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MORD IM ORIENT EXPRESS | Lohnt sich die legendäre Zugfahrt?

Basierend auf dem Buch der Bestsellerautorin Agatha Christie, erzählt MORD IM ORIENT EXPRESS die Geschichte von dreizehn Fremden in einem Zug, von denen jeder ein Verdächtigter ist. Ein Mann muss gegen die Zeit ankämpfen, das Rätsel zu lösen, bevor der Mörder noch einmal zuschlägt.

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© Twentieth Century Fox

Inhalt

Für die Rückreise von einem seiner Fälle nimmt Hercule Poirot (Kenneth Branagh) den legendären Orient-Express. An eine gemütliche Zugfahrt ist aber nicht lange zu denken, stattdessen hat der berühmte Meisterdetektiv bald wieder Arbeit: Ein Passagier wird ermordet und damit ist klar, dass einer der übrigen Reisenden der Täter sein muss. Die spanische Missionarin Pilar Estravados (Penélope Cruz), die Gouvernante Mary Debenham (Daisy Ridley), Professor Gerhard Hardman (Willem Dafoe), die Witwe Mrs. Hubbard (Michelle Pfeiffer) und der Doktor Arbuthnot (Leslie Odom Jr.) sind alle verdächtig. Doch bald wird Poirot klar, dass er den Fall nicht lösen wird, wenn er mehr über die möglichen Täter erfährt. Er muss mehr über das Opfer herausfinden – und sich beeilen, damit der Killer nicht nochmal zuschlägt…

Kritik

Wieder einmal hat es einen Klassiker erwischt: MORD IM ORIENT EXPRESS, 1974 gefeiert, hat eine Frischzellenkur erhalten und teilt damit das Schicksal vieler alter und erfolgreicher Streifen. Sie wurden neu verfilmt, doch das muss nicht immer gut laufen. Selten sind die Remakes so gut oder sogar besser als das Original. Es hat es in diesem Jahr geschafft, doch kann auch Agatha Christies Roman in der zweiten Auflage, erfolgreich sein? Mit Spannung wurde das Remake erwartet, doch kann es dem Anspruch gerecht werden? Können die Erwartungen überhaupt erfüllt werden? Die erste Auffälligkeit ist das eindrucksvolle Ensemble. Die Liste an hochkarätigen Stars ist lang: Penélope Cruz, Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Josh Gad, Michelle Pfeiffer, Daisy Ridley und Kenneth Branagh sind nur einige. Allein deswegen könnte sich das Remake lohnen. Damit tritt man in die Fußstapfen des über 40 Jahre alten Originals. Ingrid Bergmann, Sean Connery, Albert Finney oder Vanessa Redgrave.

Auch die Interaktion zwischen den einzelnen Verdächtigen ist verlockend. Kenneth Branagh als Hercule Poirot ist ansehnlich und abenteuerlich zu gleich. Denn der Meisterdetektiv hat auch Platz auf dem Regiestuhl genommen. Seinen Job erfüllt er zweigleisig solide, macht jedoch einen entscheidenen Fehler. Die komplexe Geschichte wird zu eindimensional und rasch erzählt. Dadurch wirkt die Erzählung zu undurchsichtig und verwirrend. Etwas mehr Zeit hätte durchaus geholfen, um auch dem Zuschauer das Gefühl der Aufklärung zu geben. Doch dieser Fehler, so schwer wie er wiegt, lässt sich nach den störenden CGI-Effekten, dann doch vergessen, denn das Ensemble, wenngleich einige durchaus mehr Leinwandpräsenz verdient gehabt hätten (vor allem Judi Dench, die jeden Film aufwertet), reißt es raus. Die Jagd nach dem Verdächtigen erweist sich auch diesmal als spektakuläres Vergnügen. So gut wie das Original ist Mord im Orient Express leider nicht geworden, allerdings erweist sich Branaghs Neuauflage dennoch als anspruchsvoller Agatha Christies Stoff als würdig.

Fazit: Starker Beginn, durchwachsenes Mittel, Gänsehaut-Final – diese Fahrt mit dem Zug durch schnellbedeckte Berge und Wälder, ist holprig und nicht ganz störungsfrei. Doch das Personal reagiert auf die Probleme erfahrungsgemäß und bringt den „Orient Express“ sicher in den nächsten Bahnhof.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Murder on the Orient Express 
Produktionsland/-jahr:   US/MT 2017
Laufzeit:                114 min
Genre:                   Krimi, Drama, Mystery

Regie:                   Kenneth Branagh
Drehbuch:                Michael Green, Agatha Christie (basierend auf dem 
                         gleichnamigen Buch)
Kamera:                  Haris Zambarloukos

Kinostart:               9. November 2017
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Twentieth Century Fox

(Quelle: FoxKino)

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