SONIC FRONTIERS | Der blaue Igel düst durch die Open Zone

Im neuesten rasanten Abenteuer SONIC FRONTIERS prallen Welten aufeinander! In diesem neuen Action-Adventure-Plattformer des blauen Blitzes, erstmals mit offenen Zonen, verschlägt es Sonic auf der Suche nach den Chaos Emeralds auf die rätselhaften Starfall Islands.

.ZUM SPIEL.

Im neuesten rasanten Abenteuer von Sonic the Hedgehog prallen Welten aufeinander! Bei der Suche nach den verlorenen Chaos Emeralds landet Sonic auf einer uralten Insel voller seltsamer Kreaturen. Kämpfe gegen Horden mächtiger Feinde und erkunde eine atemberaubende Welt voller Action, Abenteuer und Geheimnisse. Erreiche völlig neue Höhen und genieße den Nervenkitzel der fünf riesigen offenen Zonen von Starfall Islands. Stürz dich hinein ins Abenteuer, kämpfe mit der Macht der Ahnen und halte diese neuen, geheimnisvollen Feinde auf.

.TEST.

Mehr als 30 Jahre hat der blaue Igel mittlerweile auf dem Buckel, doch wirkliche Alterserscheinungen zeigt er noch immer nicht. In regelmäßigen Abständen verzücken uns die Entwickler mit neuem Stoff, aber so wirklich gut wie einst die 90er-Jahre-Klassiker auf den Sega-Systemen war er nie wieder. Es gab an und an Ausreißer, doch ich bin ehrlich: ich habe viel Hoffnung in SONIC FRONTIERS gelegt. Hellhörig wurde ich vor allem durch den Fakt, dass der Igel mit Überschall durch offene Spielwelten düst. Open World mit Sonic auf der Überholspur? Klingt zu schön um wahr zu sein und das ist es tatsächlich auch. Die Entwickler selbst haben die Erwartungen an das Spiel heruntergeschraubt und gleich klargestellt: keine Open World, sondern Open Zones. Wo wir beim ersten markanten Merkmal des neuen Spiels wären.

Es ist keine klassische Open World wie bei GTA, sondern konzentriert sich Sonics Bereich auf fünf unterschiedlich gestaltete Inseln im Cyberspace, auf denen er sich non-linear bewegen kann. Der Spieler entscheidet selbst, was und wie er die Insel spielen möchte. Dabei geht es vorrangig um das Sammeln von Objekten, Zwischenkämpfen und natürlich auch um Boss Fights. All deine Aktivitäten haben unmittelbaren Einfluss aufs Aufleveln von Sonic. Du kannst Fähigkeiten erweitern beziehungsweise ausbauen. Um dich so stärker für den Kampf gegen eine Fülle an Gegner zu rüsten.

Die fünf verschiedenen Spielwelten sind unterschiedlich gestaltet und weisen zudem verschiedene Biome auf. Von Wüste bis tiefe Wälder ist hier alles dabei. Die Bedrohung verändert sich dabei aber nie sonderlich. Leider verschenken die Entwickler unglaublich viel Potential. Was sich auf dem Papier nach jede Menge Spaß anhört, erweist sich im Spielalltag als ärgerlich. Detailreich oder gar ausgefallen wirken die Welten kaum. Sicherlich wirkt die freie Bewegung in ihnen abwechslungsreich und gerade auf den neusten Konsolengenerationen (mit 60FPS) höchst ansehnlich – man spürt zum ersten Mal so richtig Sonics Geschwindigkeit – allerdings wird kaum auf Ergänzendes gesetzt. So verpufft ein wenig die Magie. Auf der Nintendo Switch ist das Spielerlebnis sogar richtig schlimm. Matschige Texturen, spät aufploppende Gegner und generell wirkt das Spiel hier total unausgereift. Wer die Chance hat, sollte wenigstens auf die PS4 oder Xbox One gehen, denn hier macht das Spiel einen guten Eindruck.

