Big-Mamas-Haus(1)

BIG MAMA’S HOUSE | Martin Lawrence jagt als pfundige Undercover-Oma einen Schwerverbrecher

Eine unfreiwillig schräge Komödie: In BIG MAMA’S HOUSE schlüpft Comedy-Ass Martin Lawrence zum ersten Mal in seine pfundige Rolle und zeigt, wie wandelbar und facettenreich er ist. Ein 2000er-Kultfilm mit Starbesetzung.

bigmama

© Koch Films

Inhalt

Als Undercover Agent für das FBI hat Malcolm Turner (Martin Lawrence) schon so manchen Verbrecher zur Strecke gebracht. Der sympathische Cop gilt in Fachkreisen als Meister der Verkleidung und so ist es nur verständlich, dass einzig und allein er los geschickt wird, den skrupellosen Bankräuber Lester (Terrence Howard) zu fassen. Die erste heiße Spur führt zum Haus von Big Mama. Der Name ist Programm, denn die nette, ältere Dame ist ein wahres Schwergewicht. Um dem Ganoven auf die Schliche zu kommen, schlüpft Malcolm kurzerhand in die Rolle der schrulligen Lady und ein turbulentes Chaos beginnt.

Kritik

Ich glaube niemand nimmt es mir böse, wenn ich bei BIG MAMA’S HOUSE von einer grotesken Peinlichkeit spreche. Gerade für Martin Lawrence, der in diesem Metier zuhause ist, dürfte es zum normalsten Akt auf der Welt gehört haben, in die Rolle einer übergewichtigen Herzensdame zu schlüpfen, schließlich ist er Schauspieler und bei den richtigen Dollar-Zeichen ein Übel zum Ertragen. Aber schafft es Lawrence trotz Fatsuit und fragwürdiger Auflösung, zu überzeugen. Der Film ist in der Gesamtheit eine Baustelle, berechenbar und vielleicht für jeden zweiten Zuschauer auch langweilig, aber die anderen 50 Prozent sehen hier dennoch ganz große Unterhaltung. Während Mrs. Doubtfire humorvoll, aber dafür auch sehr tiefgründig ist, bleib Big Mama’s House nur an der Oberfläche. Ein routinemäßiger Undercover-Einsatz, der droht, mächtig in die Hose zu gehen. Aber man schlägelt sich typisch Hollywood’scher Manier bis zum Ende durch und Happy End. Der Weg dorthin ist aber der eigentliche Kultfaktor. Die absurden und zum Teil legendären Momente (Stichwort: Hausgeburt), bleiben im Gedächtnis und formen ein Gefühl der Zufriedenheit. In den Grundfesten bleibt es ein Film aus dem „Kennen wir, hat aber funktioniert“-Lager. Aber selbst die plattesten Augenblicke, wenn auch mal ein Witz und dessen Pointe irgendwie stecken bleiben, sind wieder auf ihre Weise komisch. Da trägt vor allem auch Martin Lawrence viel dazu bei. Aber auch der restliche Cast, allen voran Paul Giamatti, Nia Long oder Terrence Howard, wissen im richtigen Augenblick zu überzeugen. Somit dann doch die Kurve gekriegt und abgeliefert.

Fazit: Big Mama’s House kann die 0815-Kömodie aus Amerika sein, die schmerzt. Ebenso aber auch die Komödie, die für Lachflashs und anschließenden Muskelkater sorgt. Für mich ein unterhaltsamer Film, mit der Balance, die es braucht, um nicht einzuschlafen. Damit hat er bei mir viel gewonnen, denn der mittlerweile erreichte Einheitsbrei ist für mich kaum noch sehenswert. Dann lieber ein Klassiker der alten Schule aus den frühen 2000er Jahre.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Big Momma's House
Produktionsland/-jahr:   US 2000
Laufzeit:                99 min
Genre:                   Komödie, Krimi

Regie:                   Raja Gosnell
Drehbuch:                Darryl Quarles, Don Rhymer
Kamera:                  Michael D. O'Shea

Kinostart:               27. Juli 2000
Home Entertainment:      8. August 2019 (Re-Release)

Verleih:                 Koch Films

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