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BLACK PANTHER | Die Ausnahme bestätigt die Regel

Gut ein halbes Jahrhundert nach seinem Debüt in den Marvel-Comics im Jahr 1966 bekommt mit BLACK PANTHER der erste afro-amerikanische Superheld einen eigenen Kinofilm.

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© Walt Disney Studios Motion Pictures

Inhalt

Nach den Ereignissen von „The First Avenger: Civil War“ begibt sich T’Challa alias Black Panther (Chadwick Boseman) zurück in seine afrikanische Heimat Wakanda. Er bereitet sich darauf vor, seinen rechtmäßigen Platz als König des isolierten, aber technologisch höchst fortschrittlichen Staates einzunehmen, obwohl er das nicht geplant hatte. Der Söldner Erik Killmonger (Michael B. Jordan) will ihm die Regentschaft jedoch streitig machen und sucht sich für sein Vorhaben Unterstützung beim zwielichtigen Waffenschieber Ulysses Klaue (Andy Serkis). Um das Erbe seines Vaters und seine Position als König zu bewahren, tut sich der Held mit CIA-Agent Everett K. Ross (Martin Freeman) zusammen. Außerdem unterstützt von den Mitgliedern der Dora Milaje (unter anderem Danai Gurira), einer exzellent ausgebildeten Kriegerinnentruppe, und seiner Exfreundin, der Spionin Nakia (Lupita Nyong’o), nimmt der Black Panther den Kampf gegen die beiden Schurken auf…

Kritik

Der Countdown zu Avengers: Infinity War ist mit BLACK PANTHER auf Null. Der letzte eigenständige Film bevor Thanos großer Auftritt die Erde zum Beben bringt. Doch wie gut ist der erste afro-amerikanische Superheld in seinem Solo-Abenteuer? In The First Avenger: Civil War hatte er seine große Einführung und legt sich gleichsam mit einigen Avengers an und wählt die vermeintlich richtige Seite von Iron Man im Kampf gegen seinen alten Freund Captain America. Die Wege trennten sich und T’Challa kehrte in seine fiktive Heimat Wakanda zurück. Doch wie sonst auch: Päuschen ist nicht. Nach dem Tod seines Vaters und König des hochentwickelten Staates, ist ein schmutziger Kampf um die Thronfolge entbrannt. Doch wie lebt sich Black Panther im Marvel-Universum ein?

Wie bereits Thor: Tag der Entscheidung erweist sich auch Black Panther als individuelles Filmstück mit eigener, frischer Note. War es im dritten Teil des Donnergotts neben vieler Offenbarungen und Verlusten, ziemlich humorvoll zur Sache gegangen, glänzt Black Panther mit tiefereifernder Botschaft und Ernsthaftigkeit. Er ist kein weichgespülter Superheld, dem einfach aus Höflichkeit ein Solo-Film spendiert wurde. Ihm kommt eine viel größere Rolle zu teil. Seine Figur verkörpert in Ansatz den Kampf der schwarzen Bevölkerung in den USA der 60er Jahre. Wie passend, dass er in jener Zeit seinen ersten Auftritt im Comic hatte. Er ist ein Held durch und durch, hält sich nicht mit Floskeln auf, sondern handelt. Nach anfänglicher Skepsis stellte sich bei Schauen ein zunehmend positives Gefühl ein, denn ich verstand die Nachricht. Die Dynamik, die Befreiung von Ketten und der Weg – ja, in der Tat – zum Erwachsenen. So versteht sich für mich Black Panther auch als Coming-of-Age-Film, als erste seiner Art im MCU.

Obwohl er der 18. Film im Universum der Avengers ist, fühlt er sich anders an – ein Fortschritt. Schließlich wird mit dem König im Panther-Kostüm eine neue Ära eingeläutet. Superhelden sind nicht unsterblich.

Fazit: Eine ganz eigne Brise weht durch das MCU dank Black Panther. Es bleibt unterhaltsames Blockbuster-Kino mit weniger Humor, aber dafür mit mehr Tiefgang. Die Bewährungsprobe für den ersten afro-amerikanischen Superhelden ist fulminant geglückt und stimmt freudig auf den zweiteiligen Kampf gegen Superschurke und Weltenzerstörer Thanos.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Black Panther
Produktionsland/-jahr:   US 2018
Laufzeit:                134 min
Genre:                   Action, Abenteuer, Sci-Fi

Regie:                   Ryan Coogler
Drehbuch:                Ryan Coogler, Joe Robert Cole
Kamera:                  Rachel Morrison 

Kinostart:               15. Februar 2018
Home Entertainment:      19. Juli 2018

Verleih:                 Walt Disney Studios Motion Pictures

(Quelle: Marvel Deutschland)

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