen-Slasher ab, der das typische Horror-Motiv des „Teenies, die Sex haben, müssen sterben“ umkehrt und damit einen angenehm subversiven Blick auf berühmte Genre-Vorgänger wie die Scream-Reihe wagt.

Cherry Falls - Sex oder stirb

© Koch Films

Inhalt

„Sex oder Stirb“. Das ist das Motto des Serientäters von Cherry Falls, dessen Opfer jungfräuliche Schülerinnen der Highschool und nicht etwa die sexuell aktiven sind. Für Sheriff Brent Marken (Michael Biehn) ist die Angelegenheit sehr prekär, denn als Ordnungshüter muss er für die Sicherheit in dem kleinen amerikanischen Kaff sorgen. Deswegen informiert er auch die Eltern der örtlichen Schüler über das offensichtliche Muster, nach dem der Täter vorgeht. Natürlich sind die Eltern sehr irritiert, denn sie wollen ihre Kinder keinesfalls zum Sex ermutigen, das lassen ihre Moralvorstellungen nicht zu. Die Schüler wollen ihrerseits nicht darauf warten, dass ihren Erziehungsberechtigten irgendetwas einfällt. Eine Party mit dem Ziel die Jungfräulichkeit zu verlieren soll organisiert werden. Während die Pläne Gestalt annehmen, macht sich Markens Tochter Jody (Brittany Murphy) daran, den Killer aufzuspüren.

Kritik

CHERRY FALLS – SEX ODER STIRB ist ein nicht zu unterschätzender Teen-Slasher, der mit so viel Potential ausgestattet ist, dass er durchaus in die Annalen des Horrorfilms hätte eingehen können (***SPOILER: eine Entjungferungsparty unter polizeilicher Aufsicht, ist schon einzigartig SPOILER ENDE***)Zu sehr wird jedoch an der Handbremse gespielt, so dass die Geschichte ins Schleudern gerät und reizvolle Punkte unberührt lässt. Doch lange muss man aber nicht auf die erhoffte Spannung warten, die sich kontinuierlich aufbaut und final auch wirksam entlädt. Cherry Falls – Sex oder stirb kränkelt vor allem an der mangelnden Eigenständigkeit und fehlender Identität. Zu sehr erinnern Handlung und Szenebild an bekannte Horror- bzw. Thrillerfilme. Wobei dieser Punkt gut durch die Effekte kompensiert werden kann – immerhin. Vom Killer kann man halten, was man möchte. Für manche zu wenig individuelle Klasse, für die anderen der Wolf im Schafspelz – ein polarisierende Figur, die definitiv ihre Aufgabe erfüllt. Auf den ersten Blick erscheint der Cast wenig spektakulär und unbekannt, doch genaueres Hinsehen lohnt sich. Mit einer leider verstorbenen Brittany Murphy, einem durch zahlreiche Action-Highlights bekannten Michael Biehn sowie Gabriel Mann, den man vor nicht allzu langer Zeit noch in der Bourne-Reihe erblickte, kann der Cast sich sehen lassen. Schauspielerisch ist es klassisch teenisch gehalten und erfüllt damit auch gewisse Klischees, die man durchaus feiern kann. Cherry Falls – Sex oder stirb ist ein spezieller Film, der seine Fans und Haters gleichermaßen finden wird. der für heutiger Zeit vielleicht etwas in die Jahre gekommene Streifen konkurriert stark mit genreverwandten Streifen wie Scream und hat dadurch ein schweres Standing. Etwas mehr Mut hätte dem Film gut gestanden, um einige deutlich verletzendere Stiche gegen die Konkurrenz zu setzen. So bleibt der Film hinter den hollywoodtypischen und sehr erfolgreichen Filmen des Genres zurück, muss sich aber dennoch nicht verstecken.

Fazit: Ein annehmbarer Thriller, der sich nicht verstecken muss, aber zu viel liegen lässt, um oben dauerhaft gegen die ganz Großen zu bestehen. Dennoch sehenswert und ein kurzweiliger Teenie-Spaß!

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Cherry Falls
Produktionsland/-jahr:   US 2000
Laufzeit:                92 min
Genre:                   Horror, Thriller

Regie:                   Geoffrey Wright
Drehbuch:                Ken Selden 
Kamera:                  Anthony B. Richmond

Kinostart:               26. Oktober 2000
Home Entertainment:      27. Oktober 2016 (Special Edition als DVD und Blu-ray)

Verleih:                 Koch Films

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