Manta Manta

MANTA MANTA | Die gute alte Zeit, in der Til noch Opel fuhr

Fuchsschwanz, Bleifuss und Blondinen – einfach einsteigen und abfahren! MANTA MANTA bescherte Til Schweiger den Filmdurchbruch und machte Tina Ruland zu einer der begehrtesten Film-Blondinen ihrer Generation.

Manta Manta _ Plakat

© Constantin Film

Inhalt

Bertie (Til Schweiger) und seine Clique fiebern einem turbulenten Wochenende entgegen. Sie haben nur eines im Sinn: ihre Mantas, die sie mit viel Schweiß und Fleiß zu eindrucksvollen Kraftpaketen aufgepäppelt haben. Endlich Zeit, die Cowboystiefel auf Hochglanz zu polieren, die Blondine auf den Beifahrersitz zu verfrachten und die schmucken Boliden nach allen Regeln der Kunst auszufahren. Wären da nur nicht die Yuppies von der Benz-Fraktion, die die Mantas zu einem Rennen aufstacheln. Bertie willigt ein und riskiert dabei sogar die Beziehung zu seiner Freundin Uschi (Tina Ruland). Und tatsächlich: Von da an bricht das Unheil knüppeldick über Bertie herein. Erst gibt sein geliebter Manta den Geist auf, dann lässt Uschi sich mit einem Ferrari-Typen ein und schließlich gesteht ihm sein bester Freund auch noch, dass er heimlich sein Abi nachgemacht hat. Aber als es schließlich zum alles entscheidenden Rennen um Ruhm und Ehre kommt, hält die Clique zusammen.

Kritik

Vin Diesel, Tuning und The Fast & The Furious (emp)findet ihr als Nonplusultra der verfilmten, toughen Autoszene? Dann habt ihr Til Schweiger alias Bertie und seinen aufgemotzten Manta im gleichnamigen Film vergessen. In MANTA MANTA, meine Fresse, erlebt der deutsche Film ein intellektuelles Hoch und erreicht den Olymp beispielloser Dramatik. 1991 wurde Kinogeschichte geschrieben und dem Vater aller Klischees ein Denkmal gesetzt. Tja, und viele viele viele Darsteller von damals, sind heute Schwergewichte – mehr oder weniger erfolgreich – aber man kennt sie. Es ist für mich daher immer etwas schwer eine Kritik zu einem Film zu schreiben, der grundsätzlich unantastbar ist und Kultstatus besitzt. Über die schauspielerische Leistung eines Til Schweigers oder über die tatsächliche Handlung lassen sich so diverse Interpretationen und Analysen betreiben, aber seien wir ehrlich: wir haben auch genügend gelacht und gefeiert. Die Ruhrpott-Komödie ist, wenn man nun vom deutschen Film spricht, nicht wegzudenken und hat auch ihre Daseinsberechtigung – mit Zähneknirschen. Der Film lebt von seinen Stereotypen, Manta-Witzen und der Proleten-Darstellung. Dies alles in Kombination hat Anfang der 90er Jahre über eine Millionen Menschen ins Kino gebracht. Mehr als ein Achtungserfolg. Damals war er absolut zeitgemäß und bildete das Ventil einer festgefahrenen Gesellschaft, die doch ihr eigenes Bild vom Manta-Fahrer besaß. Auch nach knapp 30 Jahren hat der Streifen so gut wie nichts an seinem trashigen und zuweilen unbeholfenen Eindruck verloren, der ihn eben auch so besonders macht. Nehmen wir es einfach hin, lehnen uns zurück und lauschen den Motorensounds und den schlagfertigen Dialogen von Bertie und seiner Gefolgschaft.

Fazit: Brumm Brumm Bertie und sein Flie-wa-manta. Hier Treffen Kult und Klischee aufeinander und zelebrieren eine rasante deutsche Komödie auf der Überholspur. 

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Manta Manta 
Produktionsland/-jahr:   DE 1991
Laufzeit:                91 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Wolfgang Büld
Drehbuch:                Stefan Cantz
Kamera:                  Roland Willaert

Kinostart:               3. Oktober 1991
Home Entertainment:      3. Dezember erstmals auf Blu-ray

Verleih:                 Constantin Film

(Quelle: alleskino)

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