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DEAD RISING: ENDGAME | Auf der Lauer, auf der Mauer sitzt ’nen gefressiger Zombie

Obgleich die Videospiel-Verfilmung Dead Rising: Watchtower nur mäßige bis vernichtende Kritiken erhielt, wurde rasch eine Fortsetzung nachgeschoben: DEAD RISING: ENDGAME. Der serienerprobte Regisseur Pat Williams hat grundlegende Fehler des Vorgängers so gut wie es ging ausgemerzt und bring dadurch etwas Schwung in die Bude – wenngleich der Film mit dem ursprünglichen Spiel so gut wie nichts gemein hat.

Dead Rising: Endgame

© polyband

Inhalt

Nachdem er den blutrünstigen Zombie-Horden von East Mission City entkommen ist, setzt der investigative Reporter Chase Carter (Jesse Metcalfe) alles daran, die Regierungsverschwörung öffentlich zu machen, die überhaupt erst zur Verbreitung des Zombie-Virus‘ geführt hat. Doch dazu muss er in die abgeriegelte und todbringende Quarantänezone zurückkehren. Dort bekommt er es aber nicht nur mit den gefährlichen Untoten, sondern auch mit dem gnadenlosen General Lyons (Dennis Haysbert) zu tun, der die Beteiligung der Regierung und des US-Militärs an der Zombie-Seuche um jeden Preis vertuschen will und dafür auch über Leichen geht. Gemeinsam mit seinen Verbündeten muss sich Chase einmal mehr seinen blutigen Weg durch Zombies und Lügen bahnen, um schließlich die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Kritik

Sowohl der erste Film als auch die Fortsetzung basieren flüchtig auf dem erfolgreichen CAPCOM-Franchise Dead Rising, was die hiesigen Jugendschützer an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Auch dort geht es schließlich um Zombies und das Game gilt als gelungene Hommage an George A. Romero, der als Vater des Zombiefilms gehandelt wird – denn die Anspielung auf das Einkaufszentrum ist unverkennbar. Natürlich ist es nicht schwierig bei Dead Rising: Watchtower oder eben beim neusten Streich DEAD RISING: ENDGAME die Referenzen an diverse Zombiefilme zu sehen. Dies trägt gewissermaßen auch zum Vergnügen bei, wenn man diverse Anspielungen erkennt. Aber die Zombies sind hier nicht nur Mittel zum Zweck, sondern im Grunde behandelt der Film den Aspekt, wieso gewisse „Menschen“ die Zombies – immerhin mal Menschen gewesen – als Versuchskaninchen missbrauchen. Totale Überwachung ist das Ziel. „Big Brother is watching you“, denn die Chips mit einem Reservoir des Gegenmittels Zombrex sind in der Filmrealität gesetzliche Pflicht. Eine zweite Stärke des kleinen, aber diebischen Spaßes ist die herrliche Ironie. Ernst nimmt sich hier niemand und doch ist Dead Rising: Endgame keinesfalls ein Schubladenfilm. Aber wenn die Lösung gegen den Zombie-Virus ein Computer-Virus ist, ist ein Schmunzeln nicht zu vermeiden. Schließlich wird ja heute die Bedrohung durch digitale Gefahren immer größer. So ist der Film zwar ganz klar, ein Genre-Film und manchmal sind die Dialoge etwas hohl, aber der Cast ist erfreulich munter und so ist Dead Rising: Endgame ein nett gespielter Zombie-Slasher mit einem netten Hauch von Sozialkritik. Selbst wenn nicht immer alles ganz logisch ist, der Spaß für Freunde von selbstironischen Horrorfilme kommt nicht zu kurz.

Fazit: Ein riesiger Sprung nach vorne. Nach dem unrühmlichen und ziemlich lahmen ersten Teil Dead Rising: Watchtower erleben wir sowas wie eine Renaissance. Pat Williams gelingt es tatsächlich das Ruder rumzureißen und einen soliden Film abzuliefern, der diesmal auch die eingeschworene Videospiel-Gemeinde besänftigen könnte.

FSK 18 (rot)Originaltitel:           Dead Rising: Endgame
Produktionsland/-jahr:   US 2016
Laufzeit:                96 min
Genre:                   Horror, Action

Regie:                   Pat Williams
Drehbuch:                Tim Carter, Michael Ferris
Kamera:                  Dave Pelletier

Kinostart:               -
Home Entertainment:      25. November 2016

Verleih:                 polyband

(Quelle: polyband)

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