DEATHCEMBER – 24 DOORS TO HELL | 24 Tage, 24 Türen, 24 Todesfälle

DEATHCEMBER ist der ultimative Horror-Anthologie-Film für die Vorweihnachtszeit und zugleich der weltweit erste filmische Adventskalender.

.INHALT.

Hinter seinen Türchen lauern 24 grausige Visionen von prominenten Regisseuren aus der ganzen Welt, die die Zeit der Liebe in eine Zeit der Angst verwandeln – mit wunderbaren Geschenken aus Blut und Schrecken, die das Publikum auspacken darf. Wer erinnert sich nicht gerne an die glückliche Kindheit, als man im Dezember täglich ein Türchen des Kalenders öffnen durfte. Angefangen bei mörderischen Familienfeiern über einen amoklaufenden Nikolaus bis zur blutigen Bescherung beim weihnachtlichen Raubüberfall. 24 Filmemacher bescheren uns mit einer etwas anderen besinnlichen Zeit.

© Busch Media Group

.KRITIK.

24 Tage, 24 Türen, 24 Todesfälle – DEATHCEMBER ist der erste filmische Adventskalender für ein besinnliches und zugleich tödliches Fest. Inspiriert von der ABC of Death-Reihe haut die aus Deutschland stammende Anthologie mit internationalen Filmemachern eine Kurzgeschichte nach der anderen aus. Dieser Überfluss an Kreativität ist erfrischend, denn einige Filmchen sind unfassbar unterhaltsam.

Schon nach einem kurzen Intro werden wir ins erste Türchen geworfen. Ein nach Schokolade gierender Junge wird selbst zum süßen Weihnachtssnack. Dies macht Lust auf mehr, allerdings muss man gleich vorweg sagen. Die Qualität schwankt gewaltig. Es gibt Beiträge, die sind purer Unsinn. Andere Filme beleben und haben das Potential für deutlich mehr. Der mexikanischen Beitrag Villancicos hinter der Tür 8 ist das erste echte Highlight. Eine Gruppe von Sternsinger verhindern den Tod eines kleinen Jungen. Dies wird auf so schwarzhumorige Art erzählt, dass ich mich gar nicht daran erinnern kann, das letzte Mal so sehr zwischen Lachen, Staunen und Verwirrung geschwankt zu haben. Es gibt immer mal wieder einzelne Perlen, die gewisse Längen ausgleichen. Bei 24 plus zwei Bonus-Filmen (in der limitierten Auflage) fallen Qualitätsunterschiede bei dieser Dichte stark ins Gewicht. Dies ist auch nicht weiter schlimm, wenn man sich gleich am Anfang darauf einstellt, viel Nonsens, Blut und Ekel zu erleben. Die Freigabe ab 18 Jahren kommt nicht von irgendwoher.

Generell möchte ich auch auf die weiteren Geschichten nicht eingehen. Es ist ein Wechsel zwischen Gut und Böse. Löblich sind aber die Absichten, die die internationale Crew hier verfolgt. Der Gedanke, die Weihnachtszeit in Düsternis zu tauchen, ist mit Sicherheit nicht neu, aber jeden Tag eine Geschichte zu erzählen, um das Warten auf den Weihnachtsmann zu versüßen oder zu verderben, ist so einfach wie genial. Ich habe meine Lieblinge in dieser Sammlung, aber auch Kurzfilme, mit denen ich rein gar nichts anfangen konnte. Deathcember ist für echte Fans des Horrors, die durchaus Kult in dieser Anthologie sehen. Das Potential ist da und die Möglichkeit, einen zweiten Teil mit neuen 24 Geschichten zu erzählen ebenfalls. Es mangelt auch nicht an Leidenschaft. Die Filme sind mit viel Liebe und Verstand entstanden. Engagement lassen sie hier ebenfalls nicht vermissen. Für mich definitiv ein Erlebnis und 145 Minuten mögen lang klingen, aber wenn man sich tatsächlich jeden Tag eine Geschichte gibt, so rückt der klassische Adventskalender in den Schatten.

.FAZIT.

Deathcember zehrt von einer tollen Grundidee, schöpft aber das Potential nicht ganz aus. Viele Kurzfilme sind kontrovers bis dumm, andere versprühen Charme und erfrischen den Zuschauer mit Einfallsreichtum. Die Qualitätsunterschiede sind zuweilen seh- und spürbar, kein Wunder bei der Dichte an Filmen. Aber dadurch entsteht auch eine gute Balance, die die Anthologie ein das richtige Licht rücken lässt. Ich hatte meinen Spaß und hoffe sehr, dass man den Eifer aufbringen kann, einen zweiten Teil in 24-facher Ausführung zu inszenieren.



OriginaltitelDeathcember
Produktionsland/-jahrDeutschland 2019
Laufzeit145 min
GenreKomödie, Horror
Regieu.a. Ruggero Deodato, Bob Pipe, Andreas Marschall uvm.
Drehbuchu.a. Wes Allen, Sang-woo Lee, Audrey Meubus uvm.
Kamerau.a. Konstantin Freyer, Jo Heim, Helmut Fischer uvm.
Kino
Home Entertainment8. Dezember 2022
VerleihBusch Media Group