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RINGS | Das schlecht gelaunte Brunnenmädchen ist zurück

Samara ist zurück. Die bereits zur Horrorfilm-Ikone avancierte Figur aus dem Ring-Franchise zu Beginn der 2000er-Jahre darf noch ein drittes Mal aus der Leinwand steigen und Menschen, die ihr surrealistisches Video gesehen haben, sieben Tage später töten. RINGS heißt das Sequel, dessen Bilanz gleich bleibt: Vertraue niemals Samara.

rings_plakat

© Paramount Pictures

Inhalt

Die junge Julia (Matilda Anna Ingrid Lutz) macht sich Sorgen um ihren Freund Holt (Alex Roe), mit dem sie eine Fernbeziehung führt und den sie seit Tagen nicht erreichen kann. Julia entschließt sich, nach ihm zu suchen, und findet heraus, dass sich ihr Freund offenbar in einen außerplanmäßigen Kurs des Biologie-Professor Gabriel (Johnny Galecki) eingeschrieben und im Zuge dessen an einem geheimnisvollen Projekt teilgenommen hatte. Gabriel erstand kurze Zeit zuvor auf einem Flohmarkt einen defekten Videorekorder, der eine mysteriöse Videokassette mit der Aufschrift „Play Me“ enthielt. Auf dem Band ist ein Mädchen namens Samara zu sehen – und jeder, der sich das Video anschaut, soll innerhalb von sieben Tagen sterben… Julia muss befürchten, dass auch Holt das Video gesehen hat, das bereits viele Menschen in einen tragischen Tod stürzte.

Kritik

Mit Ringu ging der Vorhang des ambitionierten J-Horrors auf und es folgten viele grandiose Titel, die auf den Spuren von Samara & Co wandelten. Selten gelingt es auch einem amerikanisierten Remake weltweit erfolgreich in den Kinos zu sein. The Ring und The Ring 2, jeweils mit ein stark verstörten Naomi Watts in der Hauptrolle, ließ die Kasse klingeln und somit schien auch der Weg für einen dritten Teil frei. Erfreulich ist, dass man nicht wahllos eine weitere Fortsetzung ins Rennen geschickt hat, sondern sich angenehme 13 Jahre Zeit ließ, um ein entsprechend würdigen Fortgang zu finden. Diese Schaffenspause scheint sich auch auszuzahlen. Einerseits gelingt RINGS die reibungslose Anknüpfung an die beiden Vorgänger, wobei auch Neueinsteiger unbefangen mit diesem Teil starten können (Stichwort: Barrierefreiheit). Diese herrlich beklemmende Stimmung finden wir ebenfalls wie eine starke Frau im Mittelpunkt der Handlung wieder. Einst war es eine relativ unbekannte Naomi Watts, die sich mit Samara rumschlagen musste. Nun ist es die italienische Nachwuchsschauspielerin Matilda Anna Ingrid Lutz – was für ein Name. Die J-Horror-Einschläge sind im dritten Teil weniger stark vertreten, dafür fokussierte man sich vornehmlich auf konventionelle Horrorelemente. Frischer und jugendlicher platzierte Gutiérrez Schockeffekte und überlieferte Motive wie den blinen Priester Burke, verkörpert durch Vincent D’Onofrio. Doch er bleibt nicht das einzige bekannte Gesicht in diesem Irrsinn: Auch Alex Roe, den man in Die 5. Welle an der Seite von Sweetheart Chloë Grace Moretz erleben durfte, oder The Big Bang Theory-Star Johnny Galecki bekommen es mit der schlecht gelaunten Tusse aus dem Brunnen zu tun. Den narrativen Entwicklungen im Kino der vergangen Jahre zollt man andererseits mit einer konsequenteren Verwischung von Zeit- und Realitätsebenen Respekt. Alles in allem also genügend Argumente für die nächste Filmgeneration, sich in den tödlichen Einflussbereich von Samara zu begeben.

Fazit: Samara is back und mit ihr all die frohlockenden Freuden eines Horrorfilms alter und neuer Schule.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Rings
Produktionsland/-jahr:   US 2017
Laufzeit:                102 min
Genre:                   Horror, Drama

Regie:                   F. Javier Gutiérrez
Drehbuch:                David Loucka, Jacob Estes, Akiva Goldsman
Kamera:                  Sharone Meir

Kinostart:               2. Februar 2017
Home Entertainment:      15. Juni 2017

Verleih:                 Paramount Pictures

(Quelle: ParamountPicturesGER)

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