SUICIDE TOURIST

SUICIDE TOURIST | Gekommen, um zu sterben

Eine existentielle Reise auf der Suche nach Wahrheit und der Unausweichlichkeit des Todes in der übernatürlich wirkenden Landschaft Norwegens – inszeniert vom gefeierten Regisseur Jonas Alexander Arnby: SUICIDE TOURIST.

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© DCM

Inhalt

Als der Versicherungsagent Max (Nikolaj Coster-Waldau) beginnt, im Fall des verschwundenen Arthurs zu ermitteln, führt ihn seine Recherche auf die Spur des mysteriösen Aurora Hotels – ein Luxushotel, das mit geplanten und betreuten Suiziden wirbt. Getrieben durch die Ermittlungen und seine eigene Existenzkrise entschließt sich Max, das Hotel aufzusuchen. Ihm offenbart sich eine verstörende Wahrheit, die ihn dazu führt, sein Leben, den Tod und seine eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit in Frage zu stellen. Doch einmal eingecheckt im Aurora Hotel, gibt es kein Zurück mehr…

Kritik

Maßgeschneiderte Selbstmorde in der Idylle Norwegens. Ein spezielles Hotel bietet für todkranke Menschen einen Ausweg an, doch Versicherungsagent Max (gespielt von Nikolaj Coster-Waldau) will mehr über dieses Hotel in Erfahrung bringen und traut dem „Frieden“ nicht. Auf der Suche nach dem verschwundenen Arthur begibt sich unser Hauptprotagonist tief hinein in eine fragwürdige Welt. Nichts ahnend, was für Wahrheiten und Unwahrheiten auf seinem Weg liegen.

SUICIDE TOURIST beginnt stark, anders, sogar erfrischend. Coster-Waldau wühlt in den Mülltonnen, die die Nachbarn vor ihr Haus gestellt haben. Dabei macht er mysteriöse Entdeckungen und will mehr erfahren. Doch was dann passiert ist – überraschend. Denn aus dem vermeintlich furios gestarteten Mystery-Thriller wird rasch ein waschechtes Drama. Und auch hier: Fragen über Fragen. Man muss sich als Zuschauer damit abfinden, nicht auf jede gestellte Frage eine befriedigende Antwort oder überhaupt eine zu erhalten. Das wirkt manchmal störend, aber nicht weltbewegend.

Inhaltlich ist Suicide Tourist abstrus und surreal, bedient sich aber der klassischen skandinavischen Kunst, düstere Filme einen besonderen Charakter zu verleihen. Es ist sicherlich alles ein bisschen speziell, aber sehr spannend. Die kalten Farben, die Spannung und der audiovisuelle Schnitt verleihen Arnbys wilden Genremix einen sehenswerten Anstrich. Nicht für jeden etwas, aber vielleicht genau das richtige für dich.

Fazit: Der Schauwert entsteht hier eindeutig über den Sprung durch die Genre-Landschaften. Von Mystery, Drama und Grusel hat Arnby ganze Arbeit geleistet und einen wirklich ansehnlichen, aber speziellen Film geschaffen, der vielen elementaren Fragen auf den Grund geht. 

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Selvmordsturisten
Produktionsland/-jahr:   NO/DK 2019
Laufzeit:                90 min
Genre:                   Drama, Mystery

Regie:                   Jonas Alexander Arnby
Drehbuch:                Rasmus Birch
Kamera:                  Niels Thastum

Kinostart:               2. Juli 2020
Home Entertainment:      -

Verleih:                 DCM

(Quelle: DCM)

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