Grafisch bleibt Sonic Frontiers dennoch hinter den Erwartungen. Die Optik hätte für die heutige Zeit durchaus besser sein. Nichtsdestotrotz bietet Sonic Frontiers mehr als erwartet. Vielleicht etwas zu früh auf die offene Spielwelt entlassen, gibt es Momente, die mich sehr mitgerissen haben. Fehlt es den Insel-Abschnitten durchaus an Gestaltungsreichtum, wirken sie im Kern dennoch für sich sehr unterhaltsam. Dieser Eindruck wirkt vor allem durch das Herzstück des Spiels verstärkt: der Soundtrack. Belebend und stets an die Stimmung angepasst, holt er uns ab, um mit Sonic auf Cyberspace-Reise zu gehen. Und wenn man mit dem allseits beliebten Igel kreuz und quer über die Insel jagt, hat das schon etwas von Freiheit, die wir uns tatsächlich schon früher gewünscht hätten. Mit Sicherheit sind Open Worlds bei beliebten Spielefranchises ein probates Mittel, eingeschlafene Füße zu wecken und es war auch bei Sonic nur eine Frage der Zeit. Generell ist die Balance aus Erkunden, Sammeln und Herausfordern gut gelungen. Aber die Möglichkeiten, die für mögliche weitere Spiele infrage kommen, sind grenzenlos. Sicherlich ist die Idee von Sonic Frontiers noch nicht ganz ausgereift. Manches wirkt auch zu überhastet und wenig passend.

Ich persönlich kann grafisch auf einiges verzichten, wenn die Story gut ist oder eben andersrum. Es ist immer eine Empfindungssache. Sonic Frontiers hat mir doch einiger Wehwehchen Spaß gemacht und ist seit Jahren durchaus ein spielbarer Ableger, der einige neue Ideen liefert. Doch jeder Anfang ist schwer und so verrennt sich der blaue Igel ein bisschen in der durchwachsenen Präsentation. Es gibt einige Pros und Contras, aber nichts ist gravierend oder extrem störend – meine Meinung. Wir gesagt, ich hatte und habe noch immer Spaß, was durch meine jahrelange Treue unterstützt wird. Ich liebe den Igel einfach, der einen guten Kontrast zu Nintendos Mario darstellt.

Irgendwie war „Sonic“ etwas zu schnell für die Open World beziehungsweise wurde unserer Meinung nach etwas zu früh veröffentlicht: Während uns die allgemeinen Möglichkeiten in der Spielwelt, die Progression sowie die rasanten Cyberspace-Abschnitte und Bosskämpfe richtig gut gefallen haben und uns in den besten Momenten der Sog aus Erkundung, Sammelei und Challenge in den Bann gezogen hat, machen die durchwachsene Präsentation, die teilweise sehr sensible Steuerung und Kamera-Probleme, die generelle Kargheit der Open World sowie die mäßige Story den guten Eindruck meist schnell wieder zunichte. „Sonic Frontiers“ ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung für die mögliche Zukunft des blauen Igels, doch für ein richtig gutes Spiel reicht es aus unserer Sicht leider noch nicht.

.FAZIT.

Mit Sand im Getriebe schafft es Sonic leider nicht über die volle Distanz. Viel Gutes steht eben auch einiges Schlechtes gegenüber. Diese durchwachsene Präsentation kann das Spielerlebnis drüben, was bei mir nicht der Fall war. Förderlich ist die Liebe zum blauen Igel und der Umstand, ihn durch eine recht offene Spielwelt ohne klassische Vorgaben zu steuern. Der Mix aus Sammeln und Herausfordern ist der ideale Zeitvertreib für Zwischendurch. So bleibt kaum Zeit, sich großartig über die sensible Steuerung oder einiger Kamera-Probleme zu ärgern. Ich kann jeden Plattformern einen Kauf empfehlen, sage aber auch dazu: die Nintendo Switch-Version kommt mit Abstrichen in der Performance daher. Wem das nicht stört, findet hier auch ein gutes Spiel vor. Aber für den Überdurchschnitt reicht es jetzt noch nicht. Gute Ansätze, die Hoffnung auf die Zukunft machen.



GenreAction-Adventure-Plattformer
EntwicklerSonic Team
PublisherSega
Veröffentlichung8. November 2022
PlattformPlayStation®5, PlayStation®4, Xbox Series X|S, Xbox One, die Nintendo Switch™-Systeme und Steam