THRILLER – BLUTBAD AN DER COMPTON HIGH | Chauncey is not amused

Ein stylisher HorrorTHRILLER, produziert von der Filmhit-Schmiede Blumhouse, mit Hip-Hop-Legende RZA. Ein mysteriöser Killer macht die Nachbarschaft von Compton, Los Angeles unsicher – denn er hat mit seinen früheren Peinigern noch eine Rechnung offen…

Thriller - Blutbad an der Compton High

© Busch Media Group

Inhalt

Der Außenseiter Chauncey Page (Jason Woods) wird von seinen Mitschülern der Compton High-School ständig gemobbt. Als er Opfer eines perfiden Streichs wird, tötet er versehentlich einen seiner Peiniger. Chauncey wandert deswegen in den Jugendknast. Vier Jahre später haben Chaunceys Mitschüler den bitteren Vorfall längst verdrängt. Einzig die empathische Lisa (Jessica Allain) wird immer noch von Schuldgefühlen geplagt, weil sie damals half, einen Unschuldigen ins Gefängnis zu bringen. Als ein Gerücht die Runde macht, dass Chauncey wieder in Compton gesehen wurde, befürchtet Lisa, dass er sich rächen wird. Und tatsächlich geschehen im Umfeld der High-School grausame Morde, die von einem mysteriösen Killer verübt werden. Der Beginn des neuen Schuljahres droht zu einem blutigen Albtraum zu werden.

Kritik

THRILLER – BLUTBAD AN DER COMPTON HIGH ist ein etwas anderer Film aus der Horrorschmiede Blumhouse. Das Label hat in der Branche einen gewissen Ruf und liefert immer grundsolide Unterhaltung. Höhepunkt markiert Get Out von Jordan Peele, der bei den Oscars 2018 dreimal nominiert war und in der Kategorie „Beste Originaldrehbuch“ einen Preis einheimsen konnte. Die Filme sind mal größer, mal kleiner – aber selten wirklich unterirdisch. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich lange versucht Thriller – Blutbad an der Compton High einzuordnen. Auf Amazon, IMDB & Co kommt der Film bei den Bewertung alles andere als gut weg. Somit habe ich etwas gemacht, was ich sonst nie mache: Ich habe mit die Kommentare durchgelesen und danach den Film geschaut, um besagte Kritikpunkte nachvollziehen zu können. Film bleibt eine Geschmacksache. Zudem haben sich auch die Sehgewohnheiten und Hemmschwellen beim Zuschauer über die letzten Jahre radikal verändert. Wir sind längst nicht mehr so sensibel und wir verlangen mehr an Extremen. Darunter leidet vor allem Thriller von Dallas Jackson. Ein Rachethriller mit Horrorelemente ist nichts Neues. Fast ist dieses Thema schon ziemlich abgenutzt. Thriller geht hier nicht den Weg, einen vermeintlich Toten aus dem Grab auferstehen zu lassen, damit er sich an seinen Peinigern rächen kann. Vielmehr wird hier ein unglücklicher Zufall benutzt und ein offensichtlich lieber und ahnungsloser Junge zum Sündenbock erklärt. Gebrandmarkt fürs Leben, verurteilt, weggesperrt. Freunde werden zu Feinden. Ein persönlicher und gesellschaftlicher Abstieg für einen jungen Mann, der sein ganzes Leben noch vor sich hat. Somit ist das Motiv klar: Rache. Und so spickt Jackson viele Versatzstücke aus den letzten 30 Jahren Filmgeschichte in diesen Film. Ich selbst würde vorsichtig sein bei der Formulierung, dass das hier ein knallharter und rigoroser Slasher ist. Dafür ist er in der Tat zu schwach. Doch handwerklich macht hier alles eine gute Figur. Die Schauspieler geben ihr Bestes und unterhaltsam sind die 87 Minuten locker. Der Film hält sich eben nicht lange mit unnötigen Dingen auf. Was dem Film leider massiv zum Verhängnis wird und da nehme ich auch kein Blatt vor dem Mund: die deutsche Synchronisation zuweilen sehr stümperhaft. Um diese Misere auszugleichen, habe ich den Film gleichsam auch im Original geschaut und da wird vieles klar. Die Dynamik ist um Längen besser und auch die Schocker sitzen weitaus besser. Das kann ich somit nicht beschönigen. Es wird mit Sicherheit Fans solcher Filme geben, die darüber hinwegsehen werden. Man gewöhnt sich auch daran. Aber die kritischen Stimmen bleiben. Positiv ist tatsächlich die Spieldauer, die Settings und der Soundtrack – aus der Feder von RZA. Das ist stimmig, passt und hebt den Film gleich auch wieder hervor. Ich selbst würde den Film aber keine 2 von 5 Sterne oder 20 von 100 Punkten geben, wie ich so oft gelesen habe. Es ist tatsächlich ein Glücksspiel: entweder gefällt er oder eben nicht, schließlich gab es auch Bewertungen und da schließe ich mich durchaus auch an, die dem Film keinen Ausfall bescheinigen.

Fazit: Thriller – Blutbad an der Compton High ist ein solider Streifen, der leider keine gute Synchro spendiert bekommen hat, dafür aber inhaltlich durchaus überzeugen kann. Die Schauspieler machen das, was sie machen sollen, die Musik erfüllt ihren Zweck und die abwechslungsreichen Settings erinnern an altbekannte Slasher-Tage. Also für mich definitiv besser als vielerorts beschrieben. Aber wie gesagt: Film bleibt eine Geschmackssache und Thriller steht genau dazwischen.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Thriller
Produktionsland/-jahr:   US 2018
Laufzeit:                87 min
Genre:                   Horror, Thriller

Regie:                   Dallas Jackson
Drehbuch:                Dallas Jackson, Ken Rance
Kamera:                  Mac Fisken

Kinostart:               -
Home Entertainment:      30. April 2021

Verleih:                 Busch Media Group

(Quelle: Busch Media Group)

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