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SCREAM WEEK | Wenn du glaubst, du hast bereits alles gesehen, dann ist dem auch so

Babes, Bikinis, Sommer, Sonne, Sex und ein ordentliches Blutbad: Das Film-Debut SCREAM WEEK des niederländischen TV-Regisseurs Martijn Heijnes ist eine sexy Hommage an Horror-Klassiker wie Scream oder Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast, gepaart mit einer Prise Humor.

Scream Week

© WVG Medien

Inhalt

Sechs Freunde feiern zusammen eine Woche lang – bei der sogenannten „Sneekweek“. Für Merel (Carolien Spoor), Lisa (Holly Mae Brood), Kim (Yootha Wong-Loi-Sing), Thijs (Jelle de Jong), Boris (Jord Knotter) und Peter (Jonas De Vuyst) scheint alles perfekt: Heiße Sommertemperaturen, strahlender Sonnenschein und knappe Bade-Outfits steigern die Feierlaune. Dabei dürfen Alkohol und Drogen natürlich nicht fehlen. Doch nach dem ausschweifenden Exzess gerät alles außer Kontrolle, als die Clique ins Visier eines Mörders gerät. Er zeigt ihnen, was man mit Stichsägen und Nagelpistolen alles anstellen kann und veranstaltet ein Blutbad…

Kritik

Bereits die kleine, aber feine Pressenotiz zum Film liest sich wie ein Spruch aus dem Glückskeks. Wer sich immer gefragt hat, warum Die Flodders so sind, wie sie sind, dann hat sich Frau Flodder damals sicherlich auf dem „Sneekweek“ rumgetrieben. Ein Event der Superlative in Friesland, dass jedes Jahr die Jugendlichen in Scharren anlockt, um dieses Highlight in Sünde zu verbringen. Sneekweek ist gleichzeitig auch der originale Titel, aber da niemand außerhalb des Tulpenlandes etwas mit anfangen kann, wurde es kurzerhand internationalisiert und in die Leuchtreklame des Horrorgenres integriert: SCREAM WEEK. Ein geistiger Erguss der Macher hinter dem doch recht ambitionierten Werk. Eigentlich ist an Scream Week nichts echt. Man wandelt auf den Pfaden bekannter Horrorstreifen mit dem Unterschied, dass hier der Blödsinn Einzug hält. Ehrlich gesagt ist Scream Week so doof, dass es schon wieder genial ist. Den viel Mut hat Regisseur Martijn Heijne an den Tag gelegt. Mut, dem man sich im deutschen Film auch mal Wünschen würde. Im Land des Käses, der Blumen und Gemüsesorten, wagt man immer mal wieder den Sprung ins kalte Wasser. Der berühmteste Exportschlage ist nach wie vor Die Flodders und ihre Fortsetzungen. Eine Schmuddelfamilie zum Schießen. Dieses Phänomen lässt sich auch bei Scream Week feststellen. Der Film nimmt sich mega ernst, scheitert aber kläglich. Das bringt ihm jedoch schon fast den Ruf eines Sharknado ein. Die unfreiwillige Theatralik und Komik macht diesen Film in der Tat zu einem herrlichen Genuss. Man darf aber wirklich nicht zu viel erwarten, schraubt eure Erwartungen massiv runter, dann habt ihr definitiv einen mega kurzweiligen Spaß. Spaß, der vor allem dann beginnt, wenn die ersten deutschen Synchros wie aus einem Porno so richtig loslegen. Scream Week muss in der Masse konsumiert werden, so steckt man sich gegenseitig mit Albernheiten an und kugelt sich vor diesem Werk aus den Niederlanden. Ich ziehe meinen Hut davor, über so viel Unbeschwertheit und Hingabe. Trotz aller Widrigkeiten, Scream Week ist etwas ganz Besonderes.

Fazit: Wenn man Scream Week ernsthaftig etwas vorwerfen muss, dann die Tatsache, dass für einen Horrorfilm wirklich sparsam mit Gewaltdarstellungen umgegangen wurde. Dies wird natürlich die eingeschworene Fangemeinde nicht gerade mit offenen Armen begrüßen. Aber wirklich übel ist Heijnes Regiedebüt nicht und kann aufgrund seiner unfreiwilligen Komik und mit epischem Overacting absolut punkten. Der Film macht einfach Laune!

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Sneekweek
Produktionsland/-jahr:   NL 2016
Laufzeit:                108 min
Genre:                   Komödie, Horror, Thriller

Regie:                   Martijn Heijne
Drehbuch:                Alex van Galen
Kamera:                  Maarten van Keller

Kinostart:               -
Home Entertainment:      25. November 2016

Verleih:                 WVG Medien

(Quelle: Moviepilot Trailer)

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