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STORM UND DER VERBOTENE BRIEF | Einmal Reformation für die ganze Familie

STORM UND DER VERBOTENE BRIEF von Regisseur Dennis Bots ist ein Kinder- und Jugendfilm zur Reformation, der diese über die Person Luther hinaus als ein europäisches Phänomen beleuchtet. 

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© farbfilm verleih

Inhalt

Im mittelalterlichen Antwerpen zur Zeit der Reformation wird der 12-jährige Storm (Davy Gomez) in ein aufregendes Abenteuer verwickelt, als sein Vater Klaas den Auftrag erhält, in seiner Druckerei einen Brief von Martin Luther zu drucken. Es dauert nicht lange, da wird Klaas auf frischer Tat ertappt und Storms Leben wird über Nacht auf den Kopf gestellt. Storm gerät zwischen die Fronten und flieht mit der Druckplatte des verbotenen Briefs. In einer schier ausweglosen Situation trifft er auf das Waisenmädchen Marieke, die in den Katakomben der Stadt lebt. In einer abenteuerlichen Reise gegen die Zeit versuchen sie gemeinsam Storms Vater vor dem Scheiterhaufen zu bewahren. Aber wem kann Storm überhaupt noch trauen? Was als abenteuerliche Flucht beginnt, wird zu einem tapferen Kampf um die Freiheit.

Kritik

Der Streit zwischen Kirche und Erneuerungsbewegung wird auf den Schultern von Storm und seiner Familie auf schmutzige und düstere Weise ausgetragen. Der Disput zwischen beiden Parteien manifestiert sich bereits familienintern, denn die Storms Mutter glaubt an den Katholizismus, während der Vater und seines Zeichens Buchdrucker, an die Reformation der Kirche großes Interesse zeigt. Storms Vater gerät auch zunächst in den Fokus der Handlung, denn er bekommt die strafbare Aufgabe einen geheimen Brief Luthers zu vervielfältigen. Aber als er verhaftet wird, liegt es nun fortan in der Hand Storms, den Lauf der Reformation nachhaltig zu beeinflussen, denn dieser konnte gerade rechtzeitig die Druckplatte seines Vaters retten. Doch damit bringt er den Zorn der Reformationsgegner auf sich, die ihn nun unaufhaltsam jagen. Dabei kämpft der kleine Storm, herausragend gespielt von Davy Gomez, ums nackte Überleben in den mittelalterlichen Straßen von Antwerpen. Aber den Kampf um die Druckplatte muss Storm nicht lange alleine führen, als ihm schließlich die gleichaltrige Marieke zur Hilfe kommt. STORM UND DER VERBOTENE BRIEF ist wieder einmal ein Zeugnis, dass der niederländische Film von Jahr zu Jahr sich weiterentwickelt und mit ihnen auch die Filmemacher und Schauspieler. Die Flodders waren gestern. Anspruchsvolle Filme sind nun das Aushängeschild der niederländischen Filmindustrie, die sich ebenso ernsten Themen stellt und visuell auch positiv umsetzt. Storm und der verbotene Brief gehört zu der Art Film, die sich schmutzig einem ernsten Thema unserer europäischen Geschichte stellt und damit sogar Mut beweist, für ein kleines Publikum die Reformation – trotz der bedrückenden Atmosphäre – näherzubringen. Chapeau!

Fazit: Der feinsinnige wie abenteuerliche Familienfilm begleitet in aufwendig inszenierten Bildern den jungen Storm auf seiner gefahrvollen Reise durch ein Stück europäische Geschichte.

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Storm: Letters van Vuur
Produktionsland/-jahr:   NL 2017
Laufzeit:                100 min
Genre:                   Kinder- und Jugendfilm, Familie

Regie:                   Dennis Bots
Drehbuch:                Karin van Holst Pellekaan
Kamera:                  Rolf Dekens

Kinostart:               23. März 2017
Home Entertainment:      21. Juli 2017

Verleih:                 farbfilm verleih

(Quelle: farbfilmverleih)

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