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ES | Ein Jugenddrama mit der gruseligsten Nebensache der Welt

Mit über 50 veröffentlichten Romane und unzähligen Kurzgeschichten ist Stephen King nicht nur einer der bekanntesten und meistverkauften, sondern auch einer der produktivsten Horror-Schriftsteller unserer Zeit. Er ist auch einer der meistverfilmten. ES bekam zum zweiten mal die Ehre und wirkt dabei gelungener als das Original. 

ES

© Warner Bros. Germany

Inhalt

Die Kinder Bill Denbrough (Jaeden Lieberher), Richie Tozier (Finn Wolfhard), Eddie Kaspbrak (Jack Dylan Grazer), Beverly Marsh (Sophia Lillis), Ben Hanscom (Jeremy Ray Taylor), Stanley Uris (Wyatt Oleff) und Mike Hanlon (Chosen Jacobs) leben in einer Stadt namens Derry im US-Bundesstaat Maine, in der immer wieder Menschen verschwinden – sowohl Erwachsene, als auch vor allem Minderjährige. Im Laufe eines Sommers erfahren die Kinder schließlich von einer monströsen Kreatur, die Jagd auf Menschen macht und sich in die schlimmsten Alpträume ihrer Opfer verwandeln kann. Meistens tritt das Biest jedoch in Form des sadistischen Clowns Pennywise (Bill Skarsgård) auf. Die sieben Kinder wachsen nach und nach zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammen, dem „Club der Loser“, und schwören, die Kreatur zu vernichten, die Bills Bruder Georgie (Jackson Robert Scott) auf dem Gewissen hat…

Kritik

1990 – Tim Curry brilliert als Clown in seiner sagenumwobenen Geschichten aus der Feder des literarischen Masterminds Stephen King. Kaum ein anderer Autor unserer Zeit hat das Gruseln so stark revolutioniert, wie er. Sein, in meinen Augen bekanntestes und größtes Werk, ES hat es bereits zum zweiten Mal auf die große Leinwand geschafft und glänzt unter der Prämisse eines Remakes, vollkommen individuell und unserer Zeit angepasst. Die Clown’sche Allgegenwart zieht sich durch den Film. Die Präsenz ist spürbar, erblickt man sie, träumt man schlecht.

Ein Clown ist allein schon ein schauderhaftes Unterfangen. Man empfindet Komik, aber auch Furcht. Stark geschminkte Gesichter tapsen lachend umher und fabrizieren scheinbar unvergessliche Moment. Doch bieten die illustren Schausteller auch jede Menge Potential der Zweckentfremdung. Daran glaubte auch Stephen King. Ein Clown erheitert oder verschafft uns Gänsehaut. Pennywise ist eine solche Figur, die zunächst freundlich zu sein scheint, aber insgeheim nach Kinderfleisch giert. Unter dem Aspekt versteht sich Es als Horror-Epos. Als kräftezerrender Akt mit Schweißausbrüchen. Ein gruseliger Clown der in der Kanalisation haust und Kinder vernascht in Kombination mit modernen Effekten und Jumpscares ist sowas von 21. Jahrhundert. Davon profitierte auch Clown von Produzent Eli Roth. Wenngleich dieser optisch massiv in seiner Gestalt zerfällt, aber ebenso wenig zimperlich mit seinen Opfer umgeht.

In Es kommt vor allem die Entwicklung der Jungdarsteller nicht zu kurz. So ist Es ein Spagat zwischen Jugendroman, Coming-of-Age-Geschichte und Horrorschocker. Diese ausgewogene Inszenierung lässt das Remake ebenso gelungen erscheinen wie einst das Original. Mit einer neuen Ikone Bill Skarsgård, der Tim Curry nicht angreift, aber es schafft, eine eigene Interpretation von Pennywise abzuliefern – die uns das Fürchten lehrt.

 

Fazit: Ein würdiges und gelungenes Schreck-Spektakel, dass sich dennoch Zeit nimmt für Tiefgang. 135 Minuten am Rand des Nervenzusammenbruchs.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           It
Produktionsland/-jahr:   US/CA 2017
Laufzeit:                135 min
Genre:                   Drama, Horror, Thriller

Regie:                   Andy Muschietti
Drehbuch:                Chase Palmer, Cary Fukunaga, Gary Dauberman
Kamera:                  Chung-hoon Chung 

Kinostart:               28. September 2017
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Warner Bros. Germany

(Quelle: Warner Bros. DE)

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