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GHOSTLAND | Dieser Film ist die reinste Qual

In GHOSTLAND wird eine Mutter mit ihren zwei Töchtern in ihrem Haus Opfer von Eindringlingen. 16 Jahre später trägt diese einschneidende Erfahrung für die zwei Schwestern noch immer traumatische Früchte.

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© capelight pictures

Inhalt

Nach dem Tod ihrer Tante bezieht Colleen (Mylène Farmer) mit ihren Töchtern Beth (Crystal Reed) und Vera (Anastasia Phillips) das alte, leer stehende Haus der Verstorbenen. Gleich in der ersten Nacht im neuen Heim werden sie von brutalen Einbrechern überfallen. Das Trauma sitzt tief und prägt die Schwestern bis ins Erwachsenenalter.  Beth hat ihre persönliche Bewältigungsstrategie im Schreiben gefunden und ist erfolgreiche Autorin von Horrorliteratur. Vera hingegen lebt immer noch mit ihrer Mutter in dem alten Haus, leidet unter paranoiden Wahnvorstellungen und verliert zunehmend den Verstand.  16 Jahre nach dem Vorfall kehrt Beth an den Ort des Geschehens zurück – was sich als schrecklicher Fehler erweist …

Kritik

Was für ein fieses Stück von Film hat Regisseur Pascal Laugier hier dem Zuschauer vorgelegt. Man denkt an eine muntere Geistergeschichte mit Hui-Buh das Schlossgespenst und man bekommt einen derart brutalen Schlag ins Gesicht. Horror erlebt gerade jetzt wieder ein leichtes Hoch und Horror darf GHOSTLAND definitiv mit Stolz vertreten. Für Zartbesaitete ist dieser Trip unter die Haut nichts. Uns erwartet ein Mindfuck der Extraklasse, der uns an die Schmerzgrenze bringt – mit Garantieschein. Erstaunlich heftig geht es zu, obwohl die FSK „nur“ ein blaues 16er-Siegel vergeben hat. Auf eine erfrischende Weise erzählt Laugier seine Geschichte aus einer interessanten Perspektive. Wenn man zu Beginn tatsächlich von einem gewöhnlichen Samstagabend-Film auf TELE5 ausgeht, der an Trash kaum zu übertreffen ist, wendet sich das Blatt überraschend fix. Auch wenn Laugiers eingebrachte Kompromisslosigkeit, die in Martyrs zum Tragen kommt, hier nicht mehr zugegen ist, bleibt ein nervenzerreißender Ausflug in die tiefsten Abgründe der Menschheit. Der permanent psychische Stress wird bis zum Ende intensiver und bringt keine Sekunde des Durchatmens. Einziger Wermutstropfen ist die moderate Spielzeit von knapp 90 Minuten. Ghostland hätte durchaus auch länger gehen dürfen. Schade.

Fazit: Terror pur bis der Arzt kommt. Auch wenn vieles nicht für einen wirklich guten Horrorschocker spricht, so überrascht Ghostland auf ganzer Linie. Nicht nur inhaltlich, auch visuell macht Laugier keine Gefangenen und reißt die Möglichkeiten seines Films bis zum bitteren Ende aus. Lange keinen so guten Streifen mehr gesehen.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Ghostland
Produktionsland/-jahr:   FR/CA 2018
Laufzeit:                91 min
Genre:                   Horror, Drama, Mystery

Regie:                   Pascal Laugier
Drehbuch:                Pascal Laugier
Kamera:                  Danny Nowak

Kinostart:               5. April 2018
Home Entertainment:      10. August 2018

Verleih:                 capelight pictures

(Quelle: capelightpictures)

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