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THE CLOVERFIELD PARADOX | Ergibt jetzt alles einen Sinn?

Vor zehn Jahren ist etwas aufgetaucht. Heute wissen wir, warum. THE CLOVERFIELD PARADOX wurde von Fans herbeigesehnt, denn Cloverfield und 10 Cloverfield Lane warfen Fragen auf, die Antworten dringend benötigen, doch wurden diese nun endgültig geliefert?

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© Netflix

Inhalt

In fünf Jahren werden die Energieressourcen der Erde komplett erschöpft sein. Im Orbit vor dem Planeten versuchen Wissenschaftler (darunter Daniel Brühl, Gugu Mbatha-Raw und Chris O’Dowd) auf einer Raumstation, die Energiekrise unten zu lösen. Ein riskantes Experiment mit dem Shepard-Teilchenbeschleuniger soll die Lösung bringen: Funktioniert es, wäre die Energiekrise gelöst! Doch etwas geht schief – die Wissenschaftler entdecken eine alternative Realität und kämpfen bald um ihr Leben…

Kritik

2008 versetzte Cloverfield die Zuschauer ins Staunen. Nicht Godzilla suchte New York heim, sondern ein Ungetüm umbekannten Ursprungs. Es war schwupps einfach da und mit ihm auch allerhand Probleme. Der Abschiedsparty für Hawkins wohnt in vielerlei Hinsicht eine besonderes Dramatik inne. Sie wurde geplant als Abschied eines Einzelnen, wird aber zwangsläufig durch das Ereignis zum Abschied aller. Dank der Machart, einer Kamera mitten im Geschehen waren wir oft näher dran als uns lieb war. Doch es war spannend und nicht zuletzt auch erfolgreich. Doch während scheinbar am Ende alle ihr Ende finden, saßen wir als Zuschauer da. Ein riesiges Fragezeichen im Gesicht. Wir brauchten Antworten und sollten diese 2016 – nur zum Teil erhalten. 10 Cloverfield Lane war ein überaus spannendes Kammerspiel, doch wirklich viel Input über die Ereignisse des ersten Teils waren äußerst rar. Nichtsdestotrotz wurde der Spannungsbogen und die Erwartungen weiter in die Höhe getrieben – das Ende wieder einmal offen.

Mit THE CLOVERFIELD PARADOX dachten wir nun endlich, alle Antworten zu bekommen. Ätsch! J.J. Abrams hat es wieder einmal geschafft, uns im Regen stehen zu lassen. Ich für meinen Teil bin nur semi-zufrieden. Betrachte man den Film als einzelnen Streifen im Universum, so ist er mehr als prominent besetzt und inhaltlich enorm gut erzählt. Die Effekte und der feinfühlig gesetzte Humor täuschen aber nicht darüber hinweg, dass der Film streng genommen wieder einmal nur kleine Bruchstücke an Antworten preisgibt. Die Parallelen zum ersten Teil sind nicht von der Hand zu weisen, zumal auch diverse Verweise auftauchen, die uns vertraut vorkommen. Und ehe man sich versieht, beendet der Abspann jegliche Hoffnung auf weitere Antworten. Fortsetzung ungewiss, doch der Reihe kann man es nur wünschen, denn noch wartet man auf ein zufriedenstellendes Ende.

Ich für meinen Teil bin und bleibe auch beim zweiten Mal schauen, enttäuscht zurück. The Cloverfield Paradox ist spannend, mysteriös und hochkarätig besetzt. Mit Daniel Mindel bekommt der Film seine Dynamik, durch den ambitionierten Regisseur Julius Onah die Leichtigkeit eines Weltraum-Epos ohne Happy End. Der Netflix-Streifen wird mit gemischten Gefühlen aufgenommen und der Grund scheint mir klar: Man fühlt sich zunehmend verarscht. „Viel Lärm um Nichts“ schrieb Kino.de und damit haben sie auch nicht ganz unrecht. Ein wirklich großer Sprung in die Erkenntnis war der überraschende Wurf von Netflix kurz nach dem Super Bowl nicht und auch J.J. Abrams muss zusehen, dass die mögliche und hoffentlich kommende Fortsetzung endlich Licht ins Dunkle bringt.

Fazit: Viel kann man The Cloverfield Paradox nicht vorwerfen. Rasant erzählt, grandiose Effekte, ein sehenswerter Cast und viel Mystery vereinen sich zu einem kurzweiligen Erlebnis. Doch sieht man ihn als Teil des Ganzen, so sind die Fragen nicht gerade weniger geworden. Aufklärung um die Vorkommnisse der ersten beiden Teile der Reihe werden nur dem aufmerksamen Zuschauer aufgefallen sein. Diejenigen, die sie verpasst haben, bleiben enttäuscht zurück. Das hat niemand verdient, zumal so viel Gutes aufgegriffen und verpackt wurde, und lediglich nicht auf den Punkt gebracht wird. Langsam muss was geschehen, sonst verpufft eine möglich heftige Pointe.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           The Cloverfield Paradox
Produktionsland/-jahr:   US 2018
Laufzeit:                102 min
Genre:                   Sci-Fi, Horror, Mystery

Regie:                   Julius Onah
Drehbuch:                Oren Uziel
Kamera:                  Daniel Mindel 

Dt. Erstausstrahlung:    4. Februar 2018
Home Entertainment:      -

Verleih/Produktion:      Netflix

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