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BRAHMS: THE BOY 2 | Horror mit Puppe und Popcorn

Starbesetzt mit Katie Holmes, bringt „The Boy“-Regisseur William Brent Bell mit BRAHMS: THE BOY II das Grauen von Heelshire zurück auf die große Leinwand. Mehr Puppe, mehr Horror!

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© capelight pictures/Koch Films

Inhalt

Liza (Katie Holmes), Sean (Owain Yeoman) und Jude (Christopher Convery) haben in der Heelshire Mansion ein Zuhause auf dem Land gefunden, mit dem sie in eine glückliche Zukunft blicken können – doch die Familie ahnt nichts von den schrecklichen Ereignissen, die sich hier unlängst zugetragen haben. Als Jude auf dem Anwesen eine Puppe findet, die fortan nicht von seiner Seite weicht, scheint noch alles in Ordnung. Doch schon bald verdichten sich die Hinweise, dass das neue Spielzeug ein Eigenleben führt…

Kritik

Annabelle ist nicht die einzige Puppe, die auf eine bewegte Erfolgsgeschichte schauen kann. Die wohl Populärste unter ihnen ist nach wie vor Chucky. Doch das Horrorgenre befindet sich stetig im Wandel und so auch seine Hauptdarsteller. Zombies, Aliens oder Monster gehören grundsätzlich zu den beliebtesten Antagonisten in Horrorfilmen, doch gibt es immer wieder Ausreißer und dazu dürfen sich auch die Puppen zählen. So schuf beispielsweise James Wan mit Conjuring ein eigenes Universum und platzierte dort zunächst nur sporadisch eine Puppe – Annabelle. Ein cleverer Schachzug, ein „Horror Cinematic Universe“.

Zu den darf sich The Boy nicht zählen, der 2016 für eine faustdicke Überraschung sorgte und mit minimalen Geldeinsatz für klingelnde Kassen sorgte. Aber William Brent Bell wollte sich darauf nicht ausruhen und in Zeiten eines hart umkämpften Marktes der Filmideen, sind Fortsetzung ein beliebtes Mittel. Mit BRAHMS: THE BOY II schlägt aber William Brent Bell eine andere Richtung ein, ohne dabei den wahren Charakter seines Vorgängers zu verfälschen. Doch dieser Schritt nach vorne, kann auch in einigen Punkte ein Schritt nach hinten bedeuten. Atmosphärisch spürt man die größten Einbuße, die mit einem abgewandelten Soundtrack zusammenhängt. So verliert die Fortsetzung, die so gekonnt eingesetzte Stimmung seines Vorgängers. Hätte der Transfer auch bei Brahms: The Boy II reibungslos funktioniert, so wäre der zweite Teil rigoros vorbeigezogen. So bleiben einige Unstimmigkeiten darüber, wo der Film nun auch eigentlich hin will. Doch diese Frage klärt sich ab dem Zeitpunkt, wo die Puppe mehr Hintergrundwissen erhält. Die Geschichte wird folglich ausgebaut und erhält darüber hinaus eine interessante Wendung (diese ich euch nicht spoilern werde). Inhaltlich eine Bereicherung und visuell ebenso schön anzusehen. Gerade auch Katie Holmes mal wieder vor der Kamera zu sehen, freut mich. Da werden Erinnerung an Don’t Be Afraid of the Dark wach, den ich auch ziemlich gut fand.

Fazit: Eine Fortsetzung, die angenehm ist. Eine Erweiterung, die Sinn ergibt, aber für viele gar nicht nötig gewesen wäre. Ich für meinen Teil finde den weitaus düsteren und brutaleren Weg erfrischend, aber hätte ich mich auch nicht an der gleichen Gangart des Vorgängers gestört. Somit solider Kinospaß mit Puppe und Popcorn.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Brahms: The Boy II
Produktionsland/-jahr:   US 2020
Laufzeit:                86 min
Genre:                   Horror, Thriller, Mystery

Regie:                   William Brent Bell
Drehbuch:                Stacey Menear
Kamera:                  Karl Walter Lindenlaub

Kinostart:               20. Februar 2020 
Home Entertainment:      -

Verleih:                 capelight pictures/Koch Films

(Quelle: capelightpictures)

